- Bildquelle: SAT.1 © SAT.1

Thema: EXISTENZANGST UND MIETSCHULDEN

HILFE ZUM THEMA "MIETSCHULDEN"

Experten empfehlen, sich bei finanziellen Krisen und Schulden frühzeitig Hilfe zu holen und offen mit Banken und Gläubigern zu sprechen.

Wer aufgrund einer finanziellen Krise Probleme hat die Miete zu zahlen, sollte sich an den Vermieter wenden, ihm die Situation schildern und gemeinsam nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Zusätzlich sollte man sich an die örtliche Wohngeldstelle wenden und prüfen, ob ein Anspruch auf Wohngeld besteht.

Einzelne Städte helfen den Bürgern bei drohendem Wohnungsverlust z.B. durch Verhandlungen mit dem Vermieter, durch Übernahme der Mietschulden in Form eines Darlehns oder bei der Beschaffung einer neuen Wohnung.

FAKT ZUM THEMA "EXISTENZANGST IN DEUTSCHLAND"

Im Januar 2021 gaben 11% der Deutschen an, dass sich ihre finanzielle Lage durch die Auswirkungen der Corona-Krise stark verschlechtert hat. 87% der Befragten spürten hingegen keine starken Auswirkungen auf die persönliche finanzielle Lage. 45% der deutschen Einzelhändler (ohne Lebensmittelhändler) sehen laut einer aktuellen Umfrage aus 2021 ihre unternehmerische Existenz im Laufe des Jahres in akuter Gefahr.

HILFE FÜR SELBSTSTÄNDIGE

Die Bundesregierung unterstützt Soloselbstständige, Unternehmen und Einrichtungen, die von der temporären Schließung betroffen sind, mit finanziellen Hilfen wie z.B. die Überbrückungshilfe III, die seit Februar 2021 beantragt werden kann.

Es gibt eine Neustarthilfe für Selbstständige. Das KfW-Sonderprogramm läuft weiter. Für Härtefälle wird es gesonderte Hilfen geben. Alle wichtigen Fragen und Antworten gibt es auf der Website der Bundesregierung: www.bundesregierung.de.

Wer Fragen zu den Corona-Hilfsprogrammen der Bundesregierung, Fragen zur Antragstellung und Fragen technischer Art hat, erhält Antwort unter der Service-Hotline +49 30 – 530 199 322.

INFOS ÜBER WEBCAM-GIRLS/-BOYS

Webcam-Girls oder Cam-Girls sind Frauen, die in der Regel erotische Leistungen vor einer Webcam anbieten. Das männliche Gegenstück nennt sich Cam-Boy. Cam-Girls arbeiten in der Regel freiberuflich von zu Hause. Ihre Honorare sind steuerpflichtig. Ihr Verdienst ist vor allem davon abhängig, ob sie neben- oder hauptberuflich arbeiten. Das Repertoire von Webcamgirls reicht von Talk, Flirt, Dirty-Talk bis hin zur Hardcore Show. Webcamgirls arbeiten in der Regel freiberuflich von zu Hause. Ihre Honorare sind steuerpflichtig. Ihre Tätigkeit ist zudem eine gewerbliche Tätigkeit, die vor Beginn dem Gewerbeamt angezeigt werden muss. Man benötigt also eine Gewerbeanmeldung.

TIPPS ZUM ENTKOMMEN AUS DER SCHULDENFALLE

Tipps und Hilfestellungen wie eine Überschuldung vermieden werden kann oder wie man aus der Schuldenfalle wieder herauskommen kann, bietet der 67-seitige Ratgeber "Schulden abbauen – Schulden vermeiden" der Bundesregierung, der online verfügbar ist.

FAKTEN ZUM EINKOMMEN IN DEUTSCHLAND

Ende August 2020 gaben 37% der deutschen Haushalte (rund 15,5 Millionen) an, unter Einkommenseinbußen zu leiden. Die Hauptauslöser für den Rückgang des Einkommens waren Kurzarbeit (42%), der Verlust oder die Aussetzung des Nebenjobs (20%) oder, dass die selbständige Tätigkeit nicht oder nur begrenzt ausgeübt werden konnte (14%).

INFOS ZUM THEMA "EHE"

Prinzipiell besteht nach deutschem Recht selbstverständlich auch für Eheverträge Vertragsfreiheit. Eine Vertragsstrafe für das Fremdgehen zu vereinbaren, wäre demnach möglich, jedoch darf die Strafe nicht unangemessen hoch ausfallen, denn dann kann die Vereinbarung sittenwidrig sein. Das Fremdgehen während der Ehe (Ehebruch) ist in Deutschland seit 1969 straffrei.

HILFE GEGEN "SEXTING"

Bei Problemen mit Sexting, sexuellem Missbrauch, Zusendung von Pornos oder anderen sexuellen Übergriffen, kann man sich kostenfrei und anonym an das Hilfetelefon Sexueller Missbrauch unter 0800 22 55 530 oder auch online unter beratung@hilfetelefon-missbrauch.de Kontakt wenden.

INFO ZUM THEMA "KINDER & PRIVATSPHÄRE"

Kinder und Jugendliche haben ein gesetzlich verankertes Recht auf Privatsphäre. Willkürliches und ungefragtes kontrollieren und ausspionieren des Smartphones sind somit nicht rechtens, schädlich für das Vertrauensverhältnis und können die Beziehung nachhaltig stören.

TIPP ZUM THEMA "INTERNETNUTZUNG"

Die Website www.klicksafe.de vermittelt Internetnutzern, insbesondere Kindern und Jugendlichen, die kompetente und kritische Nutzung von Internet und Neuen Medien und schafft ein Bewusstsein für problematische Bereiche dieser Angebote.

HILFE BEI JOBVERLUST

Bei vielen Menschen lösen unvorhergesehene Ereignisse (Krankheit, Scheidung, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit) Überschuldung und Existenzängste aus. Angst kann lähmend wirken oder sogar krank machen. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig eine Schuldnerberatung aufzusuchen. Viele Familien geraten aufgrund von Kurzarbeit oder Jobverlust in eine finanzielle Notlage. Die Bundesregierung hat deshalb zahlreiche Unterstützungsmaßnahmen wie beispielsweise Kurzarbeitergeld oder Insolvenzgeld beschlossen.

HILFE BEI KURZARBEIT

Bis zum 31. Dezember 2021 können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer während der Kurzarbeit in einem Minijob (450 Euro) anrechnungsfrei hinzuverdienen. Über die kostenlose Beratungshotline der Agentur für Arbeit 0800 4 5555 00 können sich Beschäftigte rechtzeitig und umfassend zum Thema Kurzarbeit und Kurzarbeitergeld informieren und bei der Abrechnung unterstützen lassen.

FAKT ZUM THEMA "ARBEITSLOSENQUOTE"

Die Zahl der Arbeitslosen ist in 2020 in Deutschland angestiegen. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 % (2019 = 5,5%). 6,5 % entsprechen 2.695.444 Personen.

FAKTEN ZUM THEMA "WOHNUNGSLOSIGKEIT"

Am Stichtag 30.06.2018 waren nach Schätzung der BAG W insgesamt ca. 542.000 Menschen in Deutschland wohnungslos. Nach offiziellen Schätzungen liegt die Zahl der wohnungslosen Menschen in Köln bei 6.000. Eine Hilfsorganisation schätzt die Zahl auf 8.000 bis 10.000 Menschen.

HILFE BEI WOHNUNGSLOSIGKEIT

Wohnungslosigkeit ist keine Endstation. Wohlfahrtsverbände wie das Deutsche Rote Kreuz, der Caritas-Verband oder der Arbeiter-Samariter-Bund bieten bundesweit ein Netz der Unterstützung und kostenlose Beratungs- und Hilfsangebote. Für Obdachlose oder von Obdachlosigkeit bedrohte, kann die Stadt Köln sofort eine Unterkunft zur Verfügung stellen. Dazu ist eine persönliche Vorsprache bei der „Fachstelle Wohnen“ erforderlich. Wer sich mit der Überwindung von Wohnungslosigkeit überfordert fühlt und seine Notlage aus eigener Kraft nicht bewältigen kann, dem bietet die Stadt Köln umfangreiche Hilfen wie z.B. die Vermittlung von Notschlafstellen und Wohnangeboten, aber auch finanzielle Hilfe sowie Beratung und Begleitung an.

HILFE BEI DROHENDER EXISTENZNOT

Die Wohlfahrtsverbände Caritas oder Diakonie helfen und beraten bedürftige Menschen, die sich in sozialen Notlagen befinden und bieten oftmals kostenlose Sozialrechtsberatung und teilweise auch eine kostenlose Schuldnerberatung an. Menschen in Existenznot, deren Einkommen nicht zum Lebensunterhalt reicht, haben in Deutschland die Möglichkeit finanzielle Unterstützungsleitungen wie Einkommensergänzung durch Arbeitslosengeld II oder Wohngeld in Anspruch zu nehmen.

INFO ÜBER KNEBELVERTRÄGE

Als Knebelverträge werden Verträge bezeichnet, die im Grunde die unzulässige Benachteiligung eines Vertragspartners beinhalten. Solche Verträge können rechtlich ganz oder in Teilen unwirksam sein.

INFOS ÜBER ARBEITSVERTRÄGE

Eine Klausel im Arbeitsvertrag, wonach Überstunden mit dem Gehalt abgegolten sind, ist in der Regel unwirksam. Denn laut einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts, müssen geleistete Überstunden grundsätzlich entweder vom Arbeitgeber extra vergütet oder durch einen Freizeitausgleich kompensiert werden. Da sich in Arbeitsverträgen immer wieder unwirksame Klauseln befinden, die nicht auf den ersten Blick auszumachen sind, empfiehlt sich vor Vertragsunterzeichnung, einen Anwalt für Arbeitsrecht zu konsultieren und das Dokument prüfen zu lassen.

HILFE BEI GERINGEM EINKOMMEN

Menschen mit geringem Einkommen können beim zuständigen Amtsgericht einen Beratungsschein erhalten, der zur kostenlosen Rechtsberatung bei einem Anwalt ihrer Wahl berechtigt. Auch bei vielen Beratungsstellen der Verbraucherzentralen sind Rechtsberatungen bei belegbarer Zahlungsunfähigkeit kostenlos. Bei finanziellen Problemen raten Finanzexperten sich als erstes einen Überblick über die finanzielle Situation zu verschaffen, zweitens zu versuchen Kosten zu reduzieren (z.B. Versicherungen aussetzen) und drittens staatliche Hilfen zu nutzen (z.B. Wohngeld).

FAKTEN ÜBER "STASSENRAUB"

Die Polizei in Köln ermittelte 2020 in 539 Fällen wegen Straßenraub. Im Jahr 2019 gab es 1.249 polizeilich erfasste Fälle von Handtaschenraub in Deutschland.

TIPP BEI "STASSENRAUB"

Da Straßenräuber häufig Gewalt anwenden – mitunter auch unter Einsatz von Waffen und Gegenständen, rät die Polizei während der Tat Ruhe zu bewahren und keine Gefahr bringende Gegenwehr zu leisten und sich nicht den Anweisungen des Täters zu widersetzen.

INFOS ZU "ILLEGALER MÜLLENTSORGUNG"

Zu den in jüngster Zeit vermehrt beobachteten wild entsorgten Gegenständen gehören nicht nur Plastiktüten oder -flaschen, sondern auch Gartenabfälle, Kühlschränke oder Bauabfälle. Bei illegaler Abfallentsorgung oder Verbrennung sollte möglichst sofort das Ordnungsamt oder die Polizei informiert werden. Müllverbrennung ist illegal. In der Regel verhängt die zuständige Verwaltungsbehörde ein Bußgeld. Die Höhe der Bußgelder ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Darüber hinaus kann man sich durch illegale Müllentsorgung oder Verbrennung auch strafbar machen.

HILFE BEI "FINANZIELLEN SCHWIERIGKEITEN"

Experten raten bei finanziellen Schwierigkeiten zu prüfen, ob ein Anspruch auf staatliche Unterstützungsleistungen oder sonstige Leistungen (z. B. Wohngeld, Insolvenzgeld etc.) besteht. Selbstständige und Einzelunternehmer geraten wegen der Corona-Pandemie zunehmend in finanzielle Schwierigkeit. Schuldner- und Insolvenzberater helfen Ratsuchenden, die eigene Finanzsituation zu prüfen und unterstützen beim Planen der nächsten Schritte. Bei Zahlungsschwierigkeiten sollte man sich frühzeitig mit seinen Gläubigern in Verbindung setzten und sich möglichst schnell an eine Schuldnerberatungsstelle wenden. Die Anschriften der Schuldnerberatungsstellen findet man im Internet unter www.forum-schuldnerberatung.de.

TIPP FÜR "KREDITAUFNAHME"

Vor der Kreditaufnahme sollte eine Einnahmen-Ausgaben-Übersicht erstellt werden Zudem sollte man sich vor der Aufnahme eines Kredites bei mehreren Banken genauestens über die Kreditkonditionen informieren lassen.

Thema: STALKING

STREIT ZUHAUSE VERMEIDEN

Da viele Menschen gerade fast den ganzen Tag zu Hause sind, ist es wichtig, der Familie, den Mitbewohnern und Nachbarn die eigenen Bedürfnisse früh zu kommunizieren, bevor man wütend oder genervt ist.

Viele Konflikte in der Familie basieren auf Annahmen, Interpretationen, fehlender Transparenz, Halbwissen und mangelnder Kommunikation, daher ist es von zentraler Bedeutung miteinander über die Probleme zu sprechen.

Bei Familienkonflikten kann eine Mediation durch einen Familienmediator oder Mediatorin hilfreich sein. Hilfe bei der Vermittlung bietet der Bundesverband Mediation.

HILFE ZUM THEMA "STALKING"

Wer in oder von der Nachbarschaft belästigt oder gestalkt wird, sollte Anzeige bei der Polizei erstatten. Diese kann dann Nachbarn und Zeugen vernehmen, aber auch Beweise und Dokumente prüfen.

Um Belästigungen und Nachstellungen durch den Nachbarn zu beweisen, rät die Polizei möglichst alle Streitereien, Beschimpfungen und Drohgebärden zu notieren sowie Zeugenaussagen, Ton- und Bildaufnahmen, E-Mails, Facebook- und sonstige Posts, Fotos von eventuellen Schäden zu sammeln.

Stalking versetzt viele Betroffene in eine Ausnahmesituation und kann psychisch stark belastend sein. Die Polizei kann auf Wunsch Kontakte zu Hilfeeinrichtungen und Beratungsstellen vermitteln.

FAKT ZUM THEMA "STALKING"

In Köln kam es 2020 zu insgesamt 446 Anzeigen wegen Nachstellung (Stalking). Durch akribische Polizeiarbeit konnten mehr als 90% der Fälle aufgeklärt werden.

HILFE FÜR STALKING-OPFER

Die App "NO STALK" des WEISSEN RINGS unterstützt Stalkingopfer dabei, Stalking-Vorfälle per Foto-, Video- sowie Sprachaufnahmen chronologisch und lückenlos mit dem Smartphone zu dokumentieren. Die Aufnahmen zählen bei der Polizei bzw. vor dem zuständigen Gericht als vollwertige Beweise! Das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen unterstützt von Stalking betroffene Frauen unter der Nummer 08000 116 016 und kann an Beratungsangebote in der Nähe wie Opferschutzorganisationen weitervermitteln. Von Stalking Betroffene, aber auch Menschen, die selbst stalken, sowie deren Angehörige finden Hilfe bei der Beratungsstelle Stop-Stalking unter www.stop-stalking-berlin.de.

Thema: NEUE MEDIEN UND DEREN GEFAHREN

FAKTEN ZUM THEMA "BITCOINS"

Der Bitcoin war die erste Kryptowährung, die es überhaupt gab, sie wurde 2008 entworfen und ging im Januar 2009 an den Start. Aktuell ist ein einziger Bitcoin über 40.000 Euro wert. Im Januar 2021 gab es knapp 19 Millionen Bitcoins. Im Durchschnitt werden 1.800 Bitcoins pro Tag gewonnen. Die Gesamtanzahl an Bitcoins ist auf 21 Millionen Stück begrenzt. Laut Bundesbank entspricht eine einzige Bitcoin-Transaktion dem monatlichen Stromverbrauch eines Einfamilienhaushalts in Deutschland. Das bedeutet eine immense Belastung für Klima und Umwelt.

INFOS ZU "KRYPTOWÄHRUNGEN"

Kryptowährungen sind eine “High-Risk, High-Reward”-Situation. Man kann alles verlieren oder viel gewinnen. Daher raten Fachleute nie mehr zu investieren, als man bereit ist zu verlieren. Aufgrund starker und unvorhersehbarer Kursschwankungen sind Kryptowährungen wie Bitcoin ein sehr risikobehaftetes Spekulationsobjekt. Daher empfehlen Finanzexperten Privatanlegern immer nur mit kleinen Beträgen in Kryptowährungen einzusteigen, da stets mit einem Totalverlust gerechnet werden muss. Experten warnen davor, größere Summen an Kryptowährungen an Online-Börsen oder in digitalen Apps auf dem Smartphone oder Computer zu speichern. Denn das Internet eröffnet Hackern zu viele Hintertüren, um Wallets der Nutzer zu knacken.

FAKT ZUM THEMA "HOMEOFFICE"

In einer Umfrage unter deutschen Unternehmen aus 2020, gaben 5,7% der Unternehmen eine Steigerung der Produktivität beim mobilen Arbeiten an. Dagegen meldeten 30,4% der Firmen unveränderte und 27% sogar gesunkene Produktivität ihrer Belegschaften.

INFOS ÜBER HOMEOFFICE

Arbeit im Home Office erfolgt von zuhause aus, wobei Arbeitnehmer sich per Telefon oder Internet mit Kunden, Kollegen und Vorgesetzten absprechen. Immer mehr Arbeitnehmer nehmen Home Office in Anspruch.

Auch im Homeoffice gilt, dass Arbeitnehmer ihre Pflichten aus dem Arbeitsvertrag erfüllen müssen. Wer dagegen dauerhaft verstößt, z.B. indem man in der Arbeitszeit einem anderen Job nachgeht, riskiert eine Abmahnung oder sogar eine Kündigung.

INFOS ÜBER "MITARBEITERÜBERWACHUNG IM HOMEOFFICE"

Eine Mitarbeiterüberwachung im Homeoffice, per Video oder der Einsatz von Spionagesoftware, ist grundsätzlich illegal und nur bei dringendem Verdacht einer Straftat oder gravierenden Pflichtverletzung erlaubt. Die unerlaubte Mitarbeiterüberwachung im Homeoffice per Video, stellt einen schwerwiegenden Eingriff in das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Beschäftigten dar. Betroffene Arbeitnehmer können vors Arbeitsgericht ziehen und Schmerzensgeld und Entschädigungen wegen der Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte einfordern.

HILFE BEI "ÜBERWACHUNG IM HOMEOFFICE"

Wer von seinem Arbeitgeber unrechtmäßig überwacht wird, sollte laut Rechtsexperten zunächst Kontakt zum Betriebsrat oder der Gewerkschaft aufnehmen. Zudem sollte ein fachkundiger Anwalt aufgesucht werden. Wenn ein Arbeitgeber vorsätzlich unbefugt Mitarbeiter überwacht, drohen hohe Geldbußen und Entschädigungen.

TIPPS GEGEN "ÜBERWACHUNG ÜBER DIE WEBCAM"

Da die Webcam eines Computers von außen gehackt werden kann und sie sich mittels eines Programms relativ einfach zu einer Überwachungskamera umfunktionieren lässt, sollte man sie vor fremden Zugriffen schützen. Wer seine Webcam vor fremdem Zugriff schützen möchte, sollte seinen PC mit einem Antivirenprogramm, einem Anti-Hacker-Programm und die Webcam mit einem einzigartigen Passwort sichern. Zudem sollte die Webcam, wenn sie nicht benutzt wird deaktiviert und abgeklebt werden.

FAKTEN ZUM THEMA "GEWINNSPIELSUCHT"

Laut einer Erhebung zur Glücksspielsucht, gibt es in Deutschland 229.000 Menschen mit problematischem und 200.000 Menschen mit wahrscheinlich pathologischem Spielverhalten. Am Ende einer „Glückspielerkarriere“ steht in den allermeisten Fällen eine hohe Verschuldung. Laut Untersuchungen haben nur knapp 28% der süchtigen (pathologischen) Spieler und Spielerinnen keine Schulden, bei ca. 18% übersteigt der Schuldenstand einen Gesamtwert von 25.000 Euro.

HILFE BEI FORDERUNGEN DES INKASSOUNTERNEHMENS

Stehen Inkassounternehmen vor der Tür, sollte man sich davon nicht einschüchtern lassen. Werden die Schuldeneintreiber aggressiv oder wollen nicht gehen, sollte man die Polizei hinzurufen. Um ausstehende Forderungen einzutreiben bedienen sich viele Gläubiger fremder Hilfe, z.B. privater Inkassounternehmen. Neben seriösen gibt es auch unseriöse Inkassounternehmen mit betrügerischen Absichten. Hier gilt, grundsätzlich kein vorformuliertes Schuldanerkenntnis, auch keine vorformulierte Ratenzahlungsvereinbarung eines Inkassodienstes ohne gründliche Prüfung zu unterschreiben. Auf der Website der Verbraucherzentrale können Verbraucher unter dem Stichwort „Inkasso-Check“, kostenlos Inkassoforderungen überprüfen lassen und erhalten eine rechtliche Ersteinschätzung sowie bei Bedarf einen Musterbrief an das Inkasso-Unternehmen, in dem der Forderung widersprochen werden kann.

TIPPS BEI AUFNAHME EINES KREDITES

Finanzexperten raten sich von niemandem zu einer übereilten Kreditaufnahme verleiten zulassen. Besondere Vorsicht ist vor Kreditvermittlern und Geldinstituten geboten, die über Kleinanzeigen, Postwurfsendungen oder das Internet ihre Dienste anbieten und „schnelles Geld“ versprechen. Bevor ein Kredit aufgenommen wird, sollten grundsätzlich erst der genaue eigene Finanzbedarf ermittelt und anhand dessen bei mehreren Anbietern die Kreditkonditionen geprüft und verglichen werden. Für Rückfragen bietet sich die örtliche Verbraucherzentrale als neutrale Beratungsstelle an.

HILFE BEI GLÜCKSSPIELSUCHT

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet kostenfrei und anonym unter der Nummer 0800 1 37 27 00 eine individuelle Telefonberatung und Informationen zur Glücksspielsucht an. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet glücksspielsüchtigen Menschen Hilfe und Beratung und ein Online-Ausstiegsprogramm auf der Website www.check-dein-spiel.de an.

HILFE BEI SCHULDEN

Informationen über Beratungsmöglichkeiten und Beratungsstellen bei Ver- und Überschuldung können über die zentrale Behörden-Telefonnummer 115 oder das Infotelefon der Bundesregierung unter der 030 18 272 272 0 eingeholt werden.

FAKTEN ZUR SMARTPHONE-NUTZUNG

In einer Studie zur Smartphone-Nutzung aus 2020, schätzten 38% der Deutschen die eigene Smartphone-Nutzung als zu hoch ein und 31% verspürten den Zwang, dauernd auf ihr Handy schauen zu müssen. Laut Studien schauen Menschen durchschnittlich über 80-mal pro Tag auf ihr Handy und unterbrechen dafür alle 18 Minuten andere Tätigkeiten.

INFOS ÜBER EXZESSIVE MEDIENNUTZUNG

Die unkontrollierte und exzessive Nutzung von „neuen Medien”, Internet, Laptop, Tablet, Smartphone, ist ein relativ neues Phänomen und bisher noch wenig erforscht. Einige Mediziner ordnen sie in die Gruppe der Suchterkrankungen ein, da die Symptome ähnlich sind wie die von Alkohol- und Nikotinsucht: Starkes Verlangen, innerer Zwang, Kontrollverlust und Entzugserscheinungen. Laut Experten kann exzessiver Medien- oder Smartphone-Konsum zu psychischen Erkrankungen beitragen und ohne das Betroffene es bemerken, zu Vereinsamung führen. Da Betroffene sich oftmals sozial zurückziehen und Familie, Freunde und Hobbys vernachlässigen.

 INFOS ÜBER DIE SYMPTOME DER HANDYSUCHT

Symptome für eine Handysucht sind z.B. starke gedankliche und emotionale Fokussierung auf das Smartphone, Entzugserscheinungen bei Nichtnutzung und exzessiver Konsum trotz Gefährdung des Berufs- oder Privatlebens. Wenn der Verzicht auf das Smartphone schon für kurze Zeitspannen schwerfällt und der Entzug oder die Wegnahme des Smartphones zu Stress, Wut, Ärger oder Frustration führt, sollte der Konsum bewusst reduziert und ggf. professionelle in Anspruch genommen werden.

HILFE BEI VERMUTETER HANDYSUCHT

Wer das Gefühl hat, dass ein Angehöriger (Partner, Kind, Freund) seine Mediennutzung nicht mehr im Griff hat, sollte zunächst das Gespräch suchen und dabei seine eigenen Beobachtungen, Gefühle und Sorgen offen ansprechen und den Betroffenen motivieren, sich professionelle Unterstützung zu suchen. Wer bei sich selbst, Angehörigen oder Freunden eine problematische Smartphone-Nutzung oder eine Sucht vermutet, kann sich an eine Suchtberatungsstelle, einen Psychotherapeuten, eine Ambulanz oder eine auf Suchterkrankungen spezialisierte Klinik wenden. Ein Test zur Smartphone- oder Handysucht findet sich auf der Seite von www.therapie.de.

HILFE BEI MEDIENABHÄNGIGKEIT

Auf der Webseite des Fachverbandes Medienabhängigkeit www.fv-medienabhaengigkeit.de finden Betroffene und Angehörige Beratungs- und Anlaufstellen, die auf das Thema Medienabhängigkeit spezialisiert sind.

TIPPS FÜR DAS VORBEUGEN EINER HANDYSUCHT

Ein gutes Mittel um Handysucht zu bekämpfen, ist den Bildschirm seines Smartphones nur noch in Graustufen darzustellen. Dadurch wird die Benutzung für die Augen auf Dauer anstrengend und somit unattraktiver. Um einer Handysucht entgegenzuwirken sollte das Smartphone stumm geschaltet, Push-Benachrichtigungen reduziert oder ganz abgeschaltet und E-Mail-Benachrichtigungen auf manuellen Abruf umgestellt werden.

INFOS ÜBER "ONLINE-DATING"

Der Begriff Online-Dating umschreibt die Partnersuche über das Internet. Online-Dating wird als Dienstleistung von spezialisierten Internetportalen - sogenannten Singlebörsen oder Kontaktbörsen - angeboten.

INFOS ÜBER "ONLINE-DATING & FAKE PROFILE"

Dating-Apps bergen viele Risiken. So können z.B. durch Screenshots, Informationen und Bilder von Dritten dazu benutzt werden, Fake-Profile zu erstellen. Da die Apps meist über keine Suchfunktion verfügen, ist es nur schwer nachzuvollziehen, ob ein Fake-Profil  von einem selbst im Umlauf ist. Bei einer Verwendung von Fakeprofilen mit Namen im Internet, sollten Betroffene Strafanzeige bei der Polizei stellen und einen Rechtsanwalt aufsuchen. Wenn Dritte auf Internetplattformen Fakeprofile auf fremden Namen anlegen und vortäuschen ein anderer zu sein, verstoßen sie gegen das Recht am eigenen Namen. Oftmals gehen mit der Nutzung weitere strafbare Handlungen wie Betrug, Verletzungen des Bildrechts, Verleumdungen, etc. einher. Wenn unerwünschte Fotos oder Videos von einer Person im Internet auftauchen, sollte sich diese sofort mit dem Anliegen der Löschung der Aufnahmen an den Anbieter des Dienstes wenden und ggf. Anzeige bei der Polizei erstatten.

INFOS ÜBER "SEXTING"

Das freiwillige Verschicken und Tauschen von intimen selbstgemachten Aufnahmen über digitale Medien, wird "Sexting" genannt. Es wird meist zur Selbstdarstellung, zum Kennenlernen, Flirten, als Liebesbeweis bzw. zur Beziehungspflege oder zur gegenseitigen sexuellen Erregung genutzt. Einer der problematischen Aspekte bei Sexting ist, dass man nie ganz sicher sein kann, ob die Aufnahmen nicht doch unerlaubt an Dritte gelangen. Insbesondere im digitalen Raum gibt es zu viele Möglichkeiten ein Bild zu kopieren, zu screenshoten oder zu speichern.

TIPPS ZUM THEMA "SEXTING"

Einer weltweiten Studie zufolge speichert jeder Vierte intime Fotos auf Smartphone oder Tablet. Die Polizei rät daher, zum Schutz von Missbrauch, niemals "intime private" Bilder zu verschicken oder zu speichern.

INFOS ZU "CYBERMOBBING"

Cybermobbing beschreibt das absichtliche Bedrohen, Belästigen oder Beleidigen einer Person über das Internet. Meist agieren die Täter anonym, sodass die Opfer nicht nachvollziehen können, von wem sie belästigt werden. Oftmals sind es jedoch auch Personen aus dem sozialen Umfeld. Cybermobbing fällt unter Cyberkriminalität und stellt eine Form der psychischen Gewalt dar. Cybermobbing fällt unter Cyberkriminalität und stellt eine Form der psychischen Gewalt dar. Beim Cybermobbing wird vor allem beleidigt und beschimpft. Oft werden auch Lügen und Gerüchte verbreitet, unangenehme Fotos geteilt und Fakeprofile erstellt. Mobbing schädigt Menschen, oft noch lange danach. Daher darf es nicht toleriert und muss beendet werden – es sollte Anzeige bei der Polizei erstattet werden.

FAKTEN ÜBER "CYBERMOBBING"

Cybermobbing ist vor allem unter Jugendlichen verbreitet, weil oft noch die Sensibilität für die Tragweite der Mobbing-Angriffe fehlt. So haben rund 15 Prozent der Jugendlichen in Deutschland im Alter von 14 bis 15 Jahren schon Erfahrungen mit Cybermobbing als Opfer gemacht. In einer Umfrage unter Cybermobbingopfern gaben 62% der befragten Jugendlichen aus Deutschland an, aufgrund des Aussehens im Internet gemobbt worden zu sein.

HILFE BEI "CYBERMOBBING"

Beleidigungen, Hass-Postings und gemeine Bilder können direkt in den Diensten, in denen sie auftauchen gemeldet werden. Zudem besteht die Möglichkeit, Dinge oder Personen zu melden und zu blockieren. Da Mobbing im Internet für Jugendliche zu einer ernsten Belastung werden kann, wurde eine „Cyber-Mobbing Erste-Hilfe App“ entwickelt. Neben konkreten Verhaltenstipps, rechtlichen Hintergrundinformationen und Links zu anonymen Beratungsstellen finden Jugendliche Tutorials zum Melden, Blockieren oder Löschen von beleidigenden Kommentaren auf Social-Media-Plattformen. Jugendliche und junge Erwachsene, die von Cyber-Mobbing betroffen sind und sich anonym Rat holen wollen, können sich an das Beratungsteam von Jugendlichen auf www.juuuport.de oder an die Nummer gegen Kummer unter 116111 wenden.

Thema: KEINE KRANKENVERSICHERUNG

FAKTEN ÜBER DIE KRANKENVERSICHERUNG

Die Zahl der Menschen ohne Krankenversicherung ist in den vergangenen fünf Jahren stark gestiegen. Im vergangenen Jahr hatten 143.000 Menschen keine Krankenversicherung, 2015 waren es noch rund 79.000.

FEHLENDE KRANKENVERSICHERUNG

Wer ohne Krankenversicherung ist, kann bei Krankheit keine ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen oder muss die Kosten für eine ärztliche Behandlung selbst tragen. Wer aus finanzieller Not nicht krankenversichert war bzw. ist, sollte seinen Versicherungsschutz unbedingt wiederherstellen und den geringstmöglichen Beitrag entrichten. Zudem sollte eine Ratenzahlung vereinbart werden, um ggf. aufgelaufene Schulden abzustottern. Rund 61.000 Menschen in Deutschland haben trotz einer Versicherungspflicht keine Krankenversicherung.

HILFE BEI FEHLENDER KRANKENVERSICHERUNG

Wer seine Krankenversicherung aus finanzieller Not heraus verloren hat und krank ist, kann sich an Karitative Hilfsorganisationen wie z.B. die Malteser Migranten Medizin wenden, die kostenlose und anonyme Erstuntersuchungen und eine Notfallversorgung anbieten. Auch manche Ärzte und Ambulanzen bieten Sprechstunden für Patienten Menschen ohne Krankenversicherung an. Die Patientenberaterinnen und -berater der Verbraucherzentralen unterstützen Menschen ohne Krankenversicherung. Auskünfte erhält man z.B. bei der Beratungsstelle Köln telefonisch unter 0221 846188 – 01.

Thema: NACHBARSCHAFTSSTEITIGKEITEN

FAKTEN ZUM THEMA "NACHBARSCHAFTSSTREITIGKEITEN"

In einer repräsentativen Umfrage zum Thema Nachbarschaftsstreit, gaben rund 46% der befragten Bundesbürger an, schon einmal Streit mit dem Nachbarn gehabt zu haben. Eine repräsentative Studie hat ergeben, dass sich 69% der Deutschen ein freundschaftliches Verhältnis zu ihren Nachbarn wünschen. 

HILFE BEI "NACHBARSCHAFTSSTREITIGKEITEN"

Bei einem Nachbarschaftsstreit sollte man zuerst versuchen, die Meinungsverschiedenheit in einem persönlichen Gespräch zu klären. Wichtig dabei ist ruhig, sachlich und respektvoll zu sein und dem Nachbarn nicht direkt mit Anschuldigungen und Vorwürfen zu begegnen. Die Polizei sollte man erst dann rufen, wenn man das Problem nicht durch eigene Ansprache lösen kann. Die Nummer 110 sollte grundsätzlich nur in Notfällen gewählt werden! Bei Nachbarschaftsstreitigkeiten hilft es in vielen Fällen eine neutrale Vermittlungsperson einzuschalten, z.B. einen Mediator oder sich an spezialisierte Schlichtungsstellen und Schiedsämter zu wenden.

TIPP GEGEN NACHBARSCHAFTSSTREIT

Gegenseitige Rücksichtnahme und gemeinsam geschmiedete Kompromisse helfen Nachbarschaftsfehden vorzubeugen. Regelmäßige Treffen mit den Nachbarn helfen zudem dabei, die Beziehung aufrechtzuerhalten und neuem Streit aus dem Weg zu gehen.

FAKTEN ZUM THEMA "KURZARBEIT"

Während der Corona-Krise waren im Januar 2021 laut Berechnungen und Schätzungen des ifo-Instituts rund 2,6 Millionen Personen in Kurzarbeit, die meisten davon waren im Verarbeitenden Gewerbe beschäftigt. Im April 2020 waren laut Angaben der Agentur für Arbeit rund sechs Millionen Personen in Kurzarbeit. Damit wurde der bisherige Rekordmonat Mai 2009, als 1,44 Millionen Menschen in Kurzarbeit waren, deutlich übertroffen.

TIPPS BEI FAMILIENSTREITIGKEITEN

Bei Familienstreit raten Familienpsychologen: Der Weg zur Versöhnung beginnt bei demjenigen, der gekränkt wurde. Der andere kann seine Handlung oder Beleidigung nicht ungeschehen oder ungesagt machen, deshalb muss der Gekränkte sich aktiv zur Versöhnung entscheiden. Wenn in Streitsituationen die Konfliktparteien zu emotional reagieren, schaukelt sich die Situation hoch. Daher raten Experten eine Pause einzulegen oder sich auf den nächsten Tag zu vertagen.

INFO ÜBER DIE INSTALLATION VON ÜBERWACHUNGSKAMERAS

Bei der Installation von Überwachungskameras auf dem privaten Grundstück, ist wichtig, dass weder das Nachbargrundstück noch gemeinsame Zugangswege oder Einfahrten überwacht werden. Denn eine solche Beobachtung würde in das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Nachbarn eingreifen.

TIPPS FÜR ZUHAUSE

Neben all den neuen Herausforderungen wie Homeoffice, Homeschooling und Aufgaben zu Hause, ist es laut Medizinern wichtig, ausreichend Pausen zu machen, regelmäßig zu essen und sich ausreichend zu bewegen, um körperlich und seelisch ausgeglichen zu bleiben.

TIPPS FÜR EINE GUTE NACHBARSCHAFT

Wenn der Nachbar einen zuparkt, kann das Falschparken gemeldet werden. Für solche Fälle ist das Ordnungsamt zuständig. Allerdings sollte vorher das Gespräch gesucht werden. Bringt das Gespräch nichts, sollte der konkrete Fall am besten schriftlich festgehalten werden. Einer Studie zufolge hatte fast die Hälfte der Bundesbürger schon einmal Auseinandersetzungen mit dem Nachbarn. 53% davon hatten bereits Ärger mit dem Nachbarn wegen falsch geparkter Autos.

INFO ZUM THEMA "LEBEN MIT BEHINDERUNG"

Einen Wegweiser rund um das Thema “Leben mit Behinderung” bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales unter www.einfach-teilhaben.de.

FAKTEN ZUM THEMA "NACHBARSCHAFTSSTREIT"

In einer Umfrage zu Nachbarschaftsstreit gaben 79% der Befragten aus der Region Köln/Bonn an, dass sie das Problem besprechen und 33%, dass sie der Konfrontation mit dem Nachbarn aus dem Weg gehen und sich lieber weiter ärgern.

TIPPS ZUM GRILLEN IN EINER WOHNSIEDLUNG

Um einen Nachbarschaftsstreit durch starke Rauchentwicklung und Geruchsbelästigung beim Grillen zu vermeiden, sollte anstatt eines Holzkohlegrills ein Gas- oder Elektrogrill genutzt werden. Generell kann Rauchentwicklung durch die Verwendung von Alufolie oder Grillschalen reduziert werden. Vor dem Grillen sollte man die Nachbarn von seinem Vorhaben in Kenntnis setzen, sodass diese die Fenster rechtzeitig schließen können und nicht durch eine mögliche Rauch- und Geruchsentwicklung gestört werden.

INFOS ZUM GRILLEN IN EINER WOHNSIEDLUNG

Grillen führt immer wieder zu Nachbarschaftsstreits, denn nicht nur mögliche unangenehme Gerüche sondern auch Qualm und Ruß können störend sein. Grundsätzlich gilt aber, dass Nachbarn es akzeptieren müssen, wenn auf dem Balkon oder im Garten gegrillt wird. Allerdings gibt es Einschränkungen. In einigen Bundesländern, wie z.B. Nordrhein-Westfalen, ist laut Landesgesetz das Grillen im Freien nur erlaubt, wenn es gelegentlich und zeitlich beschränkt stattfindet und dafür gesorgt wird, dass die unvermeidbaren Geruchsemissionen nicht konzentriert in die Wohn- oder Schlafräume von Nachbarn dringen.

INFO ÜBER DAS ANBRINGEN EINER VIDEOKAMERA

Wer eine Videokamera zur Überwachung des Grundstücks oder Gartens des Nachbarn installiert, macht sich strafbar. Selbst wenn die Kamera zur Überwachung des eigenen Grundstücks errichtet wurde und das nachbarliche Grundstück von der Kamera erfasst wird, stellt dies einen Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Nachbarn dar.

TIPPS FÜR EINE GUTE NACHBARSCHAFT

Um ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis zu fördern, sollte man Toleranz und Rücksichtnahme aufbringen, Grenzen erkennen und akzeptieren, Dialogbereitschaft und Einfühlungsvermögen zeigen, miteinander anstatt übereinander reden, Kritik annehmen und das eigene Handeln hinterfragen. Bei Nachbarschaftsstreit ist es immer erst sinnvoll das direkte Gespräch zu suchen, die eigene Sicht darzustellen und die Beeinträchtigung sachlich zu beschreiben sowie zu versuchen, einen Kompromiss zu finden. Sollte dies nicht zum Erfolg führen, kann ein neutraler Dritter zur Vermittlung hinzugezogen werden.

HILFE BEI NACHBARSCHAFTSPROBLEMEN

Wer sich häufig von seinem Nachbarn gestört fühlt, sollte das Gespräch mit ihm suchen und nur wohlüberlegt die Polizei oder das Ordnungsamt hinzuziehen. Denn danach ist ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis nur noch schwer möglich. Zudem führt es meist zur weiteren Verhärtung der Fronten und zur Verschärfung des Konflikts. Bei Streit zwischen Nachbarn ist es hilfreich, sich zunächst z.B. bei der Gemeinde- oder Stadtverwaltung zu informieren, was der Nachbar rechtlich eigentlich darf.

INFOS ÜBER "ZWANGSERKRANKUNGEN"

Bei vielen Zwangserkrankungen sind Trennungs- und Verlustängste insbesondere der Verlust von Bezugspersonen, wie beispielsweise durch den Tod des Lebenspartners ursächlich für die Zwangsstörung. Die Bezugspersonen der Zwangserkrankten (Familie, enge Freunde etc.) werden sehr häufig in die Zwangshandlungen mit eingebunden. Sie müssen sich beispielsweise bestimmten Säuberungsritualen unterziehen. In Deutschland leiden viele Menschen unter Ängsten und Phobien. Am häufigsten ist die Angst vor Spinnen und ähnlichen Krabbeltieren.

FAKTEN ZU "ZWANGSERKRANKUNGEN"

In Deutschland leiden etwa 1,6 Millionen Menschen unter Zwangserkrankungen bzw. an einer Form der Zwangsstörung wie z.B. dem Wasch- und Putzzwang. Die übersteigerte Angst vor Ansteckung und Verunreinigung mit Bakterien wird Mysophobie genannt. Da diese Ansteckungsangst die Symptome Wasch- und Putzzwang hervorruft, wird sie als psychische Zwangsstörung angesehen.

HILFE BEI "ZWANGSERKRANKUNGEN"

Psychologen raten Angehörigen von Zwangserkrankten, diese möglichst nicht bei ihren Zwangsritualen zu unterstützen, dem Zwangserkrankten Grenzen zu setzen und nicht den eigenen kompletten Alltag von dessen Zwängen bestimmen zu lassen. Psychologen empfehlen Angehörigen von Zwangserkrankten zu versuchen, den Betroffenen dazu zu bringen therapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die wirksamste Therapie bei Zwangsstörungen ist die Verhaltenstherapie. Als Ergänzung zur Therapie raten Psychologen ihren Patienten aber auch zur Teilnahme an Selbsthilfegruppen. Auf der Seite, www.zwaenge.de, der Deutschen Gesellschaft für Zwangserkrankungen e.V. finden Zwangserkrankte, aber auch Angehörige Orientierungshilfe für den Alltag und Verhaltensempfehlungen.

FAKTEN ZU "ZUKUNFTSÄNGSTE"

In einer Befragung unter Psychiatern und Psychotherapeuten aus Oktober und November 2020 berichten 79%, dass finanzielle Sorgen, Zukunftsängste und die Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ihre Patienten belasten.

INFOS ÜBER "ZUKUNFTSÄNGSTE"

Laut Psychologen ist insbesondere in Krisen wie z.B. in Zeiten von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit, das Einhalten von gewohnten Tagesabläufen und Routinen (gemeinsames Frühstück oder die Sporteinheit) wichtig. Denn dies sorgt für Struktur und bietet Sicherheit. Soziale Isolation, familiäre Konflikte, finanzielle Sorgen und Zukunftsängste und die räumliche Enge zu Hause und fehlende Rückzugsmöglichkeiten sind derzeit besondere Stressmomente. Daher sollte gegenwärtig auf ein tolerante und auf verständnisbasierendes nachbarschaftliches Verhältnis geachtet werden.

HILFE ZU "KURZARBEITERGELD"

Die Agentur für Arbeit zahlt das Kurzarbeitergeld als teilweisen Ersatz für den durch einen vorübergehenden Arbeitsausfall entfallenen Lohn. Das Kurzarbeitergeld wird bei der jeweils zuständigen Arbeitsagentur beantragt. Die zuständige Dienststelle findet man hier: www.arbeitsagentur.de/ueber-uns/ansprechpartner.

HILFE BEI "ZUKUNFTSÄNGSTE"

Das Bürgertelefon zur gesundheitlichen Prävention des Bundesministeriums für Gesundheit vermittelt Adressen und Ansprechpartner unter 030 / 340 60 66 03.

Hier noch mal alle Folgen "Auf Streife - Spezial" kostenlos sehen!