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Eckart Witzigmann: "Der größte Feind in der Küche ist die Routine" 

Zum ersten Mal sind Sie in einer eigenen Koch-Show im deutschen TV zu sehen. Was hat Sie bewogen, bei "Top Chef Germany" dabei zu sein?

Es gab die Jahre über immer wieder zahlreiche Angebote, aber diese Formate haben mich nicht überzeugt. Koch ist für mich nicht Entertainment, sondern kreative Arbeit. Bei "Top Chef" jedoch sind keine Amateure oder Prominenten am Start, sondern bereits erfolgreiche Chefs. Und diese bekommen durch "Top Chef" eine wunderbare Chance auf sich aufmerksam zu machen und zugleich bundesweit bekannt zu werden. Und das halte ich für die weitere Karriere der Teilnehmer als einen wichtigen Schritt.

Was macht für Sie den Unterschied von "Top Chef Germany" zu anderen TV-Kochshows aus?

Bei "Top Chef Germany" geht es um die aktive Unterstützung des Spitzenkoch-Nachwuchses. Wir haben in der Gastronomie – und nicht nur dort – ein massives Nachwuchsproblem und "Top Chef Germany" geht das aktiv an, andere reden nur darüber. Das war letztlich auch der Grund für meine Teilnahme.

Es gab die Jahre über immer wieder zahlreiche Angebote, aber diese Formate haben mich nicht überzeugt. Koch ist für mich nicht Entertainment, sondern kreative Arbeit. Bei "Top Chef" jedoch sind keine Amateure oder Prominenten am Start, sondern bereits erfolgreiche Chefs. Und diese bekommen durch "Top Chef" eine wunderbare Chance auf sich aufmerksam zu machen und zugleich bundesweit bekannt zu werden. Und das halte ich für die weitere Karriere der Teilnehmer als einen wichtigen Schritt.

Was war Ihr Antrieb – warum wollten Sie Koch werden?

Mich hat schon als Kind immer fasziniert, was meine Mutter alles aus der Küche gezaubert hat. Und diese Gerüche, dieser Geschmack haben mich neugierig gemacht und letztlich habe ich meine Eltern überredet, mich Koch lernen zu lassen. Meine Mutter hätte mich mehr als Architekt, mein Vater mehr als Nachfolger in seiner Schneiderei gesehen.

Sie haben vielen Sterne-Köchen den Weg geebnet, darunter auch einige TV-Köche – wer war Ihr Förderer?

Ich hatte das große Glück, beim Skifahren in der Schweiz, Jean-Pierre Haeberlin kennen zu lernen, der zusammen mit seinem Bruder Paul das Restaurant "Auberge de Ill" im Elsaß betrieb. Das war und ist bis heute der heilige Gral der großen Küche. Ich bekam dann die Gelegenheit, nach meiner Lehre in Bad Gastein und Stationen in Deutschland und der Schweiz dort einen Platz zu bekommen. Quasi als Schwarzarbeiter, denn die EU war damals noch nicht geboren. Aber das war mein Ticket in eine neue Kochwelt, dort habe ich das alles gelernt, was mich später zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Und Paul Haeberlin wurde zu meinem Mentor.

Was erwarten Sie von den Teilnehmern bei "Top Chef Germany"? Welche Eigenschaften muss der potentielle Sieger für Sie mitbringen?

Jeder der bei "Top Chef Germany" in den Ring steigt, sollte mit dem Ziel antreten, auch zu gewinnen. Der olympische Gedanke, dass die Teilnahme wichtiger als der Sieg sei, hat hier keine Gültigkeit.

Eckart Witzigmann über.... in drei Worten:

Peter Maria Schnurr: echt, kompetent, kreativ

Alexandra Kilian: wortgewandt, klug, charmant

Eckart Witzigmann: erfahren, kompromisslos, ehrlich