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Nachhaltig Leben - Wie geht das? 60 nützliche Tipps für deinen Alltag

Wir bestimmen heute, wie die Menschen von morgen leben werden. Jeder kann einiges tun, um den eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten. Doch wo fängt man an? Welche Möglichkeiten gibt es und was bedeutet “Nachhaltigkeit” überhaupt? Viele Antworten und Tipps findest du in unserem Nachhaltigkeit-Leitfaden.

Im Clip: Nachhaltiger leben

Nachhaltigkeit: Was versteht man unter dem Prinzip?

Nachhaltig bedeutet kurz gesagt, dass man nur das verbraucht, was sich von alleine wiederaufbauen, regenerieren oder nachwachsen kann. Der Begriff wird vorrangig im Zusammenhang mit Umweltschutz verwendet.

Die Erde möglichst lange so zu erhalten, dass sie lebenswert bleibt und alle Menschen sowie Lebewesen und künftige Generationen leben können, ohne unter dem Klimawandel oder aufgebrauchten Ressourcen leiden zu müssen, ist das Ziel der Nachhaltigkeit. Betroffen sind nahezu alle Bereiche des täglichen Lebens, egal ob ökologisch, sozial oder wirtschaftlich. Hierbei gibt die Umwelt den ausschlaggebenden Faktor, denn ist unsere Erde nicht bewohnbar, funktionieren wirtschaftliche Prozesse genauso wenig wie soziale.

Nachhaltig leben: Was bedeutet das?

Immer mehr Menschen sprechen davon, dass es unumgänglich ist, nachhaltiger zu denken, zu handeln und zu leben. Dies bedeutet, dass sich jeder einzelne überlegen kann und sollte, welche Punkte er im Alltag ändern kann, um das eigene Leben umweltbewusster zu gestalten. Dabei geht es nicht darum, sein Leben von jetzt auf gleich umzukrempeln, sondern Schritt für Schritt die richtigen Lösungen zu finden, die sich für den eigenen Alltag am besten eignen und sich in diesen integrieren lassen.

Probleme, die durch ein nachhaltigeres Leben vielleicht gelöst werden könnten:

  1. Klimawandel
  2. Plastikmüll
  3. Artensterben
  4. Überfischung
  5. Abholzung von bedrohten Wäldern
  6. Luftverschmutzung

Ökologischer Fußabdruck, was ist das eigentlich?

Möchtest du herausfinden, wie nachhaltig sich dein Alltag schon gestaltet? Hierfür kannst du mithilfe verschiedener Tests deinen ökologischen Fußabdruck berechnen. Der Test enthält Fragen aus allen Bereichen des alltäglichen Lebens und gibt an, wie viel Land benötigt werden würde, um all deine verbrauchten Ressourcen nachhaltig abzudecken. Er ist ein idealer Anhaltspunkt für den Start in ein umweltschonendes Leben, denn das Ergebnis ist für die meisten ein echter Schock.

Earth- Overshoot Day: Was bedeutet er?

Der Earth Overshoot Day, findet jährlich statt und verschiebt sich immer wieder. Er gibt den Tag an, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen, die der Planet innerhalb eines Jahres wiederaufbauen kann, aufgebraucht hat. Das Ziel ist es, das Datum des sogenannten Welterschöpungstages immer weiter nach hinten zu verschieben, um den Planeten langfristig nachhaltiger zu gestalten.

Nachhaltigkeit in das alltägliche Leben integrieren, so funktioniert's!

Zur Nachhaltigkeit kann jeder einen Beitrag leisten und das ist auch gar nicht so schwierig! Schlussendlich wird jeder auf unserem Planeten davon profitieren. - Ein lohnenswerter Grund für jeden von uns, um zu schauen, welche nachhaltigen Optionen in den Alltag integriert werden können. Wir lieben unseren Planeten, daher haben wir dir hier 60 Tipps in verschiedenen Kategorien aufgelistet, mit denen du dein Leben nachhaltiger gestalten kannst.

Nachhaltig einkaufen: Darauf kannst du beim Einkauf achten

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Wir alle tun es, manche mehrmals die Woche und vielen macht es super viel Spaß: Einkaufen gehen! Ob Grundnahrungsmittel, Leckerbissen für Zwischendurch oder die Shoppingtour am Wochenende - Die Einkaufsläden sind voll mit Versuchungen und Produkten der verschiedensten Arten. Auf welche einfachen Punkte du beim Kauf und Konsum von alltäglichen Lebensmitteln und weiter Produkten achten kannst, haben wir dir hier zusammengestellt.

1. Frag dich vorab, ob du etwas wirklich brauchst!

Das 50. T-Shirt oder die neue Kaffeetasse. Das Meiste in unserem Haushalt besitzen wir im Überfluss und brauchen es leider viel weniger, als wir wirklich zugeben wollen. Daher frag dich vor jeder neuen Anschaffung genau, ob das Produkt, welches du kaufen möchtest, wirklich notwendig ist und wie oft du es benutzen wirst. Das spart Ressourcen und schont zudem auch noch deinen Geldbeutel. Minimalistisch leben ist die Lösung!

2. Weniger Lebensmittel wegschmeißen, durch geplanten Konsum.

Vor allem bei Lebensmitteln ist die Verschwendung enorm. Pro Kopf landen etwa 75 Kilogramm Lebensmittel jährlich im Müll. Wenn du nachhaltiger leben möchtest, ist dies einer der ersten Punkte, die du einfach selber ändern kannst: Fang an deine Lebensmittel besser zu planen. Überlege dir genau, wann du was essen möchtest und was du dafür brauchst, damit du nichts wegschmeißen musst. Vermeide spontane Großeinkäufe und Verlockungen von Sonderangeboten. Kaufe leicht verderbliche Lebensmittel wie Brot, Obst und Gemüse nur nach Bedarf.

Produkte, die das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten haben, sind deswegen nicht unbedingt schlecht! Öffne sie, rieche dran und probiere im besten Fall. Schmeckt das Produkt ganz normal, ist es in der Regel auch noch genießbar und muss nicht entsorgt werden. Bedenke: Das Mindesthaltbarkeitsdatum gibt dir lediglich einen Anhaltspunkt, bis wann das jeweilige Lebensmittel mindestens haltbar ist.

3.  Wiederverwendbare Taschen aus Stoff oder Papier

Der Einkauf wurde wieder einmal größer als erwartet und du fragst dich, wie du den Berg an neu erworbenen Lebensmitteln oder anderen Produkten nach Hause kriegen sollst? Anstatt zu einer Plastiktasche zu greifen, die in den Kassenbereichen vieler Läden zum Verkauf aushängt, solltest du auf die Variante aus Stoff oder Papier zurückgreifen. Noch besser: Nimm dir jedes Mal einen Leinenbeutel als Vorsichtsmaßnahme mit.

4. Manchmal gar nicht so einfach: Verpackungsfreie Produkte wählen

Nicht nur in der Obst- und Gemüseabteilung lohnt es sich genauer hinzusehen. Auch Kekse, Müslis, Schokoriegel und viele andere Produkte sind doppelt und dreifach oder jedes Stück einzeln verpackt. Komplett unnötig! Greife hier bewusst zu Produkten ohne doppelte Verpackungen oder mit Verpackungen aus Papier.

5. Plastiktüten braucht keiner mehr!

Viele Supermärkte sind schon umgestiegen und haben sie gar nicht mehr im Angebot: die dünnen Plastikbeutel aus Kunststoff. Diese Beutel werden meist nur für den kurzen Weg aus dem Supermarkt bis nach Hause benötigt und landen danach im Müll.

Wenn dein Supermarkt nicht bereits selber auf Papierbeutel umgestiegen ist, könntest du dir selber Baumwollbeutel mitbringen, damit nichts durch den Wagen kullert. Äpfel, Banane und Co. schaffen es aber auch gut komplett ohne Verpackung bis in die eigene Küche - die haben ja schließlich eine robuste Schale. Auch Brote können in den eigenen Baumwollbeuteln eingekauft werden.

6. Saisonalität beachten

Kaufe vorzugsweise regionale Produkte, die in deinem Umfeld produziert werden. Durch den kürzeren Transportweg werden CO2-Emissionen eingespart. Zusätzlich unterstützt du so im besten Fall auch noch kleine regionale Händler und Unternehmen.

7. Bioprodukten den Vorzug geben

Bioprodukte genießen einen guten Ruf. Zurecht? Definitiv! Bei dem Anbau von Bio Produkten werden keine chemischen Spritzmittel und Pestizide verwendet. Felder werden mit verschiedenen Kulturen bestellt und es ist nur eine begrenzte Anzahl an Tieren pro Quadratmeter erlaubt. Bio lohnt sich also sowohl für deine Gesundheit, als auch für die Gesundheit des Planeten.

8. Glaspfand - da hab' ich noch nie von gehört!

Wusstest du, dass auf vielen Joghurtgläsern Pfand ist? Mit 0,15 ct sind die meisten Mehrweg-Gläser und Flaschen, wie z. B. Milchflaschen bepfandet. Ab jetzt hast du also keine Ausrede mehr, die in Plastik verpackten Varianten zu kaufen!

9. Qualität statt Quantität. Kaufe hochwertiger statt immer neu!

Nachhaltiger als immer wieder neue Dinge zu kaufen, ist es, dir immer von vornherein Dinge anzuschaffen, die lange halten. Es spart Unmengen an Ressourcen, wenn nicht mehr so viele Dinge produziert werden müssen, weil die alten einfach länger halten.

10.  Auf Mikroplastik & Palmöl verzichten

Unglaublich aber war: Palmöl steckt mittlerweile in der Hälfte aller Supermarkt Produkte - Tendenz steigend. Das umstrittene Öl ist in der Produktion so beliebt, da es vielen Produkten zur cremigen Konsistenz verhilft. - Und das in Kosmetika und Lebensmitteln. Für den Anbau der weitläufigen Anlagen werden jedoch wichtige Regenwälder abgeholzt und Ackerflächen zerstört.

Mikroplastik ist eine der größten Umweltbelastungen. Die kleinen Plastikteilchen landen zuhauf in unseren Meeren und können nicht herausgefiltert werden. Wenn sich die kleinen Teilchen langfristig in unserem Gewebe und dem aller Tiere einlagern, kann das zu Entzündungen und anderen Krankheiten führen. Versuche daher beim Kauf von neuen Produkten darauf zu achten, dass sie frei von Mikroplastik sind.

11. Second-Hand-Shops und Tauschbörsen

Du hast du dazu entschieden, etwas Neues zu kaufen? Dann könntest du auch erst versuchen, diese Dinge gebraucht zu finden. Tauschbörsen, Flohmärkte und Second-Hand- Plattformen werden immer beliebter und somit das Angebot auch immer größer. 

Du hast Dinge, die du nicht mehr haben möchtest? Auf diesen Plattformen lassen sich auch alle möglichen Gegenstände wie Kleidung oder Elektrogeräte super verkaufen. So bekommst du für deine alten Sachen sogar noch Geld!  Wenn du für deine überflüssigen Dinge nichts mehr bekommen möchtest, findest du sicher auch schnell Menschen, an die du deine Besitztümer verschenken kannst.

12. Fair Produziert - vor allem bei Textilien!

Die Zeiten von Fast- Fashion sollten schon lange vorbei sein. Fair hergestellte Kleidung muss nicht mehr altbacken und öko aussehen. Trendige und moderne Labels etablieren sich zurteit am Markt und bieten die Möglichkeit in Kleidung zu investieren, für die weder Menschen noch die Umwelt leiden mussten.

Beim Kauf von Kleidung kannst du darauf achten, nach zeitlosen und gut kombinierbaren Teilen zu gucken. So benötigst du weniger Kleidungsstücke an sich und kannst dennoch gekonnt stylen und kombinieren was das Zeug hält. Achte auch auf eine gute Qualität, damit deine Kleidung lange hält.

13. Mach es selber!

Bevor du Sachen neu kaufst, überleg dir, ob du sie nicht eventuell sogar selber herstellen kannst. Viele Dinge, die du dafür brauchst, hast du vermutlich schon zuhause. Das funktioniert zum Beispiel super mit Putzmitteln, Seifen, Duschgels und Shampoos, sowie Cremes und vielen weiteren Produkten.

Nachhaltigkeit in der Ernährung

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Vielleicht achtest auch du, wie viele andere Menschen darauf, dass du deinem Körper das gibst, was er braucht. Es ist an der Zeit genau dasselbe für unseren Planeten zu tun! Nachfolgend findest du einfache und vor allem nachhaltige Tipps, die sich gut in deinen Alltag und deine Ernährung integrieren lassen.

14. Fairtrade-Gütesiegel: Auch bei Lebensmittel beachten

Günstiger um jeden Preis - so lautet die Mentalität vieler Hersteller. Dies spiegelt sich letztendlich in der Bezahlung vieler hart arbeitender Bauern in Entwicklungs- und Schwellenländern wider. Diese sind aufgrund der niedrigen Entlohnung oftmals nicht im Stande ein menschenwürdiges Leben zu führen. Zum Positiven beeinflussen kannst du das, indem du vermehrt Produkte mit Fairtrade-Gütesiegel kaufst. Diese Produkte sind nicht nur fair gegenüber Menschen, sondern werden oftmals wesentlich umweltschonender und mit besseren Inhaltsstoffen produziert.

15. Den Fleischkonsum reduzieren, das kann fast jeder!

Den typischen Sonntagsbraten kennt heutzutage kaum noch jemand. Fleisch ist zum absoluten Massenprodukt geworden. Wenn du dein Leben nachhaltiger gestalten möchtest, ist einer der ersten und wirksamsten Schritte, den eigenen Fleischkonsum zu überdenken und zu senken. Fleischalternativen gibt es mittlerweile zuhauf: Produkte aus Soja, Erbsenprotein und anderen natürlichen Grundstoffen, die wesentlich umweltschonender sind, erobern die Supermärkte und schmecken inzwischen oft täuschend echt.

Kannst du dich noch nicht komplett von deinem Fleischkonsum lösen, versuche ihn zumindest etwas herunterzuschrauben. Zudem solltest du darauf achten, dein Fleisch aus regionaler Bioproduktion zu kaufen. Das ist zwar teurer als die Preise, die man durch die billige Massenproduktion gewohnt ist, spiegelt sich jedoch in einer wesentlich besseren Fleischqualität wider, die sich mit grundlegend besseren Haltungsbedingungen erklären lässt.

16. Soja ist schlecht für die Umwelt! Oder nicht?

Sojamilch und Fleischersatzprodukte auf Soja-Basis. - Lange wurden die vegetarisch und veganen Ersatzprodukte von vielen Leuten verteufelt. Behauptet wurde, dass die für die Produktion notwendigen Sojabohnen von Feldern stammen, für die unter anderem Regenwälder abgeholzt werden müssen. Tatsache ist: der Großteil des so angebauten Sojas landet im Futtersoja für die Massentierhaltung. Ein weiterer wichtiger Punkt also, warum du an deinem Fleischkonsum arbeiten solltest.

17. Foodsharing: Bevor Lebensmittel im Müll landen

Wenn du in einer größeren Stadt wohnst, informiere dich doch einmal über Foodsharing! Die Initiative hat sich gegen Lebensmittelverschwendung ausgesprochen und sammelt von Händlern aussortierte Lebensmittel, die anschließend unter allen verteilt werden. So kommst du kostengünstig an einwandfreie Lebensmittel, die eigentlich im Müll gelandet wären.

18. Lebensmittel haltbar machen

Hast du einmal zu viele Lebensmittel eingekauft oder gibt es aufgrund von saisonalem Angebot übermäßig viel von einem Produkt, kannst du zum Beispiel Obst super einkochen! Mach deine Marmelade selber oder koch direkt mehrere Portionen Bolognese auf einmal, die du einfrierst. So hast du immer einen kleinen Vorrat an hausgemachten Lebensmittel und schonst Ressourcen.

19. Ökologische Getränke bevorzugen

Mehrweg, Einweg, Glasflaschen, Plastikflaschen oder doch in Dosen? Wer soll da noch durchblicken? Die Möglichkeiten, Getränke zu genießen, sind vielfältig, doch Mehrweg ist nicht gleich Mehrweg und wirklich ökologisch und nachhaltig ist nur das Zapfen aus der eigenen Leitung. Soll es etwas spritziger werden, lohnt sich eventuell die Anschaffung eines Wassersprudlers mit Glasflaschen. Prost!

Nachhaltigkeit zuhause: Haushalt & Wohnen

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Ein nachhaltiges Leben für das eigene Zuhause ist mit diesen Tipps gar nicht mehr so schwierig! Probier dich gerne durch die Tipps und schau, was für dich am besten funktioniert. Bedenke: Nicht immer klappt alles auf Anhieb. Lass dir beim Ausprobieren Zeit und finde die Lösungen, die gut für dich und deinen Haushalt funktionieren.

20. Darauf kannst du verzichten: chemische Putzmittel

Für einen nachhaltigeren Alltag bietet sich auch die Umstellung der Putzmittel an, denn die reinigenden Chemiekeulen belasten die Umwelt und unser Wasser. Der Vorteil von nachhaltigeren Alternativen liegt auf der Hand: Weniger Chemie in unserem Haushalt ist langfristig auch für uns gesünder. Nachhaltige Putzmittel sind oft sogar wesentlich kostengünstiger und ressourcenschonender als herkömmliche Produkte, da sie oft aus Dingen wie Natron, Essig oder Zitronensäure hergestellt werden.

Hier noch einige Tipps für einfache Putzmittel, die garantiert schon in deinem Schrank stehen:

  • Natron: eignet sich super gegen hartnäckige Verschmutzungen, vor allem in Kombination mit Essig
  • Essigessenz: chemischer Entkalker war gestern! Herkömmlichen Essig einfach mit Wasser verdünnen und im Wasserkocher aufkochen. Löst auch die schlimmsten Verkalkungen!
  • Zitronensäure: keinen Weichspüler zur Hand? Du kannst ihn einfach durch Zitronensäure ersetzen. Zumindest für weiße Wäsche, denn das Mittel kann bleichend wirken.
  • Aus Kernseife lassen sich viele hilfreiche Sachen machen, wie zum Beispiel Wasch- oder Geschirrspüler als Pulver.

21. Reparieren statt wegwerfen!

Bevor eine neue Anschaffung getätigt wird, lohnt es sich oft, doch einmal den Schraubenzieher herauszuholen und einmal nachzusehen, ob sich nicht doch noch etwas machen lässt. Das ist wesentlich nachhaltiger und spart langfristig wichtige Ressourcen und Geld. Kommst du selber einmal nicht weiter, besuche doch mal ein Reparier-Café. Dort tummeln sich Menschen, die liebend gerne an Dingen herumbasteln und dir bestimmt weiterhelfen können!

22. Möbel und nachhaltiger Konsum

Bei dem Kauf von neuen Möbeln kannst du hinsichtlich Nachhaltigkeit einiges tun! Am nachhaltigsten und auch kostengünstigsten ist es, ein gebrauchtes Möbelstück zu kaufen. Fündig wirst du auf Flohmärkten oder im Internet. Sollen es doch neue Möbel werden, kannst du beim Kauf auf folgende Punkte achten: Das Möbelstück sollte aus schnell nachwachsenden Rohstoffen produziert sein, wie beispielsweise Holz (nachhaltige Forstwirtschaft!) oder Bambus. Am besten in Deutschland produziert, um lange Lieferwege zu vermeiden. Öle, Lasuren und Wachse sollten auf natürlicher Basis genutzt werden.

Die Küche - hier gibts viel zu tun!

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© imago/Westend61

Manchmal erschreckt man sich, wieviel Müll man während des Kochens produziert. Zwischen Gemüseabfällen und Verpackungsmüll tummeln sich Einweg-Servietten und Plastikgeschirr. Schluss damit! Wir haben neue Ideen für eine nachhaltige Nutzung deiner Küche gesammelt.

23. Kaffeefilter benutzen

Benutze Kaffeefilter aus Metall oder Porzellan. - Auf keinen Fall die stark beworbenen Kapseln. Diese sind zwar super bequem, für die Umwelt aber unheimlich schädlich. Für das Aluminium, aus dem die kleinen bunten Kapseln hergestellt werden, werden weltweit die Regenwälder abgeholzt.

24. Papierrollen und Servietten waren gestern

Dieser Tipp ist keinesfalls so unhygienisch, wie du vielleicht denken magst. Du kannst bestens auf die Benutzung von Papier Küchenrollen und Co. verzichten. Tausche die Rollen einfach gegen waschbare Küchentücher aus. Die meisten kannst du einfach bei 60-90 Grad in die Waschmaschine stecken und sie kommen sauber und fleckenfrei wieder heraus.

25. Generell gilt: Wiederverwenden statt 1x benutzen

Grundlegend gilt: Versuche Einwegartikel zu vermeiden, vor allem im Haushalt ist dies an vielen Stellen einfach möglich, ohne auf Dinge verzichten zu müssen. Damit vermeidest du unnötigen Müll und Abfall. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Wassersprudler statt Einwegflaschen. Damit sparst du dir zudem das nervige Wegbringen von Pfand. Auch Einweggeschirr und Einwegbesteck sollten durch eine waschbare Alternative ersetzt werden. Wer für unterwegs keinen Porzellanteller möchte, kann auf Plastikgeschirr zum Wiederverwenden zurückgreifen.

Nachhaltiger Konsum im Badezimmer. So geht's!

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Nach der Küche ist oftmals das Badezimmer der Ort, mit der größten Müllproduktion. Vorwiegend Einwegartikel fallen hier ins Gewicht. Vielleicht findest du hier noch einige Ideen, die du in deinem Badezimmer umsetzen kannst, um langfristig weniger Müll zu produzieren.

26. Einfach viel sparen: Duschen statt Baden

Durch Baden muss unnötig viel warmes Wasser erzeugt werden, was zusätzliche Heizleistung erfordert und damit die Energiekosten schnell in die Höhe schießen lässt. Doch nicht nur für die Energiekosten ist Wassersparendes verhalten sinnvoll. Vor Allem in Zeiten des Klimawandels und immer wärmer werdenden Temperaturen ergibt es Sinn, mit der Ressource Wasser achtsam umzugehen, um die Grundwasserpegel zu entlasten.

Tipp: Wusstest du das jede Minute unter der Dusche ca. 20 Liter Wasser verbraucht? Versuche deine Duschzeit zu verkürzen und das Wasser beim Shampoonieren abzustellen.

27. Schon einmal Zahnputztabletten probiert?

Um noch mehr Mikroplastik zu vermeiden, lohnt sich der Umstieg auf nachhaltige Zahnputztabletten. Diese werden im Mund zu einer Paste, mit der die Zähne ganz normal geputzt werden können. Dabei enthalten sie kein Mikroplastik und weitere unnötige Zusatzstoffe. Ein weiterer Vorteil: Sie sind platzsparender und leichter, was den Transport wesentlich umweltschonender macht.

28. Wattepads ersetzen

Fast jeder hat sie im Badezimmer stehen: die Wattepads. Ob zum Entfernen von altem Nagellack oder um Make-up Rückstände aus dem Gesicht loszuwerden. - Einmal benutzt und ab in den Müll. Doch auch hierfür gibt es mittlerweile nachhaltige Alternativen, die den unnötigen Müll vermeiden. Du kannst die Einweg-Pads durch wiederverwendbare Abschminkpads ersetzen. Die sind oft aus Bambusfasern hergestellt und können günstig über das Internet oder in Biomärkten gekauft werden.

29. Festes Shampoo und Duschgel

Die Vorteile von festem Shampoo und Duschgel sind sofort erkennbar: Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit der Haare, spart man sich nervige Plastikverpackungen, verzichtet auf Mikroplastik und Palmöl sowie Tierversuche und schont dabei die Umwelt. Probiere es doch selber einmal aus und merke, wie gut deinen Haaren eine umweltschonende Wäsche tut.

30. Tampons und Binden

Jeden Monat dasselbe Spiel und immer wieder dieselbe Frage: Muss der ganze Müll sein? Wenn du genug hast von Tampons und Binden, können Menstruationstassen oder Periodenunterwäsche Abhilfe schaffen! Diese sind wiederverwendbar und darüber hinaus noch ziemlich praktisch.

Nachhaltigkeit bei Abfall und Entsorgung

 

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Weniger Müll zu produzieren, ist überhaupt nicht so schwierig, wie es sich erst einmal anhört. Unter unseren Tipps findest du bestimmt auch etwas Passendes für dich und deinen Start in einen nachhaltigen Alltag. Ein kleiner Anreiz ist es vielleicht auch, an Folgendes zu denken: Wer weniger Müll produziert, muss auch weniger den Müll rausbringen!

31. Abfälle wo immer möglich vermeiden

Konsum und Wegwerf-Mentalität sind ein riesiges Problem unserer heutigen Gesellschaft. Unser Planet ertrinkt quasi im Müll. Achte wo immer es geht darauf, möglichst wenig Abfall zu produzieren und wenn, dann welchen der gut wiederverwertet werden kann. Das spart Ressourcen und ist meistens sogar günstiger.

32. Wenn es doch Müll gibt: Richtig trennen!

Die Müllvermeidung ist wesentlich wichtiger, als die richtige Trennung! Den Müll, den du trotzdem produzierst (manchmal lässt es sich ja nicht verhindern), solltest du dann richtig einsortieren, um möglichst viele Stoffe dem Recycling-Kreislauf zuzuführen.

Du kannst deinen Müll nach folgenden Kategorien sortieren:

  • Wertstoffe: In diese, meist gelbe, Tonne kommen Dinge wie Verpackungen, Aluminium, Weißblech (Konserven), Kunststoffe und Verbundstoffe (wie zum Beispiel Getränkekartons) aber kein Papier oder Glas.
  • Glas: Glas wird nach Farben getrennt. Hier landen sowohl Einweggläser, als auch Glasflaschen. Wichtig: In diesen Müll gehört kein Porzellan, Keramik, Spiegel oder Fensterglas, da diese Stoffe das Recyceln aufgrund anderer Schmelzpunkte oder Verfärbungen erschwert.
  • Papier: In vielen Städten kann Papier sogar kostenlos entsorgt werden! Hierzu gehören Pappe, Papier sowie Karton.
  • Biotonne: Enorm wichtig und viel zu wenig genutzt wird die Biotonne in der alles entsorgt wird, was organisch ist. Beispiele hierfür sind Küchenabfälle und Grünschnitt. Aus dem biologischen Müll lässt sich hervorragend und hocheffizient Biogas herstellen. Das Trennen lohnt sich!

33. Lebensmittel richtig Lagern. Wie gut kennst du dich in deinem Kühlschrank aus?

Der Großeinkauf ist gemacht und viele leicht verderbliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Brot sind im Einkaufskorb gelandet. Jetzt ist es wichtig, alles richtig zu Lagern, damit der Einkauf auch lange frisch bleibt und möglichst wenig davon im Müll landet.

Der gängigste Lagerpunkt ist vermutlich der Kühlschrank. Dort gibt es verschiedene Klimazonen, die unterschiedlich genutzt werden möchten:

  • oberstes Fach: offene Konserven, gekochtes, eingemachtes
  • mittleres Fach: Milchprodukte
  • unterstes Fach: Fleisch, Fisch
  • Gemüsefach: Obst, Gemüse, Salate
  • Tür: Flaschen, Eier, Butter

34. Essensreste verkochen

Jeder kennt es: Die Augen waren mal wieder größer als der eigentliche Hunger und es wurden viel zu viele Nudeln gekocht. Das übrig gebliebene Essen muss deswegen aber noch lange nicht weggeschmissen werden! Viele gekochte Rezepte halten sich mindestens 2-3 Tage im Kühlschrank, manches sogar noch länger. Versuche alles aufzubrauchen, damit möglichst wenig im Müll landet. Aus vielen Resten lassen sich mit kleinen Abwandlungen oder Ergänzungen auch leckere neue Gerichte zaubern!

Tipp: Aus Resten von Gemüse lässt sich wunderbar eine leckere Gemüsebrühe kochen!

35. Coffee to go Becher vermeiden

Eins der kurzlebigsten Produkte überhaupt ist der Kaffee-Becher. Kaum wurde das Heißgetränk genüsslich ausgetrunken, landet der Becher schnell im nächsten Mülleimer. Wenn du nicht auf deinen Wachmacher verzichten möchtest, kaufe deinen nächsten Kaffee in einem Laden, der diesen in Pappbechern (ohne Deckel!) verkauft oder bring dir selber einen Mehrweg-Becher mit, in den du deinen Kaffee abgefüllt bekommt.

Manche Läden bieten mittlerweile auch ein Pfandsystem für ihre Becher an: Du kaufst dort einmal einen Becher, bringst ihn das nächste Mal wieder mit, kannst ihn wieder abgeben und bekommst dein Pfand zurück oder du bekommst deinen Kaffee wieder im selben Becher mit. Das lohnt sich definitiv, wenn du ein Stamm-Café hast!

36. Werbung im Briefkasten vermeiden

Du kennst es: Mindestens einmal die Woche liegt ein dicker Stapel Werbung im Briefkasten und wenn man mal ehrlich ist, so richtig interessierst du dich nicht dafür und meist landet die Werbung ungesehen im Papiermüll.

Um dem Abhilfe zu schaffen, kannst du einfach ein kleines Schild an deinem Briefkasten anbringen, welches darauf hinweist, dass du keine Werbung möchtest.

Nachhaltigkeit in Sachen Energie

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Kaum ein Ort bietet so viel Potenzial, um etwas für ein nachhaltiges und umweltschonendes Leben zu tun, wie das eigene Zuhause! Wir haben einige Tipps für dich, wie du effizient Strom und ganz nebenbei auch bares Geld sparen kannst!

37. Deckel beim Kochen benutzen

Nur ein kleiner Kniff, doch viele denken nicht daran, beim Kochen den Deckel auf den Topf zu legen. Damit kocht das Wasser viel schneller und Energie wird gespart! Wenn du sowieso nur eine kleine Menge Wasser kochen möchtest, lohnt es sich, mit einem Wasserkocher zu arbeiten. Die kleinen Küchenhelfer sind effizienter als extra den Herd einzuschalten.

38. Warme Gerichte im Kühlschrank? Bitte nicht!

Die Beziehung zwischen warmen Gerichten und deinem Kühlschrank stellt sich als eher schwierig heraus. Landen warme Speisen im Kühlschrank, muss dieser auf Hochtouren arbeiten, um die gewünschte Temperatur zu halten. Daher ist es ratsam, Lebensmittel erst auf Zimmertemperatur abkühlen zu lassen und sie dann in einem kleinen Gefäß in den Kühlschrank zu stellen.

39. Backöfen müssen nicht unbedingt vorgeheizt werden

Jeder der schon einmal eine Pizza oder einen leckeren Auflauf im Backofen zubereitet hat, kennt diese Angabe: “... in den vorgeheizten Backofen schieben”. Doch das leere Aufheizen des Backofens ist in den meisten Fällen komplett unnütz und verschwendet Energie. Die Zeitersparnis, welche beim eigentlichen Backprozess entsteht ist so gering, dass es sich im Verhältnis zum höheren Energieverbrauch nicht wirklich lohnt. Nur bei einigen wenigen Teigen, wie zum Beispiel Biskuit oder Brandteig sollte man sich daranhalten. Diese mögen es von Anfang an heiß!

40. Wie alt ist dein Haus? Energiegewinnung durch Sanierung

Wenn dir ein Altbau gehört, kann es im Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz einiges bringen, sich mit einer umfassenden Sanierung auseinander zu setzen. Eine energetische Optimierung kann zum Beispiel den Austausch der Dämmung oder eine neue Heizanlage bedeuten. Damit lässt sich langfristig richtig sparen, denn Altbauten verbrauchen oftmals ein Vielfaches mehr an Strom und Energie, als das energieeffiziente Neubauten. Außerdem werden bei der Sanierung von älteren Häusern Ressourcen geschont, da weniger neues Material benötigt wird und keine neuen Bauflächen erschlossen werden müssen.

41. Geschirrspüler und Waschmaschine: oft reicht der Schonwaschgang

Das meiste, was bei uns in der Waschmaschine oder im Geschirrspüler landet, ist nicht so stark verschmutzt, dass es wirklich hohe und lange Spülgänge benötigt. Finde heraus, ob deine Maschinen einen Schnellwaschgang, ein Öko- oder Sparprogramm verbaut haben. Das Reicht für viele Spülgänge komplett aus.

42. Waschmaschine und Geschirrspüler komplett befüllen

So banal wie es klingt, aber viele halten sich nicht daran. Halb befüllte Waschmaschinen oder Geschirrspüler anzuschalten, verschwendet nur Energie und Ressourcen, denn meist wird dasselbe an Leistung benötigt, wie wenn die Maschinen komplett befüllt wären.

43. Neue Haushaltsgeräte: Achte auf die Energieklasse!

Bei neuen Anschaffungen von sogenannter “weißer Ware” (darunter fallen Kühlschränke, Waschmaschinen, Wäschetrockner etc.) lohnt es sich, auf die Energieeffizienzklasse zu schauen. Diese gibt an, wie ressourcenschonend ein Gerät ist. Die Energieeffizienzklassen reichen von A (sehr sparsam, meist noch mit zusätzlichen + gekennzeichnet) bis hin zu G (extrem hoher Energieverbrauch). In der Regel solltest du dich auf den Kauf von Geräten mit den Energieeffizienzklassen A+++ bis A beschränken.

44. Stromfresser ausschalten

Die kleine rote Lampe am Fernseher zeigt dir unverkennbar, dass das TV-Gerät immer noch Strom verbraucht und das auch ohne, dass du den Fernseher wirklich aktiv nutzt. Der gleiche Fall besteht bei der immer bereitstehenden, elektrischen Kaffeemaschine in der Küche oder der Stereoanlage. Du merkst, es gibt doch einige Geräte, die immer laufen, auch wenn wir sie gar nicht brauchen. Schalte sie komplett ab, wenn sie nicht in Benutzung sind. Denn oftmals verbrauchen diese Geräte aufs Jahr gerechnet mehr Strom im Stand-by-Modus, als während der eigentlichen Nutzung.

45. Stromanbieter wechseln: Schau nach Ökostrom

Atomkraft - nein danke! Viele der Deutschen achten heutzutage auf Strom, der aus nachhaltigen und ressourcenschonenden Anlagen kommt. Mittlerweile sind die Preise für den “Ökostrom” auch nicht mehr unbedingt höher als für nicht-Ökostrom. Wenn du noch nicht umgestiegen bist, lohnt sich ein Preisvergleich auf jeden Fall!

Du bist viel unterwegs? Darauf kannst du hinsichtlich Mobilität und Nachhaltigkeit achten

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Für den Job 100 km mit dem Auto zurückzulegen ist heutzutage absolut keine Seltenheit mehr. Dabei ist das Auto, vor allem wenn es nicht voll besetzt ist, eine wahre Umweltsünde! Ob beim eigenen PKW oder bei allen anderen Verkehrsmitteln - es lassen sich einige Punkte beachten, um lange Wege umweltfreundlicher zu gestalten.

46. Du hast es nicht weit? Geh zu Fuß oder nutze das Rad!

Der einfachste Tipp: Das Auto auch mal stehen lassen. Ziele, die in Laufweite liegen, können auch gut zu Fuß bestritten werden. Etwas weitere Strecken sind auch mit dem Fahrrad leicht zurückzulegen. Dieses Verhalten schont die Umwelt und ist zudem auch noch gut für die eigene Gesundheit.

47. Auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen

Wenn die Wege doch einmal zu lang sind, um zu Fuß zu gehen, bietet es sich an, auf die öffentlichen Verkehrsmittel umzusteigen. Diese sind in vielen großen Städten super vernetzt und man spart sich dabei die nervige Sucherei nach Parkplätzen. Sprit- und Parkkosten werden ersetzt durch einen Ticketpreis. Je nach Ticketform ist dieser um einiges günstiger als die Fahrt mit dem eigenen Auto.

48. Doch mal weiter unterwegs? Bilde Fahrgemeinschaften

Reichen öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn nicht aus, um an dein Ziel zu kommen, wäre es aus nachhaltiger Sicht sinnvoll, das Auto voll zu besetzen. Mit jeder mitfahrenden Person rentiert sich der Weg mehr, denn anstelle von 4 Fahrzeugen ist plötzlich nur noch eines auf der Straße. Finde doch mal heraus, ob du nicht gemeinsam mit Kollegen zur Arbeit fahren könntest. Das spart Ressourcen und bietet sogar noch Potenzial für Freundschaften und Unterhaltung.

49. Geht es nicht anders: Pflege dein Auto!

Kann im Alltag nicht auf ein Auto verzichtet werden, sollte dieses zumindest gut gepflegt werden, damit es möglichst lange hält. Zu der regelmäßigen Wartung gehört auch eine umweltbewusste Fahrweise. Diese spiegelt sich nicht nur in einem effizienten Schaltverhalten sowie dem Nutzen der Stop-and-Go Mechanik wieder, sondern auch darin, dass du keinen unnötigen Ballast mit dir herumfährst und Reifen nutzt, die der Jahreszeit entsprechen. All das schont den Kraftstoffverbrauch erheblich.

50. Autos mit geringem Treibstoffverbrauch oder alternativen Antrieben kaufen

Benziner, Wasserstoff, Elektro? Eins ist klar: Um die Frage des Antriebs kommt man heutzutage bei der Neuanschaffung eines Autos nicht mehr herum. Hier heißt es Informationen wälzen und Kompromisse finden. - Auch wenn bisher noch keine Nonplusultra-Lösung existiert, sind alle Ansätze ein wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit.

51. Klimafreundlicher Urlaub: Verzichte auf Flugreisen!

Dass Fliegen sehr schädlich für die Umwelt ist, ist allgemein bekannt. Versuche daher so gut es geht auf Flugreisen zu verzichten. Kommst du doch einmal nicht um eine Flugreise herum, wähle am besten Direktflüge oder kompensiere die dabei entstehenden CO2-Emissionen mit einem dafür auferlegten, freiwilligen Aufpreis. Dieser unterstützt mit deinem Geld Umweltprojekte.

Natur und Garten

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Du hast einen schönen großen Garten? Super! Dieser bietet so viel Potenzial, um das Leben umweltfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten. Sieh dir unsere Tipps an und verwandle deinen Garten in ein Paradies für große und kleine Tierchen!

52. Aus Müll etwas Sinnvolles machen: Eigenkompostierung

Du hast einen großen Garten oder Balkon und Bedarf an eigenem Dünger? Dann fang doch an, deinen Bio-Müll selber zu kompostieren. Der so entstandene natürliche Dünger ist die beste Pflege, die du deinen Pflanzen bieten kannst! Außerdem führst du der Natur so wertvolle Mineralien und Nährstoffe zurück.

53. Insekten schützen: Keine Pestizide einsetzen

Der Vorteil von Pestiziden: sie vernichten Insekten. Der Nachteil von Pestiziden: sie vernichten Insekten. Klingt wirr, ist aber ganz einfach. Pestizide können nicht differenzieren, ob sie Schädlinge oder Nützlinge vernichten. Durch die flächendeckende Verwendung werden auch die Tierchen vernichtet, die wirklich wichtig für unser Umweltsystem sind. Auch Ablagerungen von Pestiziden finden sich auf unseren Lebensmitteln. Versuche daher wann immer möglich auf Bioprodukte zurückzugreifen und in deinem heimischen Garten umweltfreundliche Schädlingsbekämpfungsmittel einzusetzen.

54. Blumenwiese statt perfekt gemähtem Rasen

Der Rasen, der mit der Nagelschere geschnitten wird, ist out! Eine gepflegte Rasenfläche in Kombination mit einer bunten Blumenwiese ist super für Insekten! Damit unterstützt du die heimischen Bienen, die vom Aussterben bedroht sind. Ganz nebenbei sieht ein so bunter und belebter Garten auch noch super aus!

Arbeit & Finanzen

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© imago images/Dean Pictures

Nicht nur Geld, sondern auch Ressourcen lassen sich auf der Arbeit und im Bereich Finanzen sparen. Unsere Tipps helfen dir, einen Überblick über die Dinge, zu erhalten, die du ganz einfach ändern kannst. - Ein Umstieg lohnt sich für dich und die Umwelt!

55. Wusstest du, dass es umweltbewusste Banken gibt?

Wusstest du, dass es auch Grüne Banken gibt? Bei einer “Grünen” Bank, kannst du ein ethisch-ökologisches Konto anlegen, sowohl für Privat- als auch für Geschäftskunden. Dort wird dein Geld nicht in Kinderarbeit oder Atomkraft investiert. Grüne Banken fördern mit ihren Investments vorrangig soziale oder umweltfreundliche Projekte und Unternehmen.

56. Nachhaltige Suchmaschine verwenden

Das tägliche Suchen in Suchmaschinen wie Google, Bing und Co. geschieht schon fast unbewusst. Ob die Speisekarte für den Italiener um die Ecke oder die Recherche für den nächsten Urlaub. - Suchmaschinen sind zu einem wichtigen Teil unseres alltäglichen Lebens geworden und dafür brauchen sie eines ganz besonders: Energie. Genauer gesagt benötigt jede Suchanfrage eine gewisse Menge an Strom und genau hier kommen nachhaltige Suchmaschinen ins Spiel. Sie legen sich als Maske vor die bekannten Suchmaschinen und sorgen dafür, dass für deine Suchanfrage Ökostrom verwendet wird. Ein weiterer Ansatzpunkt ist die Vergabe von Punkten für jede deiner Suchanfragen. Erreichst du einen gewissen Punktestand, wird ein Baum gepflanzt.

57. Laptops nutzen, statt PCs. Das spart Strom!

Wenn du keine Arbeitsspeicher intensiven Arbeiten an deinem Computer verrichten musst, lohnt sich eventuell die Anschaffung eines Laptops. Diese sind sparsamer als Standard-PCs, da sie aufgrund ihres eingebauten Akkus möglichst Energieeffizient arbeiten müssen.

58. Das kann jeder: Papier einsparen

Es geht auch Papierlos: Benutze vorrangig Medien wie Email, Telefon oder Cloud-Systeme, um nicht mehr alles ausdrucken zu müssen. Auch Unterschriften lassen sich heutzutage ideal mit Programmen umsetzen, die das Ausdrucken und Wiedereinscannen eines Dokumentes überflüssig werden lässt.

Ist es doch einmal wirklich notwendig, Dokumente auszudrucken, stelle deinen Drucker auf den Duplexdruck ein. So wird das Papier immer beidseitig bedruckt und du reduzierst deinen Papierverbrauch. Ist beim Druck einmal etwas schiefgelaufen, kannst du Fehldrucke super als Schmierzettel oder für Notizen nutzen.

59. Recyclingpapier verwenden

Achte beim Kauf von neuen Papierprodukten darauf, dass auf der Verpackung der blaue Engel zu sehen ist. Dieses Symbol steht für Produkte aus ökologischer Herstellung. Allgemein gilt: Recyclingpapier entsteht aus bereits entstandenen Papieren. Für andere Produkte werden weiterhin Wälder abgeholzt.

Vernetzung und Vorbild - Geh voran und sprich darüber

Sich selber mit dem Thema Nachhaltigkeit und ökologischem Fußabdruck auseinanderzusetzen ist nicht so schwierig. Holprig wird es ab dem Moment, an dem Kinder oder andere Erwachsene ins Spiel kommen. Warum buntes Plastikspielzeug und der riesige Fleischeinkauf nicht sinnvoll sind, ist oftmals schwierig verständlich zu erklären. Hier sind Ausdauer und stichhaltige Argumente gefragt. Bleibe beharrlich, werde dabei aber nicht aufdringlich und geh mit gutem Vorbild voran, um möglichst viele Menschen zu überzeugen.

Wichtig dabei ist: Jeder Mensch hat seine eigene Meinung und auch ein Recht auf diese. Für eine nachhaltige und gesunde Welt sollten wir andere anregen und inspirieren, jedoch nie bedrängen oder gar zwingen.