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Wisente in Deutschland: Ausgestorbenes Tier kehrt nach über 200 Jahren zurück

05.05.2022 • 13:23

Wenn Sie noch nie von einem Wisent gehört haben, dann liegt das vielleicht daran, dass das Tier seit circa 1750 aus Deutschland verschwunden war. Bis jetzt, denn nun kehrt Europas größtes Landsäugetier zurück.

Wenn Sie noch nie von einem Wisent gehört haben, dann liegt das vielleicht daran, dass das Tier seit circa 1750 aus Deutschland verschwunden war. Bis jetzt, denn nun kehrt Europas größtes Landsäugetier zurück.

Alle heute in Europa lebenden Wisente stammen von zwölf Tieren ab

Im Mittelalter war das auch als Europäischer Bison bekannte Tier noch weit verbreitet. Als beliebte Jagdtrophäe war die Art jedoch schon lange bedroht. 1927 wurde dann das letzte freilebende Tier im Kaukasus geschossen.
Mittlerweile gibt es wieder rund 7.000 freilebende Tiere in Europa. Sie alle stammen von gerade einmal zwölf Tieren aus Zoos und Tiergehegen ab. Vor allem in Polen wachsen die Bestände. In Deutschland wurde vor knapp zehn Jahren im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen eine Herde von Wisenten ausgewildert. Trotz der Erfolge gestaltet sich die Ansiedlung der Wisente in Deutschland als schwierig.

Wisente sind von großem Wert für die Artenvielfalt

Der bis zu zwei Meter groß werdende Pflanzenfresser lebt vor allem in Wäldern und hält sich fern vom Menschen. Laut WWF-Wildtierexpertin Leonie Weltgen ist der Wisent ein wahrer "Ökosystem-Ingenieur". Wo er lebt und weidet, hält er Flächen offen. Davon profitieren andere Pflanzen und Tiere. Damit ist seine Rückkehr von großem Wert für die Artenvielfalt in Deutschland.

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