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In "Zurück in die Schule" ist Grundschulwissen gefragt. Bist du gerne in die Grundschule gegangen und was war dein Lieblingsfach?

Jörg Pilawa: "Mein Lieblingsfach war ganz klar die große Pause. Gefolgt von, und da werden mich einige blöd finden, Mathe und Sport. Das lag jedoch größtenteils an meiner Grundschullehrerin, ich sage nur Frau D., weil ich in sie tatsächlich verknallt war. Ich bin nur in die Schule gegangen, um sie zu sehen."

Hand aufs Herz: In welchem Grundschul-Fach würden Sie heute – ohne Vorbereitung – gnadenlos durchfallen?

Jörg Pilawa: "In Deutsch. Gerade in Grammatik, mit den vier Fällen, Satzbestimmung und sonstigem, bin ich nicht gut. Das habe ich wieder gemerkt, als ich mit meinen Kindern gelernt habe. Da war ich in der Grundschule schon schlecht und bin es heute noch."

Was ist Ihr Gefühl: Müssen die Grundschüler:innen heute mehr leisten?

Jörg Pilawa: "Ich glaube nicht, dass sie mehr leisten müssen, aber sie werden durch die Digitalisierung mehr abgelenkt und machen mehr nebenbei. Das gab es bei uns noch nicht. Wir wollten nach Hause und Fußball spielen. Deshalb haben wir schnell unsere Hausaufgaben gemacht. Heute können sich die Kinder durch die Multioptionsgesellschaft nicht mehr so gut auf die Schule konzentrieren. Wir hatten nur Bolzplatz oder Schule, deshalb war es für uns einfacher."

Was ist ihre Lieblings-Anekdote aus der Grundschule?

Jörg Pilawa: "Ich war zwar in meine Grundschullehrerin verliebt, es gab aber auch ein Mädchen, das ich ganz toll fand: Christine P. Meine Lehrerin fand es
spannend, dass ich immer Sternchenaugen hatte, wenn ich sie sah. Deshalb hat sie auf einem Klassenausflug eine improvisierte Hochzeit ausgerichtet. Dafür habe ich dann noch schnell einen Ring aus Papier gebastelt. Christine hat ihn leider nach der Zeremonie liegen gelassen. Das hat mir das Herz gebrochen."

Welche:n Ihrer Grundschullehrer:innen würden Sie gerne nochmal treffen?

Jörg Pilawa: "Tatsächlich würde ich Frau D. sehr gerne wieder treffen. Sie schenkte mir so viel Spaß an der Schule, dass ich dachte: Schule ist fast noch schöner als der Bolzplatz. Im Gymnasium wurde ich dann auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt und die weitere Schulzeit war dann für mich grauenhaft."

Was ist für Sie das Besondere in "Zurück in die Schule"?

Jörg Pilawa: "Unsere Prominenten drücken zunächst in der Sommerschule richtig die Schulbank. Dabei finde ich es sehr spannend zu sehen, wie Grundschüler:innen Erwachsene unterrichten. Pädagogisch wird ja versucht, sich vom klassischen Frontalunterricht zu verabschieden. Interessanterweise unterrichten die Grundschüler:innen jedoch im Frontalunterricht. Sie sind strenger und konsequenter als erwachsene Lehrer:innen – aber auch erfolgreicher. Genauso spannend ist es zu sehen, wie die Stars auf die Grundschüler:innen reagieren."

In "Zurück in die Schule" drücken viele Show-, Film-, Musik- und Politik- Größen nochmal die Schulbank. Ohne zu viel zu verraten: Welcher Star überrascht Sie in der neuen SAT.1-Show am meisten?

Jörg Pilawa: "Am meisten überrascht mich Joey Heindle, weil er sehr offen und ehrlich mit seinen damaligen Schulproblemen und -ängsten umgeht. Außerdem finde ich sehr spannend, wie sich die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder auf die Show vorbereitet hat. Jeder bekam im Vorfeld dieselbe Lernmappe. Und wie damals in der Schule hoffen einige, mit Spaß
und Kasperei schon durchzukommen. Andere haben sich wochenlang mit dem Stoff beschäftigt und sicherlich hart gebüffelt. Deshalb ist es spannend zu sehen, wie die Prominenten mit dem Druck umgehen."

Und wie meistern aus Ihrer Sicht die Kinder ihre Lehrer:innen-Rolle?

Jörg Pilawa: "Einerseits sind sie total süß. Sobald es aber nicht so läuft wie sie es sich vorstellen, greifen sie mit einer absoluten Härte durch. Sie verwenden im Grunde genommen genau die Standards, die sie wahrscheinlich selbst in der Schule nicht mögen. Allerdings charmanter, als es vielleicht einige Lehrer:innen in Deutschland tun."