- Bildquelle: Joshua A. Hoffmann © Joshua A. Hoffmann

Man kann sich diesen Song gut vorstellen als Einstiegsmusik in all die Zoom-Calls, die man mit seiner Pandemie-Fernbeziehung anstrebt. Einfach den „Strand“-Hintergrund anklicken, diesen Song starten und die Sache läuft. Die gerade sehr erfolgreiche Videoplattform Zoom hatte Sarah Lombardi allerdings nicht wirklich im Sinn, als sie diesen entspannten Sommerhit aufnahm. Dann schon eher Klaus Lage, der diese Formulierung 1984 in „1000 und 1 Nacht“ besang, wo ja bekanntlich 1000 Mal „nix passiert“, bis es in Nacht 1001 dann endlich heißt: „Und es hat ‚Zoom‘ gemacht!“
Genau diesen Moment besingt die ehemalige DSDS-Teilnehmerin in „Zoom“, der zweiten Single, die sie für ihr neues Label-Zuhause Sony Music / Ariola aufnahm. Schon „Te Amo Mi Amor“ war eine sonnige Angelegenheit mit leichten Balearen-Vibes, „Zoom“ dreht den Feelgood-Regler nun auf die elf. Ukulele, Reggae-Rhythmus und einem Hook, dem man nicht entkommt. Dazu singt Sarah Zeilen wie diese: „Oh, oh, es hat Zoom gemacht / Ich denk' an dich im Minutentakt, yeah / Oh, oh, was hast du gemacht? / Du knockst mich aus wie ein Uppercut.“ Der Song feiert den Moment, in dem das „Verknallt sein“ und die Endorphine so tief einschlagen, dass man die Vernunft mal Vernunft sein lässt. Allerdings brauchten einige ihrer Fans bei YouTube ein wenig Nachhilfe in Sachen Box-Lingo: ein „Uppercut“ ist im Boxsport ein Aufwärtshaken, der oft als K.O.-Schlag eingesetzt wird. Das schien bei ihren Anhängern nicht so bekannt zu sein, wie gedacht. Und so fragten sich einige Hörer laut, warum sie denn von „Affenkack“ singe. Ach ja, das Internet … immer wieder für gut für einen amüsanten Verhörhammer.
„Zoom“ wirkt beim ersten Hören zwar ein wenig aus der Jahreszeit gefallen, weil zu sonnig für den Wetterbericht und die kürzer werdenden Tage, aber gerade das macht seinen Reiz aus: Vielleicht ist es das Lied, das so klingt, wie der ausgefallene Mittelmeer-Urlaub im Herbst geworden wäre …

Das offizielle Video