Corona – Die wichtigsten Tipps und Fragen

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© Getty Images/portishead1

Das Coronavirus prägt die Gesellschaft nun schon seit Wochen. Wir haben die wichtigsten Tipps und Fragen zu COVID-19 für Sie aufbereitet und übersichtlich zusammengefasst.

Was ist eine (Corona-)Quarantäne und was bedeutet sie?

Zunächst stellt sich erst einmal die Frage: Was ist überhaupt eine Quarantäne? Sollten Sie wegen Corona unter Quarantäne stehen, ist das nicht einfach ein freiwilliges Zuhausebleiben und Abschirmen. Quarantäne wird im eigentlichen Sinne erst nach einer eindeutigen Corona-Diagnose durch einen Arzt verhängt.

Selbstquarantäne wegen Erkrankung

Um Ihre Mitmenschen vor einer Ansteckung mit Corona zu schützen und um sich selbst zu erholen, müssen Sie als Erkrankter verpflichtend zumindest zwei Wochen zuhause bleiben. Der Arzt kann jedoch auch eine längere Quarantäne anordnen.

Im Gegensatz zur freiwilligen sozialen Abschirmung dürfen Sie in der Quarantäne nicht nach draußen gehen. Ihren Einkauf müssen Sie auch als Corona-Patient mit geringen Symptomen in jedem Fall von anderen Personen erledigen lassen.

Achten Sie darauf, dass Ihre Kontaktpersonen den Mindestabstand einhalten und sich die Hände waschen und ggf. desinfizieren. Sollten Sie miteinander sprechen müssen, benötigen Sie – zusätzlich zum Mindestabstand – eine Schutzmaske für Ihr Gesicht. Besser ist es aber natürlich, wenn die Begegnung gänzlich kontaktfrei auskommt.

Was können Sie tun, wenn Sie zu Hause bleiben müssen?

Kaum jemand bleibt gerne zuhause, wenn er entweder unter Quarantäne steht oder die Ausbreitung von Corona durch soziale Distanz eindämmen muss. Aber was kann man eigentlich tun, wenn man das Haus lange Zeit nicht verlassen darf? Wir haben einige Vorschläge an Aktivitäten für Sie.

Aktivitäten mit Kindern in der Selbstisolation

Damit Kinder verstehen, warum sie momentan das Haus kaum verlassen und ihre Freunde nicht treffen dürfen, bedarf es zuallererst einer ganz bestimmten Maßnahme: Aufklärung. Sie können Ihren Kindern ganz einfach und altersgerecht erklären, was COVID-19 eigentlich bedeutet.

Laut Empfehlung von UNICEF gelingt Ihnen das am besten in einer für die Kinder gewohnten und angenehmen Umgebung – also beispielsweise beim Spielen oder Malen. Die Kinder dürfen Ängste und Sorgen haben und äußern, auf die Sie eine ernsthafte und möglichst wahrheitsgetreue Antwort geben sollten. Dabei kann auch ein "Ich weiß es nicht" manchmal das Richtige sein.

Neben aller Ernsthaftigkeit und Home-Schooling für Schulkinder, darf natürlich auch der Spaß in den vier Wänden nicht zu kurz kommen. Da bieten sich die Klassiker Basteln, Fernsehen, Lesen und Hörbücher hören direkt an. Wer Glück hat und ein Haus oder eine Wohnung mit Garten bewohnt, der darf auch in Zeiten von Corona mit den Kindern nach draußen gehen und spielen. Händewaschen sollte danach jedoch selbstverständlich sein!

…und was man sonst noch in Zeiten von Corona tun kann

Ihnen fällt schon die Decke auf den Kopf und Sie sind unglaublich gelangweilt? Nicht verzagen! Sie können die gewonnene Zeit zuhause ganz bewusst nutzen. Der Frühjahrsputz geht beispielsweise schließlich ganz ohne Kontakt nach außen.

Die im Zuge dessen aussortierte Kleidung aus dem viel zu vollen Schrank und die Möbel, die sowieso nur im Keller herumstehen, können Sie nach Corona für bares Geld verkaufen.

Und außerdem: Haben Sie nicht in den letzten Monaten ein bisschen zugenommen? Sport gelingt Ihnen auch zuhause. So stellen einige Sportler ihre Home-Workouts mittlerweile auch online zur Verfügung. Sogar manche Konzerte werden aus den Wohnzimmern der Sänger gestreamt. Der Spaß kommt also nicht zu kurz!

Wie soll ich momentan einkaufen und was muss ich beachten?

Sofern Sie nicht selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder Symptome verspüren, dürfen Sie weiterhin einkaufen gehen. Hamsterkäufe sind nicht notwendig, da die Versorgung mit Lebensmitteln dauerhaft gesichert ist. Es gilt beim Einkaufen nun aber einige Regeln zu beachten.

Wie kaufe ich sicher und ohne Risiko für mich und andere ein?

Beim Einkaufen müssen jetzt besondere Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. Außerdem benötigt es Solidarität unter den Bürgerinnen und Bürgern. Das sind die wichtigsten Regeln beim Einkaufen:

  • Halten Sie Abstand zu anderen Einkaufenden!
  • Waschen Sie sich nach dem Einkaufen die Hände!
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht!
  • Husten oder niesen Sie nur in die Armbeugen!
  • Zeigen Sie sich solidarisch und kaufen Sie für Risikogruppen ein!

Der Abstand zu den anderen Einkaufenden ist wohl die wichtigste Regel. So halten Sie die Ansteckungsgefahr für sich selbst und andere möglichst gering. Denn: Auch Sie können an Corona erkrankt sein, es aber (noch) nicht wissen. Die Krankheit geben Sie ggf. trotzdem weiter. Während des Einkaufs sollten Sie sich nicht ins Gesicht fassen und nur in die Armbeuge husten oder niesen – manchmal lässt sich der Reiz ja einfach nicht unterdrücken.

Nach dem Einkauf sollten Sie mindestens zwanzig Sekunden lang die Hände mit Seife waschen. Etwaige Viren werden so fast gänzlich abgetötet.

Solidarität zeigt man in Zeiten von COVID-19, indem man Menschen aus Risikogruppen unterstützt. Oft suchen ältere Nachbarn Hilfe beim Einkauf oder Besorgungen, weil sie zu ihrem eigenen Schutz nicht mehr hinausgehen dürfen. Hier ist erhöhte Aufmerksamkeit und Engagement angebracht – die anderen werden es Ihnen danken.

Beziehungen pflegen trotz Corona

Weniger Nähe heißt nicht weniger Freundlichkeit. Wie gehen wir also miteinander um? Abstand ist unerlässlich und für die Eindämmung des Virus zwingend erforderlich. Denken Sie für andere mit und halten die soziale Distanz ein. In Bayern wurden hierfür bereits vorübergehende Ausgangsbeschränkungen eingeführt.

Beziehungen und Freundschaften enden dadurch trotzdem nicht. Der Weg zum Telefon ist nicht weit und auch Videochats können die Distanz in der Zwischenzeit überbrücken. Es spricht auch nichts dagegen, mit der engsten Familie spazieren zu gehen und die Natur zu genießen.

Zum Schutz von Risikogruppen sollten Sie auf Besuche bei älteren Menschen aktuell verzichten. Eine kontaktlose Unterstützung – beispielsweise beim Einkaufen – ist weiterhin unter erhöhten Schutzmaßnahmen möglich.

Arztbesuche

Dringende Arztbesuche lassen sich nicht vermeiden – auch, wenn viele Ärzte mittlerweile eine telefonische Beratung anbieten. Diese Regeln gilt es bei einem Arztbesuch jetzt zu beachten.

Das müssen Sie vor einem Arztbesuch beachten

Gerade Hausärzte sind durch die Corona-Krise absolut überlastet und an ihren Grenzen. Das Wartezimmer muss möglichst leer gehalten werden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Aus diesem Grund sollten Sie – übrigens unabhängig davon, ob Sie nun Corona-Symptome haben – zunächst einmal in der Praxis Ihres Arztes anrufen. Dieser kann Sie aufklären, wie er die Situation individuell handhabt und ob eine Konsultation vor Ort notwendig ist.

Sollten Sie wirklich in die Arztpraxis kommen müssen, erkundigen Sie sich bitte bezüglich der Vorsichtsmaßnahmen. Es kann sein, dass Sie Handschuhe und Mundschutz tragen müssen.

Mit Corona-Symptomen zum Arzt

Sie wollen zum Arzt, weil Sie befürchten, an Corona erkrankt zu sein? Auf die Lungenkrankheit werden Sie aufgrund der beschränkten Anzahl an vorliegenden Tests nur getestet, sofern Symptome vorliegen, Kontakt zu Infizierten bestand oder Sie sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben.

Der Test läuft dann folgendermaßen ab: Der Mediziner entnimmt zunächst ein Abstrich aus dem Mund-, Nasen oder Rachenbereich. Da es bisher noch keinen zuverlässigen Schnelltest auf das Virus gibt, wird dieser Abstrich an ein Labor geschickt.

Das positive oder negative Ergebnis und weitere Handlungsempfehlungen erhalten Sie nach einigen Tagen per Post oder telefonisch von Ihrem Arzt.

Corona und Selbstständigkeit

Selbstständige – und vor allem Solo-Selbstständige – stehen durch die aktuelle Situation zum Teil vor einer Existenzkrise. Wie sollen die Erhaltungskosten und etwaigen Mietzahlungen gestemmt werden? Deutschland hat bereits einige Nothilfepläne für Selbstständige angekündigt, die sich gerade noch in der Umsetzung befinden.

Diese staatlichen Zuschüsse bekommen Sie jetzt als Selbstständiger

Zur Rettung von Kleinstunternehmen bis 10 Mitarbeitern und Selbstständigen plant die deutsche Bundesregierung Zuschüsse – die sogenannte Corona-Hilfe. Diese Unterstützung können Sie als Freiberufler, Solo-Selbstständiger und Kleinstunternehmer in Anspruch nehmen, wobei die Höhe der Auszahlung wahrscheinlich differiert.

Aus den bisher durchgesickerten Planungen geht hervor, dass Selbstständige bzw. Unternehmen unter 5 Mitarbeitern mit rund 9.000 Euro Hilfe rechnen können.

Alle Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern haben voraussichtlich Anspruch auf 15.000 Euro. Bisher hat aber nur Bayern die Soforthilfen fest eingeplant. Die übrigen Bundesländer haben noch keine Unterstützungen fest zugesichert.

Selbstständig in Österreich und der Schweiz

Die österreichische Regierung arbeitet aktuell an einem Konzept zu einem Härtefonds für Ein-Personen-Unternehmen und Kleinstbetrieben. Nähere Details sind dazu noch nicht bekannt, werden aber bald von der Wirtschaftskammer Österreich verkündet.

In der Schweiz sollen Selbstständige bald aus einem Topf mit Zusatzhilfen schöpfen können. Der Bundesrat hat dafür 32 Milliarden Schweizer Franken als Budget freigegeben. Auch hier folgen noch nähere Informationen.