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Frühstücksfernsehen

Virologe Streeck fordert Ende von PCR-Tests auf Verdacht

20.01.2022 • 10:42

Virologe Hendrik Streeck, Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung, hält aufgrund der ansteigenden Infektionszahlen mit der Omikron-Variante eine neue Test-Strategie für nötig.

Virologe Hendrik Streeck, Mitglied des Corona-Expertenrats der Bundesregierung, hält aufgrund der ansteigenden Infektionszahlen mit der Omikron-Variante eine neue Test-Strategie für nötig. „Menschen, die keiner Risikogruppe angehören, sollten sich nicht mehr auf Verdacht PCR-Tests unterziehen“, schreibt der Virologe in einem Gastbeitrag für die Wochenzeitung „Die Zeit“. „Wir sollten zuallererst symptombezogen testen. Die medizinische Relevanz eines Virusnachweises im Rachen einer dreifach geimpften Person ohne Symptome ist gering. (…) In der Übergangsphase müssen wir als Gesellschaft ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass wir nicht mehr jede Infektion verhindern können und müssen“, beschreibt der Virologe in seinem Beitrag, wie der Übergang von der pandemischen in die endemische Phase der Coronakrise gelingen könnte.

So können Todesfälle vermieden werden

Es sei wichtig, weiterhin größtmögliche Anstrengungen zu unternehmen, um schwere Verläufe und Todesfälle zu vermeiden. Dazu gehöre aber auch die Erkenntnis, dass man akzeptieren müsse, diesen Kampf nicht immer gewinnen zu können. „Dies muss auch ausgesprochen werden dürfen – ohne anschließende Wut-Debatte“, so Streeck.

Das sagt Karl Lauterbach zum Thema PCR-Tests

Angesichts knapper werdender PCR-Tests will auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach Beschäftigte in sensiblen Gesundheitseinrichtungen bei der Laborauswertung bevorzugen. „Wir werden tatsächlich so hohe Fallzahlen bekommen, dass wir die PCR verteilen müssen, priorisieren müssen, dazu werde ich am Wochenende einen Vorschlag vorlegen, wie das passieren soll“, kündigte Lauterbach laut der dpa an.

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