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Rockstar Gene Simmons von der US-Rockgruppe Kiss ("I Was Made For Loving You") findet seine Band wichtiger als den Papst. "Was wir machen, ist viel bedeutender, als wenn der Papst am Ostersonntag eine Rede hält", sagte Simmons (69) vor dem europäischen Kiss-Tourauftakt in Leipzig der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn der Papst spricht, hören ihm nur Leute von seiner Religion zu. Wenn Angela Merkel oder Präsident Trump sprechen, hören Leute zu, die denen zustimmen. Die anderen wollen sich das nicht anhören."

"Mehr Rockbands"

Kiss aber machten Musik für alle, betonte Simmons, der mit seiner Band unter dem Motto "End Of The Road" zum letzten Mal auf Tournee geht. "Unsere Show machen wir für jeden, für jede Hautfarbe, jeden Glauben, jede politische Überzeugung", sagte der Musiker. "Die Welt könnte mehr davon vertragen, was wir machen. Wenn du die Welt vereinen willst, gründe mehr Rockbands, nicht politische Parteien und Religionen."

Religion trenne die Menschen, meinte Simmons, der selbst jüdischen Glaubens ist. "Es gibt religiöse Kriege, aber keine Kriege, weil einer Led Zeppelin mag und der andere Abba. Musik bringt Leute zusammen", sagte der Rocker und scherzte: "Jetzt bekomme ich sicher Ärger." Mit Kiss gibt Gene Simmons im Juni und Juli noch fünf weitere Deutschland-Konzerte in München, Essen, Berlin, Hannover und Iffezheim.