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Frühstücksfernsehen

223 Milliarden Euro Schaden: Hacker-Angriffe teurer als Coronakrise

14.01.2022 • 10:57

Die Automobilbranche oder Sparkassen und Banken trifft es momentan besonders hart: Grund sind immer mehr Hacker-Angriffe, nicht zuletzt bedingt durch die Corona-Pandemie. 

Die Automobilbranche oder Sparkassen und Banken trifft es momentan besonders hart: Grund sind immer mehr Hacker-Angriffe, nicht zuletzt bedingt durch die Corona-Pandemie. Diese hat der Cyber-Kriminalität deutlichen Auftrieb gegeben. Das geht aus Statistiken von Europol und der Kreditversicherungsgruppe Euler Hermes hervor. In der Pandemie habe sich die Digitalisierung beschleunigt, das nutzten Verbrecher:innen aus, erklärte Europol. Laut dem IT-Branchenverband Bitkom entstand in den vergangenen Monaten durch Cyberkriminalität sogar ein höherer wirtschaftlicher Schaden als durch die Coronakrise.

Ein Schaden von 223 Milliarden Euro

Wie Bitkom laut „Focus Online“ meldete, enstehe der deutschen Wirtschaft durch Diebstahl, Spionage und Sabotage im Netz jährlich ein Gesamtschaden von 223 Milliarden Euro. Diese Summe ist höher als das, was der Bund im vergangenen Jahr an Coronahilfen für die Wirtschaft gezahlt hat.

Das ist der Grund für mehr Hacker-Angriffe letztes Jahr

Ähnlich wie Europol sieht der Hamburger Kreditversicherer Euler Hermes einen Grund für den Anstieg der Cyber-Kriminalität in der Auslagerung von Arbeitsplätzen ins Homeoffice: „Die Hürde, einen Kollegen anzurufen und ihn auf einen Vorgang anzusprechen, ist hier oft viel höher. Kontodaten werden da mal eben kurz geändert – oft mit fatalen Folgen“, sagte Rüdiger Kirsch, Betrugsexperte bei Euler Hermes. Kriminelle hackten nicht Systeme, sondern Menschen. „Das Social Distancing spielt ihnen in die Karten.“ Deshalb heißt es einmal mehr: Achtsam und vorsichtig mit den eigenen Daten umgehen, bei unbekannten Mails besser den Kollegen oder die Kollegin fragen.

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