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Behandlung von Krampfadern

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11:14 / 03.07.2012 22:20 , © SAT.1

Ratgeber

Jeder sechste Mann und jede fünfte Frau leidet unter Krampfadern. Die häufig sichtbar hervortretenden Venen sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern verursachen auch körperliche Leiden. Es gibt allerdings Methoden, um den Krampfadern zu Leibe zu rücken. Die neuste greift auf ein ungewöhnliches Mittel zurück: Klebstoff.

Krampfadern entstehen durch schwaches Bindegewebe

Krampfadern sind nichts anderes als Venen, in denen der Bluttransport nicht mehr richtig funktioniert. In einer gesunden Vene wird das Blut nach oben in Richtung Herz transportiert. Venenklappen verhindern dabei, dass das Blut wieder zurückfließen kann. Funktionieren diese Klappen nicht mehr richtig, kommt es zum Rückstau und Krampfadern entstehen. Verantwortlich dafür ist zu schwaches Bindegewebe. Nicht immer sind Krampfadern sichtbar, sie können auch weiter unter der Haut liegen. Häufig verursachen sie jedoch Schmerzen. Ohne Behandlung drohen im schlimmsten Fall offene Beine.

Stripping gegen Krampfadern

Die älteste Methode, um Krampfadern zu behandeln, ist das Stripping. Dabei wird in der Regel unter Narkose der betroffene Teil der Ader abgetrennt und aus dem Bein herausgezogen. Das entlastet das übrige Venensystem. Allerdings bedeutet diese Behandlung der Krampfadern neben einer Vollnarkose einige Tage Aufenthalt im Krankenhaus und im Anschluss wochenlanges Tragen von Stützstrümpfen. 

Krampfadern mit dem Laser entfernen

Seit etwa zehn Jahren werden Krampfadern auch mit thermischen Verfahren behandelt. Hier verschließen Radiowellen oder Laser die Krampfadern. Unter örtlicher Betäubung wird diese Behandlungsmethode angewandt. Der Laser entwickelt dabei Wärme, die die Blutgerinnung fördert. Die Folge: Die kranken Gefäße verschließen sich und schrumpfen zusammen. Eine andere etablierte Behandlung wird für die Entfernung von Besenreißern verwendet: Medizinischer Alkohol wird hierbei in das betroffene Gefäß gespritzt, was die Besenreißer verödet und sie verblassen lässt. Beide Behandlungen werden nur von privaten Krankenkassen bezahlt. 

Ganz neu: Mit Klebstoff gegen Krampfadern

Eine ganz neue Methode, die derzeit in Deutschland in einer Studie getestet wird, ist die Klebstoff-Behandlung. Bei dem Verfahren aus den USA werden die Krampfadern mit Acrylatkleber verschlossen. Über einen Katheter wird der Kleber tropfenweise in die Krampfader eingespritzt, verschließt die Vene sofort und unterbindet somit den Rückstrom des Bluts. Im Lauf der Zeit löst der Körper einen Heilprozess aus: Zellen bauen den Klebstoff ab und feines Narbengewebe bildet sich in den einstigen Krampfadern. Die Behandlung kann bei oberflächlicher örtlicher Betäubung angewandt werden, Schmerzen verursacht sie nicht, das Tragen von Stützstrümpfen ist ebenfalls nicht nötig. Was zurückbleibt ist nur ein kleiner Einstich. Allerdings kostet die 30-minütige Behandlung 2500 Euro. Erste Privatkassen übernehmen die Kosten aber bereits.

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