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Frühstücksfernsehen

#FreeDummDay: Zweifel an "Freiheitstag" werden lauter - Experten warnen vor Lockerungen

14.03.2022 • 09:07

Pünktlich zum Frühlingsbeginn sollte es einen "Freedom Day" geben - einen Tag der Freiheit. Experten und Politiker blicken mit Sorge auf die aktuelle Corona-Lage in Deutschland.

Am Sonntag, den 20.03., enden die meisten bundesweiten Corona-Schutzmaßnahmen in Deutschland. Pünktlich zum Frühlingsbeginn sollte es einen "Freedom Day" geben - einen Tag der Freiheit. Doch aktuell sterben jeden Tag in Deutschland immer noch zwischen 200 und 250 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach blickt mit Sorge auf die aktuelle Corona-Lage in Deutschland: "Wir sind in einer Situation, die ich als kritisch bezeichnen möchte".

Experten sind besorgt

Und auch der britische Corona-Experte Peter Openshaw, der den Freedom Day und seine Folgen in Großbritannien mitverfolgen konnte, kritisiert im Interview mit dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland": "Die Regierung hat der Bevölkerung mitgeteilt: Wir wollen jetzt zurück zur alten Normalität. Ich denke, dass damit der starke Anstieg der Infektionen zusammenhängt. Die Normalität sollte aber nicht bedeuten, alle Schutzmaßnahmen zu verwerfen, bei denen wir wissen, dass sie effektiv sind."

Nicht plötzlich alle Maßnahmen ein- oder ausgeschalten

Es brauche natürlich keinen Lockdown mehr, so der Experte weiter. Aber es sollten auch nicht plötzlich alle Maßnahmen ein- oder ausgeschaltet werden: "Wir können zum Beispiel weiter Masken tragen. Wir können uns im Alltag sozial distanzieren. Wir können von zu Hause aus arbeiten, wo es möglich ist. Wir können uns impfen lassen."
Auch auf Twitter fordern User:innen unter dem Hashtag #FreeDummDay, den Freedom Day und die damit verbundenen Lockerungen angesichts steigender Inzidenzen zu verschieben.

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