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Zum SAT.1-Zweiteiler "Keine zweite Chance"

Josefine Preuß im Interview

Der Reiz des Bösen: "Ich durfte noch nie eine Kriminelle spielen."

TV-Termine: Dienstag, 5. und 12. Dezember um 20:15 Uhr

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© SAT.1

Beschreiben Sie uns kurz Ihre Rolle?

Josefine Preuß: "Lydia ist ein ehemaliger Kinderstar, der einmal im Leben die falsche Abbiegung genommen hat und jetzt in den Fall des entführten Kindes von Nora Schwarz verwickelt ist."

Mit ihrem Komplizen Pavel nutzt Lydia Noras Notsituation schamlos aus und erpresst die junge Mutter. Was hat Sie an dieser bösen Rolle gereizt?

Josefine Preuß: "Genau das Böse! Ich durfte noch nie eine Kriminelle spielen, ich habe noch nie mit Schusswaffen hantieren dürfen. Es ist eine sehr energische Rolle. Lydia weiß genau, wie sie sich die Dinge drehen muss, damit sie zum Schluss nicht als Täter dasteht. Sie kann die vielen Menschen in ihrem Umfeld geschickt um den Finger wickeln, ist aber definitiv kein Opfer."

Im SAT.1-Film "Die Hebamme" verkörperten Sie die tugendhafte Titelheldin. Auch sonst verbindet man sie eher mit derlei Rollen. Woran, glauben Sie, liegt das?

Josefine Preuß: "Ich habe keine Ahnung, warum ich vorher nie als 'die Böse' besetzt wurde. Aber vielleicht ist 'Keine zweite Chance' mein neues Bewerbungsvideo für solche Rollen." (lacht)

Also würden Sie das gerne öfter machen?

Josefine Preuß: "Ich kann nicht sagen was ich mehr mag – ob es eher die Komödie ist, eine 90-minütig durchgehend positive Titelheldin, oder eben 'die Böse'. Die Mischung macht es. Ich bin Darstellerin und fühle ich mich dann wohl, wenn keine Rolle der anderen gleicht."

Als Lydia haben Sie teils actionreiche Szenen. Wie entspannen Sie nach einem solchen Drehtag?

Josefine Preuß: "Sobald ein Drehtag vorbei ist, springe ich sofort ins Auto und fahre nach Hause. Abschminken mache ich immer Zuhause. Das ist für mich ein Ritual: Ich gehe unter die Dusche und 'schminke' nicht nur die Rolle sondern auch den Tag ab. Dann Schnuffel-Klamotten an, ab auf die Couch, eine Serie an und fertig. So kann ich am einfachsten runterkommen. Dann bin ich wieder Josefine."

Historienroman, Thriller oder doch eher die romantische Belletristik: Welche Art von Literatur mögen Sie am liebsten?

Josefine Preuß: "Ich lese privat sehr viel. Ich bin eine Leseratte, wie meine Mutter. Ich lege mich allerdings nicht auf ein Genre fest. Mittlerweile lese ich sehr gerne skandinavische Autoren, aber auch asiatische wie Haruki Murakami. Ganz verschieden – ob es Belletristik ist, ob es Biografien sind oder auch gerne mal ein guter Krimi. Horror allerdings ist nicht so meins."