Die Mehrheit der Bayern lehnt die Wahl von Ursula von der Leyen zur EU- Kommissionspräsidentin ab.
Auf die Frage: „Begrüßen Sie die Wahl von Ursula von der Leyen zur neuen EU- Kommissionspräsidentin oder nicht?“

erklärten 54%, sie begrüßen die Wahl nicht, nur 42% begrüßen sie. Von den CSU- Wählern lehnen sogar 59% die Wahl von der Leyens ab.

Auf die Frage: „Ist aus Ihrer Sicht die von den Regierungschefs der EU-Länder vorgeschlagene Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen von der CDU alles in allem eine akzeptable Alternative zu Manfred Weber oder ist sie das nicht?“ erklärten 45%, sie sei eine akzeptable Alternative, für 51% ist sie das nicht. Auch hier sind die CSU-Wähler mit 56% besonders kritisch.

Die aktuellen Bemühungen von CSU-Chef Markus Söder, seiner Partei eine grünere Ausrichtung zu geben, wirken für die Mehrheit der Bayern unglaub- würdig.
Auf die Frage: „Meinen Markus Söder und die CSU es mit dem neuen Kurs bei Umwelt- und Klimapolitik ernst oder nicht ernst?“ antworten 51%, er meine es nicht ernst, 40% glauben an den Kurswechsel. Von den Regierungsanhängern glaubt die Mehrheit an das Umsteuern (CSU 59%, FW 60%), bei den übrigen Wählern überwiegt die Skepsis (nur 18% der Grünen-Wähler sind überzeugt).

Die Unzufriedenheit mit der Arbeit der Politiker und Parteien bleibt vor allem hinsichtlich der Bundesebene groß, für Kramp-Karrenbauer sind die Werte dramatisch:
Mit der Staatsregierung sind immerhin 52% der Bayern zufrieden. Mit Kanzlerin Merkel sind 53% unzufrieden, mit der Bundesregierung 70% und mit CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer 71% (22% zufrieden). Auch 65% der CSU-Wähler sind mit der CDU-Chefin unzufrieden!

Wäre am Sonntag Landtagswahl, würden die Bayern wie folgt abstimmen: CSU 37%, Grüne 22%, Freie Wähler 11%, AfD 9%, SPD 7%, FDP 5%, Linke 3% und Sonstige 6%.

Die Umfrage wurde vom Hamburger Umfrage-Institut GMS im Auftrag von „17:30 SAT.1 BAYERN“ durchgeführt. Es handelt sich um eine repräsentative Telefonbefragung mit 1003 Befragten im Befragungszeitraum 17. bis 22. Juli 2019.

München, den 23. Juli 2019
Jürgen Hofmann

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