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Popstar wird von russischem Vize-Regierungschef wüst beleidigt

Madonna in Russland nicht willkommen

10.08.2012 11:05 Uhr / AFP
© dpa

Von Max Genosko

Sängerin Madonna scheint in Russland nicht willkommen zu sein – zumindest, wenn es nach der russischen Regierung geht. Deren Vize-Präsident Dmitri Rogosin bezeichnete die „Queen of Pop“ via Twitter als Hure.

Hintergrund der Attacke war die Tatsache, dass sich der US-Popstar öffentlich für die inhaftierte, russische Mädchen-Punkband „Pussy Riot“ einsetzte und deren Freilassung forderte. Dies rief nun, während Madonna im Zuge ihrer Tour in Russland weilt, die dortige Regierung auf den Plan. „Jede frühere b.“ wolle „im Alter jedem moralische Lektionen erteilen, besonders bei Auftritten im Ausland.“ Der Buchstabe „b.“ steht dabei im Russischen als Abkürzung für das Wort „Hure“. 

"Freiheit für 'Pussy Riot'"

Vergangenen Dienstag hatte die Sängerin bei ihrem Konzert in Moskau auf der Bühne Freiheit für die Punkband gefordert. „Pussy Riot“ waren wegen „Rowdytums“ festgenommen worden, derzeit wird ihnen der Prozess gemacht. Zudem hatte sich Madonna bei ihrem Konzert in St. Petersburg gestern für die Rechte der Homosexuellen eingesetzt. In der russischen Metropole war im März ein Gesetz erlassen worden, dass Demonstrationen von Schwulen und Lesben vor den Augen Minderjähriger verbietet. Zudem setzt es Homosexualität mit Pädophilie gleich.

Einsatz für die homosexuelle Gemeinde

Madonna rief gestern Abend ihren Fans von der Bühne aus zu: „Zeigt eure Liebe und Unterstützung für die homosexuelle Gemeinschaft!“ Rund 10.000 Besucher feierten begeistert den Einsatz der Sängerin für die Homosexuellen der Stadt. Die Meisten im Publikum trugen rosafarbene Armbänder, um ihre Unterstützung Kund zu tun.

 Im Vorfeld des Auftritts hatte der Kommunalpolitiker Witali Milonow dem Popstar mit „Ermittlungen“ gedroht, sollte sie das Gesetz gegen die Verbreitung „homosexueller Propaganda“ verletzen.

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