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Frühstücksfernsehen

"Schwäche westlicher Demokratien": Wladimir Klitschko kritisiert politisches Handeln

25.02.2022 • 11:04

Wladimir Klitschko hat das politische Handeln auf Twitter kritisiert. Auch sein Bruder Vitali hat sich zu Wort gemeldet.

"Dieser Krieg gegen mein Land ist nicht nur das Ergebnis des Wahnsinns eines Mannes, sondern auch das Ergebnis jahrelanger Schwäche der westlichen Demokratien. Dieser Wahnsinn muss jetzt gestoppt werden, indem die Abschreckung verstärkt wird. Unsere Regierungen müssen die Dinge laut und deutlich sagen", kritisiert der ehemalige ukrainische Boxer Wladimir Klitschko das politische Handeln der westlichen Staaten auf Twitter.
Der 45-Jährige mahnt: "Die Welt beobachtet, wie rücksichtslos und tödlich der Imperialismus ist, nicht nur für die #Ukraine, sondern für die ganze Welt. Lasst die Geschichte eine Lektion sein, die nicht wiederholt werden darf."

Hauptstadt Kiew gerät in Bedrängnis

In der Nacht zum Donnerstag, den 24. Februar, hat der russische Präsident Wladimir Putin Militäreinsätze genehmigt und die Ukraine angegriffen. Wladimirs Bruder Vitali Klitschko, der Bürgermeister von Kiew, hatte zuletzt ebenfalls an die Weltgemeinschaft appelliert, der Ukraine zu helfen. "Wir sind im Krieg und kämpfen um unser Land, aber brauchen die Unterstützung der ganzen Welt", so Klitschko laut "BILD" am Tag der Invasion.
Nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine gerät zunehmend die Hauptstadt Kiew in Bedrängnis. "Schreckliche russische Raketenangriffe auf Kiew", schrieb Außenminister Dmytro Kuleba am Freitag (25. Februar) auf Twitter. Nach Schätzung der Vereinten Nationen sind inzwischen bereits 100.000 Menschen auf der Flucht. Die Europäische Union und die USA verhängten bereits weitreichende Sanktionen gegen Russland, weitere stehen derzeit zur Diskussion. Ein Telefonat von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit Kreml-Chef Wladimir Putin zeigte zunächst keine Wirkung.

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