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Expertenkommission: Gemischtes Fazit zu Corona-Maßnahmen in Deutschland

01.07.2022 • 12:39

Am 1. Juli legte eine Expertenkommission eine Auswertung zu bisherigen staatlichen Beschränkungen und Eindämmungsmaßnahmen in Deutschland vor - und darin kamen Lockdowns, 2G-Regel und Co. nicht gerade positiv weg.

Expertenkommission: Gemischtes Fazit zu Corona-Maßnahmen in Deutschland

Das Ringen um den Corona-Kurs im Herbst geht in die nächste Runde: Am 1. Juli legte eine Expertenkommission eine Auswertung zu bisherigen staatlichen Beschränkungen und Eindämmungsmaßnahmen vor.

Maskenpflicht tendenziell wirksam - doch an der Umsetzung hapert es

Wie die dpa berichtet, fällt die Bilanz gemischt aus: Während beispielsweise das Tragen von Masken im Allgemeinen als ein "wirksames Instrument" beurteilt wird, stünde auch fest: "Eine schlechtsitzende und nicht enganliegende Maske hat jedoch einen verminderten bis keinen Effekt." Dementsprechend könne aus den bisherigen Daten keine generelle Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken ableitbar sein.

Lockdowns nur bedingt, 2G-Maßnahmen nicht nachweislich wirksam

Die Lockdowns kommen in dem Bericht trotz eines "kurzfristigen positiven Effekts" eher schlecht weg, da sie "auf Dauer von der Bevölkerung weniger akzeptiert werden und ihre Wirkung verlieren". Zudem erscheine eine "nachgewiesene Wirkung" der 2G- und 3G-Maßnahmen "eher gering". Allgemein müssten sich die gegenwärtigen und zukünftigen Maßnahmen auf den Übergang zur Endemie und damit primär den Schutz der vulnerablen Gruppen konzentrieren, so das Fazit der Evaluation. Die Ampel-Koalition hatte vereinbart, die wissenschaftliche Beurteilung abzuwarten, bevor über mögliche weitergehende Alltagsauflagen für den Herbst entschieden werden soll. Die Gesundheitsminister:innen der Länder wollen nun anhand der Ergebnisse bei einer Sonderkonferenz über Perspektiven für die kommenden Monate beraten.

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