- Bildquelle: Lisa Heine © Lisa Heine

Es klingt immer so einfach, wenn man von diesen George Ezras, Lewis Capaldis, Ed Sheerans und Dan Owens dieser Welt liest. Sie alle lassen sich – zumindest in ihren Anfangsjahren – als „junger Mann mit Gitarre“ beschreiben, sie alle standen schon mal in London in Hoxton, Greenwich, Soho oder Shoreditch an grauen Tagen an Straßenecken und verkauften selbstgebrannte CDs, und sie alle haben den Weg von der Straße in die Pubs und von dort in die Clubs geschafft. Gut, bei Sheeran ging es dann noch weiter bis ins Stadion, aber das ist ja eine eigene Geschichte. Dieser Karriereweg klingt bei allen, auch bei Jack Curley, immer so selbstverständlich und gelernt, aber man sollte nie vergessen, dass all die genannten Songwriter eben hart dafür gearbeitet haben. An ihren Songs, an ihren Stimmen, an ihrem Gitarrenspiel – und sicher auch an ihrer Schlagfertigkeit, denn einen Fußball-Pub muss man ja auch erstmal für eine deepe Ballade über Freundschaft in Laune bringen.

Jack Curley war erst Barkeeper, machte schon seit jungen Jahren Musik und traute sich schließlich ans Mikro. Mittlerweile steht seine erste EP „Tomorrow“ bei über 25 Millionen Streams, enterte diverse iTunes- und Amazon-Charts und er gewann im Vorprogramm von LEA viele Fans in Deutschland dazu. Bei all dem Mainstream-Erfolg begeisterte er das Publikum auf dem Indie-Festival „Haldern Pop“ dabei ebenso. Aber wie soll man sich auch gegen diese rauchige, eindringliche, empathische Stimme wehren? Und gegen Songs wie „I’m Here For You“ – eine Hymne auf die Freundschaft, die wohl überall auf der Welt funktioniert?

Das Debüt-Album mag noch ausstehen, aber wenn der junge Mann aus der Nähe von Manchester so entschlossen weitermacht und auf diese bei ihm perfekt abgeschmeckte Kombination aus Gitarre und Stimme setzt – dann werden wir ihn noch oft auf großen Bühnen sehen und in den wichtigen Playlisten hören.

Das offizielle Video