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Frühstücksfernsehen

Straßenbeleuchtung ausschalten: Nimmt dann die Kriminalität zu?

29.08.2022 • 14:39

Aufgrund der Energiekrise überlegen sich Städte und Gemeinde mögliche Sparmaßnahmen. Um Strom zu sparen, soll vielerorts die Straßenbeleuchtung reduziert werden. Doch es gibt Kritik: Könnte dadurch die Kriminalität zunehmen?

Aufgrund der Energiekrise überlegen sich Städte und Gemeinde mögliche Sparmaßnahmen. Um Strom zu sparen, soll vielerorts die Straßenbeleuchtung reduziert werden. Doch es gibt Kritik: Könnte dadurch die Kriminalität zunehmen?

Studienlage zu Kriminalität und Dunkelheit ist unklar

Die Studienlage dazu ist unklar. "Ob es einem Zusammenhang zwischen Kriminalität und Dunkelheit gibt und wenn ja, wie stark der ist – dazu gibt es noch Forschungsbedarf", sagt jedoch Lichttechnik-Forscher Samuel Fiedelak von der TU Berlin im Interview mit dem RBB. Denn ob ein Gewaltverbrechen nachts oder tagsüber stattfindet, wird vom Bundeskriminalamt nicht erfasst.
Wie der WDR berichtet, wurden in bereits durchgeführten Studien oft nur an einzelnen Orten betrachtet, an denen es bislang keine oder wenig Beleuchtung gab und an denen vergleichsweise viele Verbrechen stattfanden. Helleres Licht führe dort oft zur Verbesserung der Lage.
Das bedeute allerdings dem WDR zufolge nicht, dass der Effekt auch andersherum und überall gilt: Gab es an einem Ort bislang gute Straßenbeleuchtung und wenig Kriminalität, führe ein Abdunkeln nicht unbedingt dazu, dass dort nun mehr Verbrechen stattfinden.

Städte führen bereits Sparmaßnahme ein

Einige Städte haben diese Maßnahme bereits ergriffen. Die Stadt Weimar schaltet bereits ihre Laternen 30 Minuten später ein und 30 Minuten früher aus. Bremen indes dimmt viele Lampen zwischen 22 Uhr und 6 Uhr um 50 Prozent.

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