Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

"Kann Tote nicht wieder zum Leben erwecken": Virologin warnt vor Lockerungs-Leichtsinnigkeit

11.02.2022 • 11:58

Bei "maybrit illner" hat neben Klaus Holetschek und Marco Buschmann unter anderem auch Virologin Helga Rübsamen-Schaeff über das Thema "Lockern in der Pandemie - verrückt oder überfällig?" diskutiert.

Ein europäisches Land nach dem anderen lockert seine Corona-Maßnahmen oder hebt sie ganz auf. Nun setzen sich auch die ersten Bundesländer vom harten Kurs des Bundesgesundheitsministers ab: Die 2G-Regel im Einzelhandel kippt, die Regeln für Großveranstaltungen werden gelockert. Ist das alles Teil einer Exit-Strategie oder ein planloser Wettlauf ums Öffnen? Bei "maybrit illner" hat neben Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek und Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) unter anderem auch Chemikerin und Virologin Helga Rübsamen-Schaeff über das Thema "Lockern in der Pandemie – verrückt oder überfällig?" diskutiert. Die Professorin zeigte sich sichtlich besorgt mit Hinblick auf die Lockerungen: "Man darf nicht vergessen, dass wir täglich 100 bis 200 Tote haben. Ich kann Maßnahmen zurücknehmen, aber ich kann Tote nicht wieder zum Leben erwecken. Das ist alles sehr, sehr leichtsinnig gedacht im Moment!"

Sie betonte, dass es zu erwarten sei, dass sich weitere Varianten des Coronavirus bilden würden und "wir keine Ahnung haben, wie die aussehen werden." Omikron sei nicht harmlos, verschärfte sie weiter. Deshalb halte sich auch nichts von der Diskussion "Ach, das ist schon so wie die Grippe". Denn: "Wir haben 120.000 Corona-Tote. Grippe-Tote pro Jahr 6.000 bis 10.000!"