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Energiesparplan: Drohen im Winter Schimmel und Rohrbrüche?

25.08.2022 • 16:45

Ab September soll in Deutschland mit verschiedenen Maßnahmen verstärkt Energie gespart werden. Wie schaut es in diesen Fällen mit Frostschäden, Schimmel oder Rohrbrüchen aus?

Ab September soll in Deutschland mit verschiedenen Maßnahmen verstärkt Energie gespart werden. Dafür hat das Bundeskabinett eine entsprechende Verordnung beschlossen. So ist vorgesehen, dass in öffentlichen Gebäuden Eingangsräume oder Flure gar nicht mehr beheizt werden. Ausnahmen sind Kliniken, Pflegeeinrichtungen oder Kinderbetreuungsstätten. In Büro- und Arbeitsräumen soll gemäß Energiesparplan auf 19 Grad Celsius geheizt werden, wenn in ihnen "körperlich leichte und überwiegend im Sitzen ausgeübte Tätigkeiten" stattfinden. Andernfalls reichen 12 Grad.
Wie schaut es in diesen Fällen mit Frostschäden, Schimmel oder Rohrbrüchen aus?
"Wenn in einem Raum die Temperatur auf 12 Grad Celsius abgesenkt wird, ist nicht unmittelbar mit Frostschäden zu rechnen", erklärt Frank Ebisch, Pressesprecher beim Zentralverband Sanitär Heizung Klima, gegenüber „t-online.de“.

Ein Tipp gegen Frostschäden

Gefährdet seien im Wesentlichen die Eingangsbereiche mit Publikumsverkehr – also die Bereiche, deren Türen ständig offen sind oder geöffnet werden. "Diese Bereiche sollte der Betreiber zumindest ab und zu auf Schimmelbildung und drohende Frostschäden an Rohren inspizieren", rät der Experte. Zudem hat er einen Tipp, was gegen defekte Rohrleitungen in Außenwänden hilft. So gäbe es auf Heizkörpern mit Thermostaten die sogenannte „Frostschutz-Einstellung“ (das Sternchen- oder Schneeflocken-Symbol). Sie verhindert, dass die Temperatur in einem Raum zu stark sinkt, und zugleich verringert sie das Risiko von defekten Rohrleitungen in Außenwänden. "Eine Gewähr ist das nicht. Auch hier sollte man gegebenenfalls ab und zu einfach mal im Raum nachsehen, wie kalt es tatsächlich wird."

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