Das Wort Sepsis stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet übersetzt soviel wie „Fäulnis“, man kennt sie auch unter dem Namen Blutvergiftung. Schätzungen zufolge erkranken in Deutschland jährlich 175.000 bis 180.000 Menschen an einer Sepsis, die ohne rechtzeitige Therapie fast immer tödlich endet. So sterben hierzulande jährlich etwa 51.000 bis 60.000 Patienten an der Erkrankung, was die Sepsis zur dritthäufigsten Todesursache in Deutschland macht und fast ebenso viele Todesopfer wie der Herzinfarkt fordert. Oft sind Lungenentzündungen, Bauchraumentzündungen oder Harnwegsinfekte Auslöser für die Sepsis, aber auch eine Mandelentzündung, ein Kratzer auf der Haut oder ein vereiterter Zahn können ausreichen, um eine Blutvergiftung auszulösen. Da die meisten Sepsis-Fälle die Folge von Lungenentzündungen sind, könnte das Risiko einer Erkrankung durch entsprechende Impfungen, wie zum Beispiel gegen Pneumokokken durchaus gesenkt werden.

Hättest du es gewusst? Ein roter Streifen entlang der Lymphbahn ist kein eindeutiges Zeichen für eine Sepsis, sondern lediglich ein Hinweis auf eine örtliche Entzündung. Wer zudem denkt, die Tetanus-Impfung schütze vor einer Sepsis, liegt ebenfalls falsch. Sie verhindert nur den vom Bakterium C. tetani ausgelösten Wundstarrkrampf.