Mit dem öffentlichen Stillen ist es ja so eine Sache. Während es für die einen selbstverständlich ist, hat es für andere in Restaurants, Cafés und Einkaufsläden einfach nichts zu suchen.

In den US-Bundesstaaten Utah und Idaho sorgte das immer wieder für Konflikte. Denn anders als in allen anderen US-Staaten wurden stillende Mütter hier bisher nicht durch das Gesetz geschützt. Konkret bedeutete das: Sie konnten jederzeit dazu aufgefordert werden, das Stillen in der Öffentlichkeit zu unterlassen.

Doch das ist jetzt vorbei. Denn ein neues Gesetz legalisiert das öffentliche Stillen in den beiden Bundesstaaten. Damit ist es Frauen jetzt überall in den USA offiziell erlaubt, ihr Kind öffentlich zu stillen.

Politiker wie Paul Amador begrüßten das neue Gesetz. „Ich finde es enttäuschend, dass wir das Jahr 2018 schreiben und dieses Gesetz erst jetzt erlassen wurde. Ich glaube, wir können hier eine offensive Haltung einnehmen um diese natürliche Verbindung zwischen Mutter und Kind und die gesundheitlichen Vorteile zu unterstützen“, so der Republikaner aus dem Bundesstaat Idaho.

Ein vergleichbares Gesetz gibt es in Deutschland nicht. Das Bundesernährungsministerium bemüht sich allerdings darum, dem Stillen in der Öffentlichkeit ein möglichst positives Image zu verleihen. Zu Konflikten kam es in der Vergangenheit trotzdem immer wieder. 2015 wurde eine Mutter im öffentlichen Nahverkehr Hamburgs aufgefordert, ihr Kind woanders zu stillen. Ein Jahr später gab es einen ähnlichen Vorfall in einem Berliner Café.

Was ist eure Meinung zu dem Thema?