Teilen
Merken
Frühstücksfernsehen

Was wird im Ukraine-Krieg passieren? Das sind mögliche Szenarien nach Experten

26.02.2022 • 17:36

Auch an Tag drei des russischen Krieges gegen die Ukraine wird weiter gerätselt: Welche Strategie verfolgt Russlands Präsident Putin? Unter Experten kursieren verschiedene Kriegs-Szenarien.

Auch an Tag drei des russischen Krieges gegen die Ukraine wird weiter gerätselt: Welche Strategie verfolgt Russlands Präsident Putin? Unter Experten kursieren verschiedene Kriegs-Szenarien:
Szenario 1: In seiner am Donnerstagmorgen (24.2.) verlesenen Kriegserklärung beschrieb Wladimir Putin die ukrainische Regierung „entnazifizieren“ zu wollen. Sein Ziel sei es, mit der Militäraktion die demokratisch gewählte Regierung in Kiew zu stürzen. Herfried Münkler, der emeritierte Professor für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität Berlin, hält eine russische Besetzung für sehr wahrscheinlich, wie er der „Zeit“ berichtete.

Historiker Aaron Aster: Möglicher Regimewechsel in Moskau

Szenario 2: US-Historiker Aaron Aster hält einen Regimewechsel in Moskau für möglich. „Es wird nicht durch eine externe militärische Invasion in Russland geschehen. Es wird eine Meuterei und ein interner Zusammenbruch sein, der Putins Regime zu Fall bringen wird“, so Aster auf Twitter.
Szenario 3: Putin drohte in seiner Erklärung mit Konsequenzen, sollte sich jemand einmischen. Die Gefahr eines Weltkriegs dürfte dann größer werden, wenn es zu einer direkten Konfrontation von russischen Soldaten und Truppen aus einem Nato-Mitgliedsstaat kommen sollte.

Politikwissenschaftler Johannes Varwick: Angriff auf Nato-Mitglieder unwahrscheinlich

Szenario 4: Politikwissenschaftler Johannes Varwick von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg stellte gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ jedoch klar: „Nato-Mitglieder wird Putin nicht wagen, anzugreifen“.
Szenario 5: Als wahrscheinlicher gilt eher, dass ein Weltkrieg als Folge eines Cyberangriffes ausbrechen könnte. Auch Deutschland zeigte sich alarmiert. Am Donnerstag (24.2.) erklärte der Verfassungsschutz, man habe „relevante Stellen im Hinblick auf die IT-Infrastruktur sensibilisiert“.

Weitere Videos