RKI: Die aktuellen Corona-Zahlen

Tipps rund um Quarantäne und Ausgangsbeschränkungen

Richtig Händewaschen in neun Schritten

Wasser und Seife

Schritt 1: Halte die Hände zunächst unter fließendes Wasser. Die Temperatur kannst du so wählen, dass sie angenehm ist. - Schritt 2: Seife dann deine Hände ordentlich ein – es muss gut schäumen. Für Flüssigseifen gilt: Ein Pumpstoß genügt. Zu viel Seife schadet zwar nicht, macht die Hände aber auch nicht sauberer.

Schrubben und singen

Schritt 3: Nimm dir 20-30 Sek. Zeit für das Einseifen, um Keime und Bakterien sorgfältig zu entfernen. Sing dazu einfach zweimal hintereinander das Lied "Happy Birthday". - Schritt 4: Vergiss die Handrücken beider Hände nicht! Auch hier befinden sich Bakterien, die entfernt werden müssen.

Alle Finger

Schritt 5: Seife deine Hände in kreisenden Bewegungen ein. Denk dabei auch an die Fingerzwischenräume, die Finderkuppen und die Nägel. - Schritt 6: Besonders gerne werden die Daumen vergessen. Auch diese sollten eingeschäumt und mit leichtem Druck gereinigt werden.

Nicht nur Hände

Schritt 7: Auch mit den Handgelenken berühren wir sämtliche Flächen und Gegenstände. Seife auch diese sorgfältig ein. - Schritt 8: Anschließend gründlich abspülen. Zum Schließen des Wasserhahns nicht die Hand benutzen, sondern den Ellbogen oder ein Papierhandtuch.

Trocknen und cremen

Schritt 9: Die Handflächen, Finger und Handgelenke zum Schluss mit einem weichen Handtuch abtrocknen. Idealerweise cremst du deine Hände nach dem Waschen ein, um den hauteigenen Regenerationsprozess zu unterstützen.

Was wir über das Coronavirus wissen

Die Corona-Krise in Deutschland

Das neue Coronavirus Sars-CoV-2 breitet sich in ganz Deutschland aus. Alle Bundesländer sind betroffen. Nach einem mehrmonatigen Lockdown im Frühjahr gab es über den Sommer einzelne Lockerungen. Aufgrund des sprungartigen Anstiegs der Infektionszahlen im Herbst 2020 beschloss Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den 16 Ministerpräsidenten ab dem 2. November 2020 einen sogenannten Lockdown light. Der Einzelhandel, Schulen und Kitas blieben noch geöffnet, doch das restliche öffentliche Leben kam ab November fast gänzlich zum Erliegen. Davon betroffen waren praktisch alle Freizeitangebote, die Gastronomie sowie sämtliche Kulturveranstaltungen. Nachdem jener Lockdown light die Infektionszahlen nicht bremsen konnte, einigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den 16 Ministerpräsidenten abermals ab dem 16. Dezember 2020 auf einen harten Lockdown, der mittlerweile bis mindestens 7. März 2021 verlängert wurde. Unter anderem darf nur noch eine Person einen fremden Haushalt besuchen, Einkaufsmöglichkeiten bleiben bis auf die Grundversorgung geschlossen. In Hotspot-Regionen gilt ein Bewegungsradius von 15 Kilometern. Immerhin dürfen ab dem 1. März 2021 Friseur-Salons und andere körpernahe Dienstleister wieder öffnen. In manchen Bundesländern schließen auch Baumärkte und Garten-Center wieder auf. Den aktuellen Stand zu allen Regeln und Beschränkungen in Deutschland aufgrund der Corona-Pandemie hält die Bundesregierung auf ihrer Corona-Maßnahmenseite fest.


Wie stark breitete sich der Coronavirus Sars-CoV-2 bislang in Deutschland aus?

Obwohl die erste Welle der Coronavirus-Pandemie weniger stark war, als von Experten befürchtet, erwischte die zweite Welle Deutschland wie auch den Rest der Welt mit voller Wucht. Im Frühjahr 2021 wächst aufgrund der Viren-Mutationen außerdem die Angst vor einer dritten Welle. 

Mit Stand Anfang März 2021 infizierten sich in Deutschland rund 2,45 Millionen Menschen mit COVID-19, davon starben bislang über 70.000 Patienten. Knapp 2,36 Millionen Infizierte gelten offiziell als genesen. Die tagesaktuellen Zahlen gibt es stets auf der Seite des Robert Koch-Instituts. Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz beläuft sich aktuell auf 67,3 neu Infizierte von 100.000 Einwohnern.  


Was bedeutet die Epidemie durch Corona für das Gesundheitssystem und die Gesellschaft?

Das hängt maßgeblich von einem Faktor ab: der Geschwindigkeit der Ausbreitung. Je besser es gelingt, die Rate der Ansteckungen kleinzuhalten, desto geringer dürfte der Druck auf das Gesundheitssystem und die Gesellschaft sein.

 

Problematisch wird das Infektionsgeschehen vor allem dann, wenn es komprimiert in kurzer Zeit auftritt. Dann drohen volle Wartebereiche und Arztpraxen, knapp werdende Intensivbetten und vollkommen überlastete Ärzte, Pflegekräfte und Gesundheitsämter.


Wie ansteckend ist das neue Coronavirus?

Mit Stand Anfang März 2021 beziffert das Robert Koch-Institut (RKI) die Reproduktionszahl des Coronavirus in Deutschland auf rund 1,1. Das heißt, dass 100 Erkrankte im Durchschnitt etwa 110 weitere Personen anstecken. Nur wenn die Reproduktionszahl unter 1 liegt, gehen die Infektionen auf Dauer gesehen zurück.

Das Virus vermehrt sich im Rachen und verbreitet sich vor allem durch Tröpfchen, etwa beim Husten und Sprechen

 

"Die fliegen vielleicht so eineinhalb Meter weit und fallen relativ schnell zu Boden", erklärt Drosten. "Es ist das Einatmen einer solchen Wolke, die einen infiziert in den meisten Fällen." Nur in Kontaktsituationen gibt es demnach ein reales Risiko - etwa, wenn man mit einem Infizierten ungefähr eine Viertelstunde oder länger gesprochen habe.

 

Die Inkubationszeit - der Zeitraum zwischen Infektion und Beginn von Symptomen - beträgt in der Regel nach derzeitigem Stand bis zu 14 Tage.


Ist Corona mit einer Grippe vergleichbar? Wie gefährlich ist Corona wirklich?

Die meisten Menschen haben nur leichte Erkältungssymptome mit Frösteln und Halsschmerzen oder gar keine Symptome. Hinzukommen können Fieber und Husten, wie sie auch bei einer Grippe auftreten. Auch Kopfschmerzen oder Durchfall sind möglich.

 

Laut RKI-Präsident Wieler kommt es in etwa einem von fünf Fällen zu einem schwereren Verlauf. Patienten bekommen unter anderem Atemprobleme oder eine Lungenentzündung. Betroffen sind zumeist Menschen aus Risikogruppen wie Krebskranke in Chemotherapie, alte Menschen und solche mit Vorerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder auf Diabetes zurückgehende Organschäden.

 

Todesfälle – etwa durch Atemstillstand, septischen Schock oder Multiorganversagen – sind selten.

 

Grippe und Corona sind von einem Virus verursachte Atemwegserkrankungen, deren Verlauf sehr unterschiedlich sein kann – von symptomlos oder mild bis hin zu sehr schwer, mitunter gar tödlich.

  

Beide Erreger werden vorwiegend über Tröpfchen, etwa beim Sprechen oder Husten, oder auch direkten Kontakt übertragen. Allerdings kann sich laut WHO Influenza (Grippe) rascher ausbreiten als das Corona-Krankheitsbild Covid-19.

 

Schwere bis lebensbedrohliche Verläufe gibt es jedoch nach bisherigen Auswertungen bei Covid-19 häufiger als bei der Grippe. Immerhin gibt es seit Dezember 2020 die ersten Impfstoffe gegen Sars-CoV-19, allerdings verläuft die Verteilung des Impfstoffes aktuell noch sehr schleppend. Immerhin "beschlossen" Bund und Länder am 1. Februar 2021 auf einem Impfgipfel, dass bis Ende September 2021 jeder Bundesbürger ein Impfangebot erhalten soll. 


Wie lässt sich die neue Lungenkrankheit COVID-19 behandeln?

Eine spezielle Therapie für die Erkrankung COVID-19 gibt es nicht. Schwer erkrankte Patienten werden symptomatisch behandelt: mit fiebersenkenden Mitteln, der Therapie etwaiger bakterieller Zusatzinfektionen und mitunter mechanischer Beatmung. In Einzelfällen werden auch antivirale Medikamente getestet.

Um schwere Verläufe einer Corona-Infektion zu verhindern, werden seit 28. Dezember 2020 unter anderem Über-80-Jährige mit höchster Priorität mit dem Impfstoffen der Hersteller Biontech/Pfizer sowie Moderna geimpft.


Gibt es eine schützende Impfung gegen Sars-CoV-2?

Seit dem 28. Dezember wird in Deutschland mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft.

Der deutsche Hersteller Biontech sowie der US-amerikanische Hersteller Pfizer beantragten Anfang Dezember für ihren gemeinsamen Corona-Impfstoff BNT162b2 eine Art Notfallzulassung in der EU und den USA. Diese Freigabe wurde erteilt und in Deutschland starteten die Impfungen am 28. Dezember 2020. Mittlerweile sind außerdem die Impfstoffe der Hersteller Moderna und AstraZeneca in der EU zugelassen. 


Wie kann ich mich derzeit vor einer Ansteckung durch Corona schützen?

Zum Schutz vor dem Corona-Virus, wie auch vor anderen Viren, empfehlen Experten gewöhnliche Hygienemaßnahmen: regelmäßiges Händewaschen und Abstand zu Erkrankten. Entgegen anfänglicher Einschätzungen der Experten sind außerdem Atemmasken für Mund und Nase unerlässlich. Zudem hilft es, Kontakte wie Umarmungen und Händeschütteln zu unterlassen und von vielen Menschen berührte Oberflächen wie Türklinken, Haltegriffe und Aufzugknöpfe nicht anzufassen.

 

Beim Aufenthalt in öffentlichen Räumen sollte man das Berühren der Nasenschleimhäute und das Reiben der Augen vermeiden, sagte der Greifswalder Hygienefacharzt Günter Kampf. "Das Virus will in die Atemwege." Zu Hause angekommen sollte man als erstes unbedingt die Hände gründlich waschen.

 

Zudem raten Experten dazu, Veranstaltungen mit vielen Menschen möglichst zu meiden. "Die großen Versammlungen, die Vergnügen darstellen, auf die müsste man verzichten, wie Fußball und Schützenfest", sagt Drosten. 


Was tue ich, wenn ich fürchte, mich mit Corona angesteckt zu haben?

Auf keinen Fall direkt in eine Praxis oder Notaufnahme gehen. Wer Symptome hat und – etwa wegen des Kontakts zu einem nachweislich Infizierten – befürchtet, an Covid-19 erkrankt zu sein, soll sich zunächst telefonisch bei seinem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt melden.

 

Wenn man nun wirklich daran erkrankt sein sollte, dann müsse man das Virus ja nicht unbedingt in ein voll besetztes Wartezimmer mit möglicherweise ohnehin schon immungeschwächten Menschen hineintragen, erklärt der Sprecher des Deutschen Hausärzteverbands, Christian Schmuck. Möglich ist es auch, die bundesweite Service-Telefonnummer 116 117 zu wählen.