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Was ein atomarer Anschlag bedeuten würde - und wie man am besten reagiert

02.03.2022 • 17:11

Viele Bürger und Bürgerinnen fürchten sich aktuell vor dem möglichen Einsatz einer Atombombe. Doch wie verhält man sich im Fall der Fälle am besten, um die Überlebenschancen zu maximieren?

Was ein atomarer Anschlag bedeuten würde - und wie man am besten reagiert

Wie überlebe ich den Einschlag einer Atombombe? Diese Frage stellen sich momentan viele Bürger:innen – bedauerlicherweise aus aktuellem Anlass. Doch wie hoch sind die Überlebenschancen im Fall der Fälle wirklich? Funktionstüchtige öffentliche Schutzbunker gibt es in Deutschland laut "Welt.de" nicht mehr – die verbliebenen 1.000 Anlagen seien laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe seit Jahren nicht mehr gewartet worden.

Das richtige Versteck ist Lebensretter Nummer eins!

Schritt 1 besteht trotzdem darin, sofort einen Zufluchtsort aufzusuchen: Geeignet sind Gebäude mit dicken Betonwänden, Keller und Tiefgaragen. Auf dem Weg dorthin bitte wenn möglich Glasscheiben meiden! Im Freien sucht man Deckung in einer Mulde oder einem Graben oder legt sich flach auf den Boden. Wichtig: Auf keinen Fall direkt in die Explosion blicken! Es droht die Verbrennung der Netzhaut.
Nach der Explosion bleibt meist etwas Zeit, um einem Großteil der radioaktiven Strahlung zu entkommen – diese entfaltet ihren Maximalwert erst, wenn das aufgewirbelte Material aus dem Atompilz wieder zu Boden fällt. Schritt 2 besteht in der Flucht vor diesem sogenannten Fallout. Dabei sollte man unbedingt auf die Windrichtung achten: Weht der Wind von Ihnen weg in Richtung Atompilz, bedeutet das Glück. Weht der Wind die Staubwolke auf Sie zu, auf keinen Fall in Windrichtung flüchten! Wer sich stattdessen senkrecht zur Windrichtung bewegt, bringt leichter einen Abstand zwischen sich und den Fallout. Wer keine Fluchtmöglichkeit hat, braucht ein Versteck vor der Radioaktivität – am besten unter der Erde. Das Ziel: ein Keller, eine Höhle oder eine U-Bahn-Röhre. Wichtig ist, dass der Luftaustausch mit der Außenwelt nicht zu hoch ist.

 Spuren von Radioaktivität müssen vernichtet werden

Schritt 3: Machen Sie sich nackig! Zumindest der äußeren Schicht Ihrer Kleidung sollten sie sich entledigen. Wer bereits mit radioaktivem Niederschlag in Berührung gekommen ist, muss unbedingt eine Möglichkeit finden, sich zu waschen.
Wichtig: Trotz Drohungen von Wladimir Putin halten die meisten Expert:innen einen tatsächlichen Atomangriff für sehr unwahrscheinlich. Dass Sie sich eines Tages wirklich vor einer Atombombe in Sicherheit bringen müssen, ist aktuell glücklicherweise ein weit entferntes Szenario.

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