Corona – Die wichtigsten Tipps und Fragen

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© Getty Images/portishead1

Das Corona-Virus prägt die Gesellschaft nun schon seit über zwei Jahren. Wir haben die wichtigsten Tipps und Fragen zu Covid-19 für Sie aufbereitet und übersichtlich zusammengefasst.

Was ist der Unterschied zwischen (Corona-)Isolierung und (Corona-)Quarantäne?

Zunächst stellt sich die Frage: Was ist überhaupt eine Isolierung, was ist eine Quarantäne? Isolierung ist eine behördlich angeordnete Maßnahme, die nach einer eindeutigen Corona-Diagnose durch PCR-Test vom Gesundheitsamt verhängt wird. Sie kann zu Hause, bei schwereren Verläufen aber auch im Krankenhaus stattfinden. Quarantäne gilt für Personen, die Kontakt zu Corona-Erkrankten hatten oder aus einem Risikogebiet einreisen. Ab dem 1. Mai 2022 gilt die Quarantäne nur noch als freiwillige Maßnahme. 

Isolierung wegen Erkrankung

Um Ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen und um sich selbst zu erholen, müssen Sie als Erkrankte:r verpflichtend zehn Tage zu Hause bleiben. Mit einem verifizierten, negativen Schnelltest-Ergebnis können Sie die Isolation aber nach fünf Tagen frühzeitig beenden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass Sie mindestens 48 Stunden symptomfrei sind. 

Im Gegensatz zur freiwilligen Quarantäne dürfen Sie in der Isolierung nicht nach draußen gehen. Ihren Einkauf müssen Sie selbst als Corona-Patient:in mit leichten Symptomen in jedem Fall von anderen Personen erledigen lassen. Am besten lassen Sie sich die Einkäufe vor die Wohnungstür stellen, um Kontakt zu vermeiden.

Wenn Sie nachweislich Kontakt zu einer infizierten Person hatten, müssen Sie sich zehn Tage lang in häusliche Quarantäne begeben. Ausnahmen gibt es für Geboosterte sowie für Zweifach-Geimpfte und Genesene, deren Grundimmunisierung nicht länger als drei Monate zurückliegt. Hier entfällt die Quarantäne-Pflicht als Kontaktperson komplett. Weitere Informationen zur Quarantäne-Regelung gibt es auf der Seite des Robert-Koch-Instituts.

Was können Sie tun, wenn Sie zu Hause bleiben müssen?

Kaum jemand bleibt gern zu Hause, wenn entweder Isolierung angeordnet ist oder die Ausbreitung von Corona durch Quarantäne eingedämmt werden muss. Aber was kann man eigentlich tun, wenn man das Haus lange Zeit nicht verlassen darf? Wir haben einige Vorschläge an Aktivitäten für Sie.

Aktivitäten mit Kindern in der Isolation

Damit Kinder verstehen, warum sie momentan das Haus kaum verlassen und ihre Freund:innen nicht treffen dürfen, bedarf es zuallererst einer ganz bestimmten Maßnahme: Aufklärung. Sie können Ihren Kindern einfach und altersgerecht erklären, was Covid-19 eigentlich bedeutet.

Laut Empfehlung von UNICEF gelingt Ihnen das am besten in einer für die Kinder gewohnten und angenehmen Umgebung – also beispielsweise beim Spielen oder Malen. Die Kinder dürfen Ängste und Sorgen haben und äußern, auf die Sie eine ernsthafte und möglichst wahrheitsgetreue Antwort geben sollten. Dabei kann auch ein "Ich weiß es nicht" manchmal das Richtige sein.

Neben aller Ernsthaftigkeit und dem Home-Schooling für Schulkinder darf natürlich auch der Spaß in den vier Wänden nicht zu kurz kommen. Da bieten sich die Klassiker Basteln, Fernsehen, Lesen und Hörbücher hören direkt an. Wer Glück hat und ein Haus oder eine Wohnung mit Garten bewohnt, der darf auch in Zeiten von Corona mit den Kindern nach draußen gehen und spielen. Händewaschen sollte danach jedoch selbstverständlich sein!

... und was man sonst noch in Zeiten von Corona tun kann

Ihnen fällt schon die Decke auf den Kopf und Sie sind unglaublich gelangweilt? Nicht verzagen! Sie können die gewonnene Zeit zu Hause ganz bewusst nutzen. Der Frühjahrsputz geht beispielsweise schließlich ganz ohne Kontakt nach außen.

Die im Zuge dessen aussortierte Kleidung aus dem viel zu vollen Schrank und die Möbel, die sowieso nur im Keller herumstehen, können Sie nach Corona für bares Geld verkaufen.

Sport gelingt Ihnen auch zu Hause. So stellen einige Sportler:innen ihre Home-Workouts mittlerweile online zur Verfügung. 

Wie soll ich momentan einkaufen und was muss ich beachten?

Sofern Sie nicht selbst positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, direkten Kontakt zu einer erkrankten Person hatten oder Symptome haben, dürfen Sie weiterhin einkaufen gehen. Hamsterkäufe sind nicht notwendig, da die Versorgung mit Lebensmitteln dauerhaft gesichert ist. Es gilt beim Einkaufen nun aber einige Regeln zu beachten.

Wie kaufe ich sicher und ohne Risiko für mich und andere ein?

Seit dem Ab dem 03. April gilt keine bundesweite Maskenpflicht mehr beim Einkaufen. Dennoch können Sie einiges beachten, um sich und andere zu schützen.

  • Expert:innen raten weiterhin zum Tragen einer Atmenschutz-Maske. 
  • Halten Sie Abstand zu anderen Einkaufenden.
  • Waschen Sie sich nach dem Einkaufen die Hände.
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Husten oder niesen Sie nur in die Armbeugen.
  • Zeigen Sie sich solidarisch und kaufen Sie für Risikogruppen ein.

Der Abstand zu den anderen Einkaufenden ist wohl die wichtigste Regel. So halten Sie die Ansteckungsgefahr für sich selbst und andere möglichst gering. Denn: Auch Sie können an Corona erkrankt sein, es aber (noch) nicht wissen. Die Krankheit geben Sie ggf. trotzdem weiter. 

Nach dem Einkauf sollten Sie mindestens 20 Sekunden lang die Hände mit Seife waschen. Etwaige Viren werden so fast gänzlich abgetötet.

Solidarität zeigt man in Zeiten von Covid-19, indem man Menschen aus Risikogruppen unterstützt. Oft suchen ältere Nachbarinnen und Nachbarn Hilfe beim Einkauf oder für Besorgungen, weil sie zu ihrem eigenen Schutz nicht mehr hinausgehen sollten. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit und Engagement angebracht – die anderen werden es Ihnen danken.

Beziehungen pflegen trotz Corona

Weniger Nähe heißt nicht weniger Freundlichkeit. Wie gehen wir also miteinander um? Abstand ist unerlässlich und für die Eindämmung des Virus zwingend erforderlich. Denken Sie für andere mit und halten die soziale Distanz ein. In Bayern wurden hierfür bereits zeitweise Ausgangsbeschränkungen eingeführt.

Beziehungen und Freundschaften enden dadurch trotzdem nicht. Der Weg zum Telefon ist nicht weit und Videochats können die Distanz in der Zwischenzeit überbrücken. Es spricht auch nichts dagegen, mit der engsten Familie spazieren zu gehen und die Natur zu genießen.

Zum Schutz von Risikogruppen sollten Sie auf Besuche bei älteren Menschen aktuell verzichten. Eine kontaktlose Unterstützung – beispielsweise beim Einkaufen – ist weiterhin unter erhöhten Schutzmaßnahmen möglich.

Arztbesuche

Dringende Arztbesuche lassen sich nicht vermeiden – obwohl viele Ärzt:innen mittlerweile eine telefonische Beratung anbieten. Diese Regeln gilt es bei einem Arztbesuch jetzt zu beachten.

Das müssen Sie vor einem Arztbesuch beachten

Gerade Hausärzt:innen sind durch die Corona-Krise absolut überlastet und an ihren Grenzen. Das Wartezimmer muss möglichst leer gehalten werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Aus diesem Grund sollten Sie – übrigens unabhängig davon, ob Sie nun Corona-Symptome haben – zunächst einmal in der Praxis Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes anrufen. Dort kann man Sie darüber aufklären, wie die Situation je nach Praxis individuell gehandhabt wird und ob eine Konsultation vor Ort notwendig ist.

Sollten Sie wirklich in die Arztpraxis kommen müssen, erkundigen Sie sich bezüglich der Vorsichtsmaßnahmen. 

Mit Corona-Symptomen: erst mal anrufen

Sie wollen zum Arzt oder zur Ärztin, weil Sie befürchten, an der Lungenkrankheit erkrankt zu sein? Um sich und andere zu schützen, sollten Sie sich zunächst telefonisch beraten lassen: bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116117 oder im akuten Notfall unter 112. Das weitere Vorgehen wird dann mit Ihnen besprochen.