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Eine süße Überraschung

Als die Niederländerin Fiona Bottema im Supermarkt 24 Wachteleier kaufte, ahnte sie noch nicht, was sie später erwarten würde. Sie startete ein Experiment und legte die Eier in eine Brutmaschine – nur um einen Test zu machen. Doch nach zwei Wochen folgte die Überraschung: Sieben frisch geschlüpfte Wachtelküken tapsten fröhlich umher.

Bedenklicher Fund

So süß die kleinen Küken sind, so bedenklich ist es auch, dass der Brutversuch geklappt hat. Schließlich werden Eier in Supermarktketten als unbefruchtet angeboten. Der Importeur, der die Eier aus der Schweiz zu dem Einzelhandel gebracht hat, stuft die Wahrscheinlichkeit, dass befruchtete Eier angeboten werden, äußerst gering ein. Er behauptet sogar, dass die Chance, dreimal hintereinander im Lotto zu gewinnen, höher sei.

Der Start einer Facebook-Aktion

Fiona Bottema traut der Aussage aber nicht mehr. Um zu schauen, ob weitere Eier betroffen sind, gründet sie eine Facebook-Gruppe: „De superbroeders“, zu deutsch „Die Superbrüter“. Mittlerweile hat sie mehr als 300 Anhänger gefunden. Die Mission: Eier ausbrüten. Sogar eine Schulklasse will sich an dem Experiment versuchen und zeigen, dass so manches Ei ein kleines Wesen in sich trägt. Der „Welt“ berichtet Fiona Bottema, dass inzwischen von acht verschiedenen Menschen 17 Eier ausgebrütet wurden.

Supermarktkette ist erschüttert

Viele Beteiligte haben Freude an der Aktion und lieben ihre neu gezüchteten Familienmitglieder. Für die Supermarktkette sind die Küken jedoch ein echtes Fiasko – schließlich wollten die Geschäfte keine befruchteten Eier zum Verzehr anbieten. Die Verantwortlichen betonen daher, dass es sich um einen Fehler handeln muss, da Hähne und Hennen getrennt gehalten werden. Offensichtlich wurde ein männliches Exemplar jedoch übersehen und konnte sich unter die Hennen mischen. Darüber hinaus weist der Supermarkt besorgte Kunden darauf hin, dass der Verzehr befruchteter Eier unbedenklich ist – solange sie nicht angebrütet wurden.

Aber Achtung!

Natürlich sollte es sich bei der Brüt-Aktion auf Facebook nicht um einen einfachen Spaß handeln – schließlich entstehen dabei Lebewesen. Bottema betont deshalb umso deutlicher, dass andere nur mit dem Brüten beginnen sollten, wenn sie sich später auch um die potenziellen Küken kümmern können. Sie selbst hält inzwischen neun Wachtelküken auf ihrem Bauernhof.

Angeber-Fact: Küken sind ganz schön intelligente kleine Wesen – jedenfalls, wenn es nach den Erkenntnissen italienischer Forscher geht. In verschiedenen Versuchsreihen fanden sie heraus, dass die flauschigen Neugeborenen bereits zählen können.

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