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Pelosi-Besuch in Taiwan: Deswegen könnte es zum Konflikt mit China kommen

02.08.2022 • 10:54

In den Spannungen um Taiwan wird die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Angaben aus dem Parlament am 2. August in Taipeh, in der demokratischen Inselrepublik, erwartet. Droht ein Konflikt?

In den Spannungen um Taiwan wird die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Angaben aus dem Parlament am 2. August in Taipeh, in der demokratischen Inselrepublik, erwartet. Der Besuch der US-Spitzenpolitikerin dürfte die ohnehin angespannte Lage um Taiwan weiter anheizen. Aber was bedeutet das genau? Droht ein Konflikt?

Zum Hintergrund: Aus Sicht der chinesischen Führung gehört Taiwan zur Volksrepublik China, obwohl es schon vor deren Gründung 1949 eigenständig regiert war. Die 23 Millionen Einwohner zählende Insel versteht sich auch schon lange als unabhängig. Unter Hinweis auf seine „Ein-China-Doktrin“ lehnt Peking offizielle Kontakte anderer Länder zu Taipeh entschieden ab. Auch droht Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping offen mit einer Eroberung Taiwans zur „Vereinigung“.

Xi Jinping hatte US-Präsident Joe Biden in einem Telefonat am 28. Juli vor dem Besuch gewarnt: „Diejenigen, die mit dem Feuer spielen, werden daran zugrunde gehen.“

Das sagen die USA und das sagt China

In Chinas Staatsmedien wurden nun militärische Reaktionen diskutiert, die von einer Begleitung von Pelosis Flugzeugs durch Chinas Luftwaffe und Manövern sogar bis zur Einrichtung einer Flugverbotszone um Taiwan und Raketentests reichten. „Die Gegenmaßnahmen, die das Oberkommando für Pelosis möglichen Taiwan-Besuch vorsieht, müssen um ein Vielfaches rigoroser und umfassender sein, als man es sich vorstellen kann. Chinas Warnung an die USA ist kein leeres Gerede“, schreibt die parteinahe Zeitung „Global Times“ auf Twitter.

Das Weiße Haus hingegen warnte Peking vor einer Eskalation. „Es gibt keinen Grund für Peking, einen möglichen Besuch, der im Einklang mit der langjährigen US-Politik steht, in eine Krise oder einen Konflikt zu verwandeln“, sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, laut der dpa.

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