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Lauterbach hatte gewarnt: Sterbefälle im Juli bundesweit deutlich über dem Durchschnitt

10.08.2022 • 10:39

Im Juli lagen die Sterbefälle wegen der Hitzewelle bundesweit deutlich über dem Durchschnitt. Bundesgesundheitsminister hatte vor einigen Wochen davor gewarnt.

Sterbefälle im Juli bundesweit deutlich über dem Durchschnitt

Im Juli sind in Deutschland wohl auch aufgrund der Hitze zwölf Prozent mehr Menschen gestorben als im Mittel der Jahre 2018 bis 2021 für diesen Monat. Das geht aus einer Hochrechnung des Statistische Bundesamts hervor. Insgesamt wurden demnach 85.285 Todesfälle gezählt. Das sind 9.130 mehr als der Durchschnittswert. Dabei seien, wie bereits im Juni, die Sterbefallzahlen vor allem in Phasen sehr heißer Temperaturen erhöht gewesen. So lagen sie den Angaben zufolge in den Kalenderwochen 28, 29 und 30 (11. bis 31. Juli) mit einem jeweiligen Plus von 16 Prozent, 24 Prozent und 14 Prozent deutlich über den Vergleichswerten. Wie die dpa berichtet, erklärten die Statistiker: "Dass im Zuge von Hitzewellen die Sterbefallzahlen ansteigen, ist ein bekannter Effekt, der bereits in den Vorjahren beobachtet wurde. In diesem Jahr sind jedoch bereits bis Ende Juli außergewöhnlich viele Wochen von diesem Effekt betroffen.“

Karl Lauterbach hatte Anstieg der Todeszahlen prophezeit

Damit ist genau das eingetroffen, was Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vor der Hitzewelle prophezeit hatte: Der Politiker warnte via Twitter davor, die Hitzewelle, die mancherorts Temperaturen von über 40 Grad mit sich brachte, könne viele Todesopfer fordern. Auch Corona-Todesfälle werden in der Statistik betrachtet. Diese hätten seit Mitte Juni zwar wieder „leicht zugelegt“, die Zahlen der Statistik würden durch sie aber nur zu einem geringen Teil beeinflusst, hieß es.

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