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Plötzlicher Kindstod: Forscher entdecken mögliche Ursache - und geben Grund zur Hoffnung

14.10.2022 • 15:47

Die Angst vorm Plötzlichen Kindstod begleitet viele frisch gebackene Eltern. Umso erfreulicher, dass Forschende aus Sydney nun eine mögliche Ursache gefunden haben wollen, der Anlass zur Hoffnung gibt.

Die Angst vorm Plötzlichen Kindstod begleitet viele frisch gebackene Eltern. Besonders innerhalb des ersten Lebensjahres von Babys kann das Phänomen auftreten, wobei der Säugling völlig unerwartet im Schlaf stirbt. Umso erfreulicher ist die Nachricht, dass es Wissenschaftler:innen des Kinderkrankenhauses Westmead in Sydney nun gelungen sein soll, eine Ursache für den medizinischen Sonderfall ausfindig zu machen.

Laut den Forscher:innen sei ein bestimmtes Enzym dafür verantwortlich, dass der Weckmechanismus der Kleinkinder versagt. War man früher noch von einem Defekt ausgegangen, hat das Team um Dr. Carmel Therese Harrington nun ein einzelnes Protein als Auslöser ausmachen können.

Dieses Enzym spielt eine wichtige Rolle für die Kommunikation im Gehirn. Ein Mangel davon könne demnach die Erregung zwischen Schlaf und Atmung stören. Eine Heilung oder prophylaktische Medikation gebe es zwar auch weiterhin nicht. Trotzdem können Eltern in Zukunft durch bestimmte Screening-Tests ihres Säuglings den Wert des Enzyms bestimmen lassen. Dadurch lasse sich das Risiko eines Plötzlichen Kindstodes merklich minimeren.

In den seltenen Fällen vom sogenannten Sudden Infant Death Syndrome (SIDS) stirbt ein zuvor gesunder Säugling völlig unerwartet im Schlaf, ohne dass bislang ein eindeutiger medizinischer Grund gefunden wurde. Laut dem Universitätsklinikum Bonn sind deutschlandweit im Jahr 2020 84 Kinder am Plötzlichen Kindstod gestorben. Zum Vergleich: Im selben Jahr erblickten über 770.000 Babys das Licht der Welt.

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