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Frühstücksfernsehen

"Niemals empfehlen": Gesundheitsminister Karl Lauterbach klar gegen Durchseuchung

11.01.2022 • 11:33

Zahlreiche Experten und Expertinnen sprachen sich im Angesicht der neuen Omikron-Variante für eine partielle Durchseuchung der Gesellschaft aus - für Gesundheitsminister Karl Lauterbach eine gefährliche und "unethische Wette" mit Menschenleben.

"Niemals empfehlen": Gesundheitsminister Karl Lauterbach klar gegen Durchseuchung

Neue Coronavariante, offenere Pandemiestrategie? Diese Frage wird im Angesicht der Omikron-Ausbreitung in Deutschland aktuell scharf diskutiert. Unter anderem Charité-Virologe Christian Drosten sprach sich bereits dafür aus, Omikron an einigen Stellen die Tür zu öffnen und sich damit an Großbritanniens aktuellem Kurs zu orientieren. Der Grund: Erste Studien belegen einen milderen Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit Omikron.

Trotz milderem Verlauf: Lauterbach spricht von "unethischer Wette"

Gesundheitsminister Karl Lauterbach sieht das anders: Auf strenge Maßnahmen trotz hoher Infektionszahlen zu verzichten, hält der SPD-Politiker für eine "unethische Wette". Zudem glänze England mit einer besseren Impfquote in der besonders vulnerablen Gruppe.
"Wir haben Deutschland vier bis fünfmal mehr Ungeimpfte bei den über 65-Jährigen als die Engländer. Ich würde eine solche Strategie wie in England – die auf eine Durchseuchung hinausläuft, ohne dass man es so nennen will – eine solche Strategie würde ich uns niemals empfehlen," so Lauterbach in der ARD-Sendung "hart aber fair".

Zeit gewinnen und boostern als Ausweg gegen Omikron

Stattdessen setzt Lauterbach auf den bewährten Weg: Durch Eindämmungsmaßnahmen Zeit gewinnen, um noch mehr zu boostern und damit die Gesamtwelle abzuflachen.

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