Dein Leben gehört mir - Bildquelle: Gordon Mühle SAT.1/ Gordon MühleDein Leben gehört mir © Gordon Mühle SAT.1/ Gordon Mühle

Filminhalt: Wenn sich die scheinbar große Liebe zu einem Albtraum entwickelt: Er ist aufmerksam, attraktiv, nahezu perfekt - mit Hannes scheint die Ärztin Malu ihren Traummann gefunden zu haben! Doch ein Blick hinter die Fassade lässt Zweifel aufkommen. Als Hannes' Verhaltensweisen immer seltsamer werden, trennt sich Malu von ihm. Für ihn ist aber noch lange nicht Schluss. Auf perfide Art und Weise schafft es Hannes, in jede Sphäre von Malus Lebens einzudringen. Ohne Spuren zu hinterlassen, treibt er die junge Frau in den Wahnsinn, verstrickt sie in seine Lügengeschichten, macht sie unglaubwürdig – bis selbst Malus Umfeld an ihrem Verstand zweifelt...

Darsteller Rollen Stab + Produktion  
Josefine Preuß Malu Barstedt Thriller D 2019
Vladimir Burlakov Hannes Jäger Regie: Jochen Alexander Freydank
Anna Blomeier Sandra Cattaneo Drehbuch: Kristin Derfler
Max Hopp Dr. Florian Wiegand Musik: Ingo Ludwig Frenzel
Victoria Chilap Nicole Huber Kamera: Martin Schlecht
       

Hintergrund zum Thema Stalking
"Der Begriff Stalking bedeutet das beharrliche Verfolgen einer Person gegen deren erklärten Willen. Dabei wenden die Täter sehr unterschiedliche, zum Teil kreative Methoden an. Wenn dieses Verhalten, den Betroffenen in seiner Lebensqualität einschränkt, dann sprechen wir von strafbarem Stalking", erklärt die Expertin Sandra Cegla, die 14 Jahre für die Berliner Kriminalpolizei arbeitete und Gründerin der Agentur SOS-Stalking ist.

Über die rechtlichen Möglichkeiten, gegen einen Stalker vorzugehen, erklärt sie: "Wenn Menschen den Verdacht haben, dass sie gestalkt werden, dann können sie eine Strafanzeige wegen Stalking erstatten. Paragraf 238 StGB stellt das Nachstellten eines Menschen unter Strafe. Da Stalking jedoch ein hochkomplexes und vor allem psychologisches Phänomen ist, kann die Strafverfolgung nur eine von vielen Möglichkeiten sein. Bei Bedrohung und Gewalt können Betroffene ein Kontaktverbot beim zuständigen Amtsgericht erwirken, sodass der Täter sich bis auf einige Meter nicht mehr nähern darf. Wird dagegen verstoßen, kann dies jedes Mal als Verstoß gegen das Gewaltschutzgesetz zur Anzeige gebracht werden. Wenn es dann zu einer oder mehreren Gerichtsverhandlungen kommt, sichert der Gesetzgeber psychosoziale Prozessbegleitung zu. Betroffene erhalten dann von einer speziell dafür ausgebildeten Person Beistand vor Gericht – vor, während und nach der Gerichtsverhandlung."

Informationen und Handlungsempfehlungen der Polizei zu den Themen K.-o.-Tropfen, Stalking, Zivilcourage und vielen weiteren Themen gibt es unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps

Montag, 1. April um 20:20 Uhr: Verfolgt und bedroht - wie Gestalkte leiden
Im Anschluss an den Spielfilm zeigt SAT.1 diese Reportage zum Thema: 20.000 Menschen wurden in Deutschland im vergangenen Jahr gestalkt. Ständige Telefonanrufe und Handynachrichten, Drohungen und Einschüchterungen, Auflauern und das Verbreiten von Unwahrheiten - es gibt viele Formen von Stalking. Für Opfer ist es schwer, dagegen anzugehen. Anzeigen haben kaum Erfolg. Es bleibt ein Leben voller Angst und Einschränkungen. Zwei betroffene Frauen erzählen, wie furchtbar sich Stalking anfühlt.

Film Details

Landde
Länge90
Altersfreigabeab 12
Produktionsjahr2019