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Frühstücksfernsehen

Papst kritisiert "Synodalen Weg" der deutschen Kirche

17.06.2022 • 10:52

Papst Franziskus hat sich kritisch zum "Synodalen Weg", dem Reformprozess in der deutschen katholischen Kirche, geäußert.

Papst Franziskus hat sich kritisch zum „Synodalen Weg“, dem Reformprozess in der deutschen katholischen Kirche, geäußert. Bei den angestrebten Reformen in der deutschen Kirche geht es unter anderem darum, dass auch Frauen geistliche Ämter annehmen können oder die Segnung von homosexuellen Paaren.
„In Deutschland gibt es eine sehr gute evangelische Kirche. Wir brauchen nicht zwei davon“, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche in einem Interview mit der Jesuiten-Zeitschrift „La Civiltà Cattolica“. Das habe er auch dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, so gesagt.

Das ist das Problem laut dem Papst

„Das Problem entsteht, wenn der Synodale Weg von den intellektuellen und theologischen Eliten entspringt und viel durch Druck von außen beeinflusst wird“, sagte Franziskus. Es gebe einige Bistümer, in denen der Synodale Weg langsam mit den Gläubigen, also dem Kirchenvolk, entwickelt werde. Diese Art des Vorgehens findet offenbar eher die Zustimmung des 85 Jahre alten Argentiniers.
„Was gerade passiert, ist, dass es viele Gruppen gibt, die Druck machen, und unter Druck ist es nicht möglich, zu urteilen.“ Deshalb wolle er erst entscheiden, wenn sich der Druck gelegt habe. Es gebe im Erzbistum Köln zudem auch eine „wirtschaftliche Frage“, und in diesem Zusammenhang erwäge er die Entsendung eines finanziellen Teams. Was genau der Papst damit meint, blieb unklar.

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