Es klingt wie ein schlechter Film. Am 22. Juni besucht die 35-jährige Tracy Linn Martinez in North Carolina einen Schönheitssalon, um ihre Füße fit für den Sommer zu machen. Zwei Tage später kommt sie ins Krankenhaus. Sie kann nicht mehr laufen.

Übelkeit nach der Pediküre

Bereits einen Tag nach der Pediküre fühlt sich die Amerikanerin schwach, leidet an Schwindel, Schüttelfrost und Übelkeit. Sie vermutet zunächst eine Erkältung. Doch dann schwillt ihr Bein auf die dreifache Größe an – und sie wählt den Notruf.

Die Diagnose im Krankenhaus: Eine Infektion des Unterhautgewebes, die durch Bakterien ausgelöst wird. Die Ärzte befürchten zunächst, dass sie der Amerikanerin das Bein amputieren müssen. Zeitweise schwebt die 35-Jährige sogar in Lebensgefahr, da die Bakterien sich bereits im Blutkreislauf ausgebreitet haben.

Doch die Amerikanerin hat Glück: Dank Antibiotika kann sie nach zwei Wochen aus dem Krankenhaus entlassen werden – mit beiden Beinen. Komplett gesund ist sie allerdings noch nicht: In den nächsten drei Monaten muss sie weiterhin Tabletten nehmen und Desinfektionsstrümpfe tragen.

Übeltäter Hornhauthobel

Genauere Nachforschungen zeigen, dass die Infektion bei der Pediküre durch einen nicht richtig desinfizierten Hornhauthobel entstanden sein muss. Beim Abschaben der Haut seien die Bakterien in den Körper gelangt. Martinez hat ihre Geschichte auf Facebook veröffentlicht. Sie will andere Menschen vor dem gefährlichen Pediküre-Utensil warnen:

“Ich bin durch die Hölle gegangen, aber ich will darauf aufmerksam machen. Sagt Nein zu Hornhautschabern!”, schreibt sie.

Ein Glück, dass es mit Feilen und Cremes ja auch gute Alternativen gibt…