Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Studie: 1,55 Millionen Tote in China bei Null-Covid-Ende befürchtet

12.05.2022 • 12:38

Nun haben chinesische Wissenschaftler eine Studie veröffentlicht und herausgefunden, dass eine vollständige Aufhebung der Null-Covid-Strategie in China eine "Tsunami"-Welle von Infektionen auslösen könnte.

Wie effektiv ist Chinas Null-Covid-Strategie wirklich? Seit bald sieben Wochen Lockdown wächst der Unmut über die strengen Maßnahmen im am härtesten von der Omikron-Welle betroffenen Shanghai. Nun haben chinesische Wissenschaftler:innen eine Studie im Wissenschaftsmagazin "Nature Medicine" veröffentlicht und herausgefunden, dass eine vollständige Aufhebung der Null-Covid-Strategie in China eine "Tsunami"-Welle von Infektionen mit 1,55 Millionen Toten auslösen könnte. Es könnte demnach innerhalb von sechs Monaten 112 Millionen symptomatische Ansteckungen geben. Die Intensivstationen würden überrollt werden: Der Bedarf wäre 15,6 Mal höher als die Kapazität. Obwohl 91 Prozent des Milliardenvolkes geimpft und 53 Prozent auch geboostert seien, könnten Ausbrüche nicht verhindert werden. Im schlimmsten Fall hätte die sehr ansteckende Omikron-Variante das Potenzial, zu 5,1 Millionen Einlieferungen in Krankenhäuser zu führen. 2,7 Millionen Patienten kämen dann auf Intensivstationen.

Das könnte man gegen eine "Infektions-Welle" tun

Mit ihrer Warnung stützen die Wissenschaftler:innen zwar die umstrittene harte Covid-Politik der Pekinger Führung, umreißen aber auch das Dilemma, indem sich China befindet, und zeigen mögliche Auswege auf. Eine "Schlüsselrolle" spielten ihrer Meinung nach Impfungen, darunter Booster und Kampagnen für ältere Menschen über 60, sowie zusätzlich antivirale Therapien und Kontaktbeschränkungen. Es müsse eine Kombination geben, weil keiner der Vorschläge allein in der Lage wäre, die Todeszahl auf das Niveau üblicher Grippewellen (88.000 Tote) zu drücken.

Weitere Videos