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Frühstücksfernsehen

Corona: Genesene infizieren sich immer häufiger erneut

04.03.2022 • 12:19

Genesene der Omikron-Variante des Coronavirus infizieren sich immer häufiger erneut. Weder der Impfstatus noch der Genesenenstatus schützt vor Infektionen. Schwere Verläufe treten bei Geimpften und Genesenen jedoch deutlich seltener auf.

Die Omikron-Welle flacht nur langsam ab. In fast ganz Deutschland herrschen nach wie vor Inzidenzen von über 1.000. Während das RKI schreibt, dass sich ein fallender Trend der Fallzahlen abzeichnet, fällt auf: Genesene der Omikron-Variante des Coronavirus infizieren sich immer häufiger erneut.

Impf- und Genesenenstatus schützen nicht vor einer Reinfektion mit Omikron

Helmut Fickenscher, Virologe an der Albrechts-Universität in Kiel warnt auf „NDR.de“: „Das Omikron-Virus, egal ob in der Variante BA.1 oder BA.2, hat wenig Respekt vor Impfungen und vorherigen Erkrankungen. Weder der Impfstatus noch der Genesenenstatus schützt vor Infektionen.“
Ihm zufolge wird jeder eine Infektion mindestens einmal durchmachen. Bei einer oberflächlichen Schleimhautinfektion wie dem Omikron-Virus sei eine weniger verlässliche Immunität zu erwarten, ähnlich wie bei einem Schnupfen oder vergleichbaren Atemwegsinfektionen.

Für viele wird eine Reinfektion kaum spürbar sein

Entwarnung gilt dennoch für schwere Verläufe und Todesfälle. Diese treten bei Geimpften und Genesenen deutlich seltener auf. Tatsächlich mutmaßt Fickenscher darüber hinaus, dass viele Menschen von einer Reinfektion nichts merken würden. Es sei zwar richtig, die Lage weiter zu beobachten, jedoch spreche die derzeitige Situation dafür, nach und nach die Corona-Maßnahmen zu lockern.

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