Na, wer sagt’s denn: Nachdem die Playstation 3 als Superspielkonsole auf den Markt trat, kommen nun auch immer mehr familientaugliche Titel heraus. Doch „Little Big Planet“ ist mehr als das. Für einen gewöhnlichen Familytitel sieht es definitiv viel zu gut aus. Die Bilder und Animationen der kleinen Sackfigur wirken äußerst realistisch. Mehr noch: Sie locken all jene hinter dem Ofen hervor, die sich nie auch nur einen Deut für Videospiele interessiert haben.
Kein Wunder, denn das ganze Ambiente des Jump'n'Runs sieht wie eine wundervoll gestaltete Theaterkulisse aus. Hier ein paar Krokodile, die wie angemalte Wäscheklammern aussehen, dort ein paar Flammen wie aus Papier- und Foliengezüngel. Charmanter sah ein Spiel selten aus. Nach der Passage eines Erzählers legen die Spieler los: Sie laufen, klettern, steigen über Hindernisse, nutzen Fahrzeuge, hängen sich an lianenartige Bommel, weichen Gespenstern und Feuersbrünsten aus und sammeln dabei jede Menge Perlen ein. Besonders knifflige Situationen kosten die kleine Sackfigur das Leben.
Doch „Little Big Planet“ ist weitaus mehr als ein reines Geschicklichkeitsspiel: Ein Großteil hat mit Kreativität zu tun. Denn es werden jede Menge Sticker mit unterschiedlichen Motiven eingesammelt, Fotos von Spielsituationen gemacht, womit sich dann alle Örtlichkeiten schmücken lassen. Oft genug stehen leere Flächen zur Verfügung, die dann aufgepeppt werden. Außerdem ist es auch möglich, eigene Level zu gestalten und sich über einen Onlinezugang mit anderen Spielern auszutauschen.
Fazit: Genial!