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Bußgeld im Ausland

Das kann teuer werden: Überhöhte Geschwindigkeit, Alkohol am Steuer - welche Geldstrafen stehen bei diesen Verkehrssünden im Bußgeldkatalog der europäischen Nachbarn? Welche Straßenverkehrsordnung im Ausland ist am strengsten?

18.06.2012 11:40 | 6:56 Min | © SAT.1

Bußgeldkatalog ahndet unterschiedlich

Überhöhte Geschwindigkeit und Alkohol am Steuer sind die häufigsten Verkehrssünden. Diese Missachtung der Straßenverkehrsordnung wird entsprechend hart im Bußgeldkatalog behandelt. In Deutschland werden beide Vergehen nicht als Kavaliersdelikt abgehakt und stehen entsprechend im Bußgeldkatalog: Wer ins Röhrchen blasen muss, der muss bei 0,5 Promille mit mindestens 250 Euro Geldstrafe rechnen. Etwas weniger müssen die Geschwindigkeits-Liebhaber zahlen: Bei 20 Kilometern pro Stunde über dem Tempolimit muss der Fahrer laut deutschem Bußgeldkatalog 35 Euro zahlen. Aber wie halten es unsere europäischen Nachbarn mit der Missachtung der Straßenverkehrsordnung? Wer muss wo am meisten zahlen?

Frankreich: Bußgeldkatalog schlägt bei Rasern zu

Wenn es um Alkohol am Steuer geht, drückt die Staatsmacht im Land von Champagner und Rotwein in der Straßenverkehrsordnung schon mal ein Auge zu. Wer zu tief ins Glas geschaut hat und trotzdem am Verkehr teilnimmt, der muss laut Bußgeldkatalog bei 0,5 Promille höchstens mit 135 Euro Strafe rechnen. Streng werden die Franzosen bei Temposündern: Wer die angegebenen 130 Kilometer pro Stunde auf Autobahnen überschreitet, für den sieht der Bußgeldkatalog eine Strafe von 90 Euro vor – also fast dreimal so viel, wie in Deutschland. 

Österreich und Niederlande: Bußgeldkatalog bestraft Alkohol am Steuer ähnlich

Bußgeld für Alkohol am Steuer gibt es natürlich auch in der Alpenrepublik. Aber immerhin bestraft der Bußgeldkatalog bei 0,5 Promille „nur“ mit 230 Euro – das sind immerhin 30 Euro weniger, als in Deutschland. Auch in Österreich gilt: Runter vom Gas! Das Tempolimit liegt hier auf Autobahnen bei 130 Kilometern pro Stunde. Vor allem zur Urlaubszeit kontrolliert die Gendarmerie besonders streng: Das Überschreiten des Tempolimits um 20 km/h wird laut Bußgeldkatalog mit 20 Euro bestraft. Für das vergessene Maut-Pickerl muss man laut Bußgeldkatalog  mit 120 Euro Strafe rechnen. Ähnlich wie bei den Österreichern legt der Bußgeldkatalog der Niederländer die Strafe für Alkohol am Steuer auf 220 Euro aufwärts fest. Hier gibt die Straßenverkehrsordnung zwar kein generelles Tempolimit vor, aber außer Orts geben Art und Farbe der jeweiligen mittleren Fahrbahnmarkierung die Geschwindigkeit vor. Überschreitet man diese um 20 Kilometer pro Stunde, kostet das laut Bußgeldkatalog 80 Euro. 

Schweiz und Italien: Bußgeldkatalog bestraft Alkohol am Steuer hart

Die Eidgenossen verstehen keinen Spaß, wenn es um Alkoholsünder am Steuer geht: 380 Euro Strafe verlangt die Schweiz laut Bußgeldkatalog bei 0,5 Promille. Auch Temposünder haben nichts zu lachen, im Extremfall droht sogar ein Fahrverbot. Bei mehr als 20 Kilometern pro Stunden schreibt der Bußgeldkatalog 110 Euro vor. Und: Von wegen Dolce Vita in Italien: Verkehrssünder ahndet der Bußgeldkatalog hier härter, als von den ansonsten so entspannten Nachbarn vermutet. Mindestens 500 Euro muss derjenige bezahlen, der die Promillegrenze von 0,5 überschreitet. Gefahr lauert vom Brenner bis Sizilien. Der Bußgeldkatalog wird von den zahlreichen Radarfallen vollstreckt: 20 Kilometer pro Stunde über dem Limit bedeuten 150 Euro weniger in der Urlaubskasse.

Tschechien und Dänemark: Hier ist der Bußgeldkatalog am strengsten

Zuviel getrunken? Dann besser nie hinters Lenkrad – erst recht nicht in Tschechien! Hier schlägt der Bußgeldkatalog so richtig zu, denn der Grenzwert liegt bei null Promille und die Strafe bei 1000 Euro! Bei 20 Sachen zu viel auf der Straße, sind 40 Euro fällig. Richtig teuer wird ein Gläschen zu viel auch in Dänemark – obwohl die Promillegrenze bei 0,5 liegt: Bei der Höchststrafe kann der Bußgeldkatalog ein ganzes Monatsgehalt verlangen. Vielverdiener also aufgepasst! Auch beim Bleifuß verstehen die Dänen keinen Spaß: Bis zu 270 Euro werden fällig, wenn man die Geschwindigkeit von 130 km/h überschreitet. 

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