Auch bei Niederlagen bei Landtagswahlen
Weil: Gibt keinen Grund für Zweifel an Gabriel
- Veröffentlicht: 06.03.2016
- 13:44 Uhr
- dpa
Für Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil wäre selbst eine Niederlage der SPD bei den drei anstehenden Landtagswahlen kein Grund, am Bundesparteichef zu zweifeln.
Für Niedersachsens Ministerpräsidenten Stephan Weil wäre selbst eine Niederlage der SPD bei den drei anstehenden Landtagswahlen kein Grund, am Bundesparteichef zu zweifeln. "Sigmar Gabriel hat eine wirklich ganz schwierige Aufgabe. Und er hat dabei ausdrücklich meine Loyalität", sagte Weil der Deutschen Presse-Agentur in Hannover.
Wer politisch in Verantwortung stehe, sei auf Unterstützung angewiesen - das kenne er aus eigener Erfahrung. "Meine hat Gabriel", versicherte der Sozialdemokrat. Rückblickend auf Gabriels schlechtes Ergebnis bei der Wiederwahl als Vorsitzender im Dezember (74,3 Prozent) betonte er: "Ich bin sicher, dass alle Beteiligten daraus gelernt haben."
Weil rechnet nach eigenen Angaben auch nicht mit großer Unruhe in der SPD, fall die Sozialdemokraten bei den Wahlen in Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt schlechter Ergebnisse einfahren. "Ich finde es richtig, dass Gabriel klipp und klar gesagt hat, es wird keine Führungsdiskussion geben. Egal was für Wahlergebnisse wir nach dem 13. März haben werden", erklärte Weil.
Bundestagswahl könnte Weils Meinung ändern
Dies gelte aber nicht automatisch für den Fall einer persönlichen Niederlage Gabriels als Kanzlerkandidat bei der Bundestagswahl. "Niemand von uns hat einen Anspruch auf ein Amt auf Lebenszeit. Das gilt für alle politischen Ämter und für alle Politiker", sagte Weil.
Ein SPD-Wahldebakel sei aber noch lange keine ausgemachte Sache. "Was die Stimmanteile der SPD angeht, müssen wir bedauerlicherweise im Moment etwas bescheiden sein", sagte Weil zwar. Er sei aber "guter Hoffnung", dass seine Parteifreundin Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz Ministerpräsidentin bleiben könne. Zudem drücke er dem amtierenden Grünen-Regierungschef in Baden-Württemberg, Winfried Kretschmann, "alle Daumen, dass Grün-Rot weitermachen kann".