Mitten in der Hitzewelle ist klar, warum bei vielen Menschen Schlaf grade zu kurz kommt: Es ist einfach zu heiß, schon der dünnste Hauch Stoff lässt uns im Bett in Schweiß ausbrechen, von der Decke mal ganz zu schweigen. Viele haben da nicht nur Probleme beim Ein- und Durchschlafen, sondern werden auch noch von Albträumen geplagt.

Einer Umfrage der Techniker Krankenkasse zufolge schläft jeder dritte Deutsche bei hochsommerlichen Temperaturen schlecht. Dabei sind Frauen offenbar stärker als Männer, Jüngere heftiger als Alte betroffen.

Deshalb träumt ihr im Sommer schlechter

Die Hitze kann außerdem besonders lebhafte Träume auslösen – und nicht unbedingt von der guten Sorte! Experten sagen: Temperatur ist ein wesentlicher Faktor, was das Schlafen angeht. Besonders: Die Körpertemperatur. Bei Hitze ist der Körper demnach damit beschäftigt, die innere Temperatur der äußeren anzugleichen. Bei einer zu warmen Schlafumgebung gelingt das aber nicht. Bei zu warmen Temperaturen kann der Körper nicht abkühlen, was den Einschlafprozess stört. Perfekt ist laut Experten dagegen eine kühle Zimmertemperatur von 18 Grad.

Die Hitze beeinflusst unsere Psyche

Dabei machen die heißen Temperaturen nicht nur unserem Körper, sondern auch unsere Psyche. Der Körper zeigt uns auch im Schlaf: Ich fühle mich nicht wohl.

Drei Albträume kommen beim Schlafen in einem warmen Zimmer besonders häufig vor:

Verfolgt werden

Es ist ein besonders häufig auftretender Angsttraum. Man will fliehen, kann sich aber nicht von der Stelle bewegen. Hindernisse unserer Flucht sind dabei etwa schwere Beine oder eine Sackgasse. Der mögliche Grund: Der Körper möchte dem heißen Zimmer entfliehen, schafft es aber nicht.

Bedroht werden

Wenn wir schlafen, verarbeiten wir unsere Emotionen. Auch das kann sich auf die Psyche auswirken. Träume sind dabei laut Experten ein psychosomatisches Ereignis, Emotionen drücken sich auf ganzer Körperebene aus. Wenn also zum Beispiel die Atmung durch die Hitze beeinflusst wird, fühlt sich der Körper bedroht.

Sterben

Im Traum sterben: Wirklich keine tolle Sache. Auch hier spielt die Atmung eine Rolle: Schläft man in einem warmen Zimmer, fühlt man einen schweren Druck auf der Brust und bekommt schlechter Luft. Im Traum kommt das dem Gefühl des Erstickens nahe, wir haben das Gefühl, zu sterben.

Das hilft:

Gegen unfreiwillig heiße Nächte gibt es das ein oder andere Hilfsmittel. So kann man zum Beispiel eine Wärmflasche umfunktionieren und mit kaltem Wasser füllen. Für zwei Stunden in den Kühlschrank und voilá.

Falls vorhanden könnt ihr die Kellertür auflassen. Von dort strömt vielleicht etwas muffige, aber zumindest kühle Luft durchs Haus. Prioritäten setzen.

Vor dem Schlafengehen statt kalt lieber lauwarm duschen. Durch kaltes Wasser ziehen sich die Poren zusammen und man schwitzt mehr.

Ein paar Tropfen Teebaumöl im Shampoo erfrischen die Kopfhaut – also durchs Haare waschen im wahrsten Sinne des Wortes einen kühlen Kopf bewahren.