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Frühstücksfernsehen

Lebensmittel-Lieferdiensten droht das Ende - aus diesem Grund

23.08.2022 • 16:42

Gorillas, Flink oder Getir: Lieferdienst-Start-ups erfreuten sich gerade während der Corona-Beschränkungen zu hoher Beliebtheit. Doch das hat sich längst geändert.

Gorillas, Flink oder Getir: Lieferdienst-Start-ups erfreuten sich gerade während der Corona-Beschränkungen zu hoher Beliebtheit. Doch das hat sich längst geändert. Das berichtet die dpa. Inzwischen spürt auch die Branche das Ende der Corona-Beschränkungen, die Auswirkungen der hohen Inflation und des Kriegs in der Ukraine. Die Nachfrage nach Online-Lebensmitteln ist deutlich zurückgegangen. Die Investoren sind zurückhaltender, erklärt Kai Hudetz, Geschäftsführer beim Institut für Handelsforschung laut dpa.

Darauf müssen sich Verbraucher einstellen

Mancher Lieferdienst, der auf schnelles Wachstum gesetzt hat, steckt nun in Schwierigkeiten. Das Berliner Start-up Gorillas etwa verkündete vor wenigen Monaten erst den Abbau von Hunderten Stellen in der Verwaltung und gab kürzlich einige Standorte in Nordrhein-Westfalen auf.
Und nun? Der Markt konsolidiere sich, einige Unternehmen würden aufgeben, andere blieben, sagt Hudetz. Doch verschwinden werde das Angebot nicht. Zu groß bleibe das Wachstumspotenzial. 204 Milliarden Euro Umsatz machte der Einzelhandel im vergangenen Jahr mit Lebensmitteln laut Handelsverband Deutschland (HDE). Der Online-Anteil lag dabei bei lediglich 2,4 Prozent.
Für die Verbraucher:innen könnte das also bald eine Umstellung bedeuten. Lieferungen werden länger dauern und auch teurer werden, sagt Handelsexperte Hudetz. „Sie müssen sich von den Zehn-Minuten-Lieferversprechen für alle und for free verabschieden. Es wird auf einen Premium-Service hinauslaufen.“

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