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Unterschiedliche Laubbaumarten

Laubbäume haben Blätter – das ist das wichtigste Charakteristikum, das sie von Nadelbäumen unterscheidet. Zu ihnen gehören verschiedene Gattungen, nämlich Ahorn und Erle, Birke und Buche, Esche und Stechpalme, Obstbäume, Pappeln, Eichen, Weiden, Linden und Ulmen. Und diese wiederum gliedern sich in weitere Unterfamilien auf, zu der dann zum Beispiel Kastanienbaum, Haselnuss und Olivenbaum gehören.

Übrigens: Gefundene Blätter eignen sich nicht nur, um Laubbäume zu bestimmen, sondern auch wunderbar zum Basteln – aus Laub können im Handumdrehen zum Beispiel bunte Tiere werden.

Laubbäume bestimmen: Charakteristika der Kastanie

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Hängen keine Früchte dran, erkennen Sie die Kastanie ganz leicht an ihren Blättern, die wie dicke Finger aussehen. © pixabay

Der Kastanienbaum gehört zu den Buchengewächsen, unterschieden werden Edel- und Rosskastanie. Letztere ist vor allem in Mitteleuropa weit verbreitet. Ihre Kennzeichen: Sie wird bis zu 25 Meter hoch, hat eine prächtige Krone und bekommt zum Herbst hin rot-braune Früchte, die Kastanien. Daran erkennen Sie den Baum ganz bestimmt. Trägt er noch keine Früchte, geben aber auch die Blätter Aufschluss, denn die können bis zu 20 Zentimeter lang werden und haben mehrere dicke, gezackte „Finger“.

Wie sieht ein Haselnussbaum aus?

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Ganz easy: Hierbei handelt es sich natürlich um einen Haselnussbaum - die Früchte verraten es gleich. © pixabay

Um Laubbäume zu bestimmen, von denen Sie mit Sicherheit lediglich sagen können, dass sie keine Kastanien sind, bedarf es weiterer Vergleiche. Ähnlich leicht zu erkennen, ist die Haselnuss, denn auch sie trägt charakteristische Früchte. Diese stehen dicht beieinander und sind von einer Hülle umgeben. Haselnüsse haben Sie sicher auch schon mal zum Kuchenbacken verwendet oder Sie haben ein Möbelstück aus diesem Holz zuhause. Der Baum wird bis zu 20 Meter hoch – ist also etwas kleiner als die Kastanie – und unterscheidet sich auch in der Krone. Diese ist beim Haselnussbaum nämlich eher pyramidenförmig.

Der Baum des Jahres 2016 ist auch ein Laubbaum

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Laubbäume zu bestimmen, ist rein optisch manchmal gar nicht so leicht. Manchmal aber hilft auch der Geruch der Blüten - wie bei dieser Winterlinde. © ernstboese - Fotolia

Baum des Jahres 2016 ist übrigens die Winterlinde, auch Steinlinde genannt – ebenfalls ein Baum, den Sie bei Spaziergängen durch die Straßen und Wälder Ihrer Umgebung leicht erkennen werden. Ein paar typische Erkennungsmerkmale helfen Ihnen, den Baum zuzuordnen. Er wächst bis zu 40 Meter hoch und blüht von Juni bis Juli. Die Blüten lassen sich gut identifizieren, da sie sich zu viert bis zwölft an einem abstehenden Blütenstand befinden. Wenn Sie rankommen, schnuppern Sie doch mal an ihnen – riecht’s nach Honig, handelt es sich um eine Winterlinde.

Tropische Laubbäume bestimmen

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Olivenbäume sind meist unverkennbar. Sowohl Früchte als auch Blätter haben eine charakteristische Form und Farbe. © pixabay

In Kreuzworträtseln wird oft nach einem Ölbaumgewächs gefragt. Gut zu wissen: Es ist der Olivenbaum und dabei handelt es sich ebenfalls um einen Laubbaum, den es in allen Klimazonen gibt. Da er auch in den Tropen vorkommt, gilt er als tropischer Laubbaum. Bestimmen können Sie ihn leicht an seinen länglichen, glatten Blättern mit silbriger Unterseite und seinen ellipsenförmigen Früchten, den Oliven. Da der Olivenbaum immergrün ist, verliert er alte Blätter nach und nach und nicht alle auf einmal.

Typische Baumkrankheiten

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Da hat's jemandem aber geschmeckt: Angefressene Blätter sind meist ein untrügliches Zeichen für Baumschädlinge. © pixabay

Wo frisches Grün wächst, sind auch Baumschädlinge. Für diese sind Laubbäume ein besonderer Leckerbissen. Abgesehen von Pilzbefall, der durch Insekten ausgelöst werden kann, ist Blattfraß – zumindest wenn er über mehrere Jahre anhält – das wohl größte Problem der Laubbäume. Bestimmen lassen sich diese meist ohne Probleme: Raupen, Gallen und Blattläuse sind hier die schlimmsten Übeltäter. Haben Sie einen Laubbaum im Garten und bemerken Blattfraß, sollten Sie die Pflanzenreste entfernen und anschließend am besten verbrennen, damit sich die Krankheit nicht noch weiter ausbreitet.

Schäden können aber auch Ameisen anrichten, besonders wenn sie sich im Baum bereits ein Nest gebaut haben. Entfernen Sie auch diese unbedingt. Und noch ein Tipp für die kalte Jahreszeit: Entstehen im Winter Frostrisse in der Baumrinde, lassen Sie diese von einem Fachmann behandeln.

Wie Sie auch von Beet und Rasen Gartenschädlinge vertreiben, erfahren Sie ebenfalls im SAT.1 Ratgeber.

Fazit: Um Laubbäume zu bestimmen, achten Sie am besten zuerst auf Blätter und Früchte. An diesen lassen sich nämlich meist schon viele Besonderheiten erkennen, die Ihnen Aufschluss über die Gattung geben. Wer Glück hat, entdeckt sogar Haselnüsse oder Kastanien und kann sich so bei der Baumbestimmung ganz sicher sein.

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