Ratgeber

Haare

Haare haben in der Menschheitsgeschichte stets eine große Rolle gespielt. Der natürliche Kopfschmuck ist fast immer zu sehen und ebenso individuell wie wandelbar.


Männerfrisuren im Wandel der Zeit

Haare haben seit jeher eine starke Symbolkraft: Schon in der Bibel galt langes Haar als Ausdruck von Stärke – vor allem bei Männern. Die Geschichte von Samson, der mit seinen Haaren auch seine Kraft und Männlichkeit verlor, legt davon Zeugnis ab. In den 1960er Jahren galt langes Haar wiederum als Symbol für Freiheit und Natürlichkeit. Die zottige Hippie-Mähne bildete einen Kontrapunkt zum bürgerlichen Look mit gebügeltem Hemd und adrettem Kurzhaarschnitt. Auch wenn die wallende Mähne bei Männern heutzutage nicht mehr das vorherrschende Ideal ist – volles, kräftiges Haar gilt nach wie vor als attraktiv und bedarf der richtigen Haarpflege. Die richtige Pflege, bei Männern wie bei Frauen, ist vor allem dann wichtig, wenn juckende Kopfhaut, trockene Haare oder Haarausfall Probleme bereiten.


Die Symbolik von Damenfrisuren

Auch bei Frauen waren lange Haare über Jahrtausende hinweg das Ideal. Ein üppiger Schopf wurde mit Weiblichkeit und Verführungskraft gleichgesetzt – das war bei der biblischen Eva nicht anders als bei der Venus von Milo. Kurzhaarschnitte für Frauen kamen erst im 20. Jahrhundert in Mode. Es war die Frauenbewegung, die sich von alten Zöpfen trennte und mit dem Bubikopf ein modernes Frauenbild schuf. Heutzutage ist die Vielfalt an Damenfrisuren so groß wie noch nie. Dank moderner Technik lässt sich fast jeder Wunsch erfüllen: Extensions, Haarfarben und -tönungen, Dauerwellen und Glättmittel machen eine Typveränderung ganz einfach. So ist es kein Wunder, dass jede Saison neue Trendfrisuren für Aufruhr sorgen und sich auf manch einem Kopf Herbst-, Winter-, Frühlings- und Sommerfrisuren im Wechsel der Jahreszeiten ablösen.


Körperbehaarung als Politikum

Auch zum Thema Körperbehaarung gibt es einiges zu sagen: Im arabischen Raum ist ein unbehaarter Körper seit eh und je das Ideal – im westlichen Kulturraum durften Achsel- und Beinhaare noch bis Ende des 20. Jahrhunderts ungehindert sprießen. Doch die Zeit des Wildwuchses ist nun vorbei: Den Körperhaaren wird mit zahlreichen Methoden der Haarentfernung auf den Pelz gerückt: Ob Waxing, Sugaring, Trocken- oder Nassrasur – glatte, unbehaarte Haut bei Frauen gilt als absolutes Muss. Damen, die auf den Trend pfeifen, gehören nicht selten dem feministischen Flügel an und setzen mit Achselbehaarung ein politisches Statement.


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