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Die Münchner Schauspielerin wurde gerade einmal 42 Jahre alt.

Trauer um Silvia Seidel

07.08.2012 09:45 Uhr / tz

Von Max Genosko

Wie gestern bekannt wurde, verstarb die Schauspielerin Silvia Seidel bereits vergangene Woche in ihrer Münchner Wohnung. Bekannt wurde Seidel vor allem durch ihre Rolle in der Weihnachtsserie „Anna“ von 1987.

Wie die Zeitung tz berichtete, schließe die Polizei bei dem tragischen Tod der 42-Jährigen Fremdverschulden aus. Vielmehr war neben Seidel ein Abschiedsbrief gefunden worden – es deute also alles auf einen Suizid hin. Nachdem Seidel über eine Woche nicht in ihrer Stammkneipe im Münchner Glockenbachviertel aufgetaucht war, machte sich die Wirtin sorgen und versuchte die Schauspielerin in ihrer Wohnung zu erreichen. Da diese trotz mehrmaligen Klingelns, und obwohl in ihrer Wohnung Licht brannte, die Tür nicht öffnete, verständigte die besorgte Kneipenbesitzerin die Polizei. Als die Beamten sich schließlich Zugang zu der Wohnung verschafften, fanden sie Seidel dort tot auf.

In den letzten Jahren hatte die Karriere der ehemaligen „Bambi“-Gewinnerin stark gelitten. Schon lange hatte Seidel, so die tz, keine großen Engagements mehr. Abgesehen von kleinen Rollen in den Produktionen „Um Himmels Willen“ oder „Sturm der Liebe“, hatte sie keine größeren Fernsehauftritte und wechselte zum Theater. Laut der Zeitung resultierten aus diesem Mangel an Anstellungen auch gravierende Geldprobleme. Neben den finanziellen Engpässen, schien Seidel auch privat Pech zu haben. So scheiterte die Beziehung zu ihrem Lebensgefährten, dem Autor Patrick Mc Ginley.

Mit einer Rolle als Mordverdächtige in der Serie „Rosenheim-Cops“  versuchte Seidel 2011 noch einmal ihr Glück. Erfolg wollte sich aber auch danach nicht einstellen. Sie zog sich mehr und mehr zurück und starb, laut tz, einsam in ihrer Wohnung.

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