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Schlaganfall-Risiko durch Schadstoffe erhöht: Stadtleben stellt Gefahr dar

22.03.2022 • 12:10

Menschen, die in der Nähe einer Grünfläche leben, haben ein geringeres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Demnach verringert sich das Risiko um 16 Prozent, wenn sich die Grünfläche weniger als 300 Meter entfernt des Heims befindet.

Grünflächen senken Schlaganfall-Risiko

Menschen, die in der Nähe einer Grünfläche leben, haben ein geringeres Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Das zumindest besagt eine Studie spanischer Wissenschaftler:innen, welche im Fachjournal „Environmental International“ veröffentlicht wurde. Demnach verringert sich das Risiko um 16 Prozent, wenn sich die Grünfläche weniger als 300 Meter entfernt des Heims befindet. Eine Ursache hierfür sehen die Forschenden in Schadstoffen in der Luft: Kontakt mit Stickstoffdioxid, Feinstaub und Rußpartikel sollen das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen. Das hatten schon vorangegangene Studien ergeben. Die neue Untersuchung ergänzt einen Risiko-Anstieg um vier Prozent, wenn sich pro Kubikmeter die Stickstoffkonzentration um 10 Mikrogramm erhöht – und das geht schnell: Stündliche Schwankungen von etwa 30 Mikrogramm in einer stark befahrenen Straße sind keine Seltenheit.

Bessere Luftqualität durch weniger Fahrzeuge

Während andere Stoffe verschiedene Ursprünge haben können, werde Stickstoff vornehmlich durch den Straßenverkehr in die Luft geschleudert. Der oft fehlende Anteil von Grünflächen in dicht besiedelten, urbanen Räumen trägt ebenso zu einem stärkeren Kontakt mit diesen Schadstoffen bei. Um also die Risiken zu verringern und somit die Luftqualität zu verbessern, müssten Anstrengungen unternommen werden, den Gebrauch von Fahrzeugen zu verringern, so die Forschenden.

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