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17:30 SAT.1 Bayern

Treibt Wolf sein Unwesen? Bereits 25 tote Tiere in Oberfranken

03.03.2021 • 17:30

Bereits 25 tote Tiere wurden im oberfränkischen Betzenstein gefunden. Experten sind sich ziemlich sicher, dass es ein Wolf war. Stimmt die Vermutung wirklich?

Schon zum zweiten Mal schlägt der Wolf in Oberfranken zu

Am frühen Morgen entdeckt Tierzüchter Hans Ertel die Stelle im Zaun, an der sich der Wolf in das Gehege gegraben hat:

HANS ERTEL, Tierzüchter
„Wir wussten ja nicht ob der Wolf oder die Wölfe noch da sind und waren dann natürlich schockiert.“
18 Tieren wurde die Kehle durchgebissen, typisch für einen Wolf -
rund jedem vierten Tier in diesem Gehege.

Der Rest - extrem verängstigt.
Genau wie gut tausend Meter weiter, im Gehege von Christian Leissner.
Hier schlug der mutmaßliche Wolf vier Tage vorher zum ersten Mal zu:

CHRISTIAN LEISSNER, Tierzüchter
„Wie ein Schlachtfeld, Massaker. Wir haben vier tote Mufflons drinnen, drei Stück Rotwild. Und man muss dazu sagen: die weiblichen Tiere waren alle hoch trächtig.“

Vier Tage, zwei Gehege, 25 totet Tiere. Bisher treibt der Wolf nur im oberfränkischen Betzenstein sein Unwesen. Auch in einem Kuhstall soll er dort schon geschnüffelt haben. Die Regierung rät allen Tierbesitzern, Elektrozäune zu errichten, übernimmt dafür sogar vollständig die Kosten:

KARSTEN GEES, Wildtiermanager Regierung Oberfranken
„Dieses Gatter, wenn er da einmal drin ist, ist ja abgezäunt. Er ist drin und seine Beutetiere können nicht raus. Und wenn er dann das Langsamste oder das, das nicht schnell genug weg war, das erste unglückliche erwischt hat, dann flitzen die anderen ja noch drumherum. Und dann ist er eben immer noch getriggert weiterzumachen.“

Jetzt muss die genetische Untersuchung zeigen, ob tatsächlich ein Wolf dahinter steckt - oder auch mehrere. Und auch, ob das bislang einzige in Bayern nachgewiesene Wolfsrudel damit zu tun hat - im Veldensteiner Forst, nur wenige Kilometer entfernt.

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