Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Demokratie in Gefahr? Konfliktforscher warnt vor enormen Herausforderungen

12.01.2022 • 14:55

Demonstrationen gegen die Corona-Politik haben in Deutschland weiter Zulauf. Der Bielefelder Konflikt- und Gewaltforscher Andreas Zick warnt diesbezüglich vor enormen Herausforderungen für die Demokratie.

Demonstrationen gegen die Corona-Politik haben in Deutschland weiter Zulauf.
Dabei gehen bundesweit regelmäßig Tausende Impfgegner:innen und Zweifler:innen von Corona-Maßnahmen auf die Straßen.

Zick: Enorme Herausforderungen für die Demokratie

Der Bielefelder Konflikt- und Gewaltforscher Andreas Zick warnt diesbezüglich vor enormen Herausforderungen für die Demokratie.
Denn er beobachtet bei den aktuellen Corona-Protesten einen "Schulterschluss zwischen radikalen Systemgegnern und bürgerlichen Gruppen", wie er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (RND) sagt.
Dies könnte auch Folgen für die Zukunft haben, denn nach den Aussagen von Zick komme die gefährlichste Zeit "nach den Protesten, nach der Pandemie".
"Wir sehen zurzeit eine Konsolidierung von antidemokratischen, demokratiegefährdenden Ideologien und Verschwörungserzählungen, von denen sehr viel bleiben wird."

Größte Gefahr: Auswirkungen auf die nächsten Krisen

Bei den aktuellen Protesten beteiligen sich Tausende, die der Meinung sind, der Staat habe seine Legitimität verloren. Tausende der Demonstrierenden distanzieren sich dabei nicht von mitlaufenden Rechtsextremen. Die Gefahr dabei: Der Rechtspopulismus könnte in die Mitte wandern.
Und genau das stellt für Zick eine große Herausforderung für die Demokratie dar, besonders wenn nächste Konflikte kommen, wie vielleicht eine Inflation oder Finanz- und Wirtschaftskrise.

Weitere Videos