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17:30 SAT.1 Bayern

Hoffnung für Gastronomie? Zutritt nur nach Selbsttests

05.03.2021 • 17:30

Nachdem einige Lockerungen beschlossen wurden, wollen auch die Gastronomen endlich eine Perspektive. Bayern hat beschlossen: Unter bestimmten Umständen dürfen Restaurants und Cafés ab dem 22. März zumindest ihre Außenbereiche öffnen. Allerdings müssen Gäste in manchen Fällen negative Selbsttests vorweisen. Macht die Regelung Sinn?

Hoffnung für Gastronomie?

Der Schützenhof in Würzburg.
So sah es noch im vergangenen Sommer aus.
Mit Abstand und Hygienekonzept konnte der Jahresumsatz einigermaßen gerettet werden.
Unter normalen Umständen würde Gudrun Berndt ihren Biergarten morgen aufmachen.
Doch ihre Hoffnung auf praktikable Lockerungen wurden enttäuscht.

Gudrun Berndt, Gastwirtin "Klarere Aussagen und eine Öffnungsmöglichkeit für die Außengastronomie mit bestimmten Vorgaben, aber nicht mit der Verantwortung das wir feststellen müssen wer ist geimpft wer ist nicht geimpft, wer hat den Schnelltest gemacht wer hat ihn nicht gemacht. Also wir sind nicht die Polizei im eigenen Biergarten, da haben wir keine Lust drauf"

Und so sehen die Regelungen aus:
Liegt die Inzidenz 14 Tage lang in einer Region unter 50 darf die Außengastronomie ab dem 22.03. geöffnet werden.
Bei einer Inzidenz zwischen 50 bis 100 geht das nur mit einer Terminbuchung.
Sitzen an einem Tisch Personen aus verschiedenen Hausständen ist ein tagesaktueller Schnell- oder Selbsttest erforderlich.

Genau dieser Punkt löst bei den Gastronomen Kopfschütteln aus

Thomas Geppert, DEHOGA-Landesgeschäftsführer "Mir kann ehrlicherweise gerade keiner erklären warum im Außenbereich ein negativer Schnelltest nötig ist. Zumal wenn sich zwei Haushalte treffen. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen sind ja bei zwei Haushalten. Das heißt im privaten sitzen die auch zusammen und warum die dann nicht am Platz in der Außengastronomie sitzen können das erschließt sich bei mir nicht"

Ach ja, wer einen Selbsttest braucht, muss den am Eingang des Biergartens durchführen.

Klaus Holetschek, CSU, Gesundheitsminister "Die Selbsttests bieten da eine Möglichkeit die ja neu da sind, aber es muss natürlich gewährleistet sein das es nachgewiesen werden kann, also denke ich wird das vor Ort gemacht werden müssen oder ich muss mit einem dementsprechenden Zertifikat kommen und das vorweisen und es gibt inzwischen ja auch digitale Lösungen."

Aufgrund des Wirrwarrs wird Gudrun Berndt ihren Biergarten dann wohl zu lassen.

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