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Mit diesen Tricks wirst du sie los

Marder-Schäden verhindern: Mit diesen Methoden und Tricks hältst du sie fern!

  • Aktualisiert: 29.11.2023
  • 13:42 Uhr
Marder können gravierende Schäden an Autos verursachen. So verhinderst du es!
Marder können gravierende Schäden an Autos verursachen. So verhinderst du es!© Andree Luhmann

Wenn das Auto plötzlich nicht mehr anspringt oder eine Warnlampe aufleuchtet, lohnt ein Blick unter die Motorhaube. Der Grund für die Wagenpanne kann die Folge eines Marderbisses sein. Wir verraten dir, wie du erfolgreich Marder vertreiben kannst. Plus: Was bei Elektroautos zu beachten ist.

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Schäden durch Marderbisse

Marder sind kleine Raubtiere mit scharfen Zähnen, mit denen sie ganz leicht Elektrokabel und Bremsschläuche durchbeißen können. Beschädigen sie ein Auto, können durch Marderschäden kostenintensive Motorreparaturen entstehen. Das kann auch richtig gefährlich werden, denn die Autos sind dann nicht mehr verkehrssicher. Daher ist es besonders wichtig, dass du auf ein marderfreies und mardersicheres Zuhause achtest.

Gut zu wissen: Steinmarder gehören zu den sogenannten Kulturfolgern und besiedeln gerne menschliche Behausungen. Besonders in ländlicheren Gebieten suchen sich die kleinen Raubtiere gerne einen Unterschlupf im Dachboden eines Einfamilienhauses. Hier hinterlassen sie unangenehme Kot- und Urinspuren und können zudem besonders nachts zu einer richtigen Lärmbelästigung werden.

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Im Clip: Vorsicht, wenn du dein Auto unter Bäumen parkst!

Was Marder an Autos mögen

Marder sind das ganze Jahr über aktiv, doch vermehrt im Frühling zur Paarungszeit sowie im Herbst: Sobald es kälter wird, sind warme Motorräume beliebte Zufluchtsorte für die Tiere, die sie besonders gerne als Schlaf- und Ruheplätze nutzen. Zudem ist es der Jagdinstinkt, der Marder nachts unter parkende Autos lockt.

Marder sind Einzelgänger, die ihr Revier abgrenzen. Besonders Männchen dulden keine Artgenossen desselben Geschlechts und markieren ihr Revier mit Duftstoffen und Exkrementen. Dabei genügt es bereits, dass sie einmal über die Motorhaube eines Autos laufen, denn die Duftdrüsen liegen zwischen ihren Zehen.

Gut zu wissen: Marder verteidigen ihr Revier

Parkt der betroffene Wagen später im Gebiet eines anderen Marders, wittert dieser den Geruch des Rivalen und verteidigt sein Revier aggressiv. Dazu klettert auch er in den Motorraum, beißt um sich und markiert das Auto mit seinem eigenen Duft.

Denk dran: Bevor die kalte Jahreszeit kommt, solltest du unbedingt einen Winter-Check fürs Auto machen. Wenn es nachts friert, helfen dir diese einfachen Tricks, morgens blitzschnell die Scheiben eisfrei zu bekommen. Außerdem verraten wir dir, welche Strafe drohen, wenn du im Winter mit Sommerreifen unterwegs bist und erwischt wirst

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Diese Schäden richten Marder an

Alle gummielastischen Bauteile wie Schläuche, Zündkabel, Stromleitungen und Isolationsmaterial werden besonders häufig von Mardern beschädigt.

Regelmäßig checken:

  • Zündkabel
  • Schläuche für Kühlwasser- und Scheibenwaschwasser
  • Kunststoffschläuche
  • Faltenbälge an Antriebswellen und an der Lenkung
  • Stromleitungen bzw. deren Isolierung
  • Isoliermatten für die Geräusch- und Wärmedämmung

Gut zu wissen: Nicht dokumentiert sind Marderschäden an Bremsschläuchen, Kraftstoffleitungen, Keilriemen und Reifen.

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Gefährliche Folgen durch Marderbisse im Motorraum

  • Ist ein Zündkabel angebissen, kann das zu unrundem Motorlauf führen oder verhindern, dass der Motor anspringt. Wichtig: Ohne genaue Diagnose solltest du nicht weiterfahren, da unverbrannter Kraftstoff den Katalysator beschädigen kann.
  • Beschädigungen an Gummimanschetten machen sich während der Fahrt nicht sofort bemerkbar. Erst durch das Eindringen von Schmutz und Wasser sowie durch den Verlust der Fettfüllung kommt es zur Schädigung der Antriebs- und Achsgelenke - und sogar der Lenkung. Werden die Schäden nicht rasch entdeckt, kann das die Reparaturkosten drastisch erhöhen.
  • Löcher in Kühlwasserschläuchen führen zur Überhitzung des Motors.
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Mardern den Spaß am Auto verderben

Um Marder vom Auto zu vertreiben, bieten sich zahlreiche Methoden an:

  • Anti-Marder-Schläuche: Kabel und Schläuche mit Hartplastik ummanteln, damit sie vor Marderzähnen geschützt werden. Die zusätzliche Hülle ist seitlich zu öffnen und wird über das Kabel gezogen. Wichtig: Bereits angebissenen Schläuchen bieten diese Manschetten keinen Schutz.
  • Motorabschottungen: Einen guten Schutz bieten Borstenvorhänge und Lochbleche, die den Motorraum nach unten abschotten. Sie verhindern, dass Marder zu den Kabeln und Schläuchen gelangen. Einige Hersteller bieten die Abschottungen als Sonderausstattung an, für diverse Modelle gibt es Motorwannen zum Nachrüsten.
  • Anti-Marder-Matten: Matten aus Maschendraht unter dem Auto können Marder kurzfristig abschrecken. Doch leider lernen sie nach kurzer Zeit, dass die Matte ungefährlich ist.
  • Ultraschall-Geräte: Die kleinen Geräte senden hohe Töne im Ultraschall-Bereich aus, die Menschen nicht hören können. Damit sich Marder nicht an die für sie unangenehmen Töne gewöhnen, sollten die Geräte wechselnde Frequenzen erzeugen. Tipp: Einbau und Anschluss sind mit wenig Werkzeug möglich und innerhalb einiger Minuten erledigt.
  • Hausmittel: Toilettensteine, Mottenkugeln oder Säckchen mit Hunde- und Katzenhaaren können gegen die lästigen Tiere wirken, aber leider nicht dauerhaft.
  • Reinigung: Nach einem Marderbefall sollte eine fachgerechte Motorwäsche durchgeführt werden. Denn: Auf Duftspuren ihrer Artgenossen reagieren die Tiere meist sehr aggressiv und mit besonderer Beißwut.
    Generell gilt: Wenn möglich, sollten Autofahrer:innen ihr Fahrzeug in der Garage parken.

Sind Elektroautos vor Mardern sicher?

Obwohl Elektroautos am Unterboden und im Motorraum meistens vollflächig verkleidet sind, und oft Hochvoltleitungen mit speziellen Schutzrohren sowie dicke Isolierungen und Abschirmungen haben, sind auch sie nicht ganz vor Marderbissen gefeit. Denn im Ruhezustand ist das Hochvoltsystem abgeschaltet und die Leitungen sind spannungsfrei.
Schäden durch Marder sind bisher zwar selten, können dann aber richtig teuer werden. Der Grund: Hochvoltkabel dürfen aus Sicherheitsgründen nicht repariert werden, sodass der betroffene Kabelsatz komplett erneuert werden muss.

Gut zu wissen: Sollten die Zähne des Nagers die Schutzhüllen oder Kabelisolierung durchdrungen haben, wird die Isolationsüberwachung des Hochvoltsystems den Defekt erkennen und eine Warnmeldung anzeigen. Auch Ladekabel können für Marder interessant sein. Werden diese während des Ladevorgangs angenagt, wird der Lagevorgang sofort gestoppt, denn die Ladekabel werden auf Fehlerströme hin überwacht.

Was Versicherungen bei Marderschäden zahlen

Wenn du dein Auto teil- oder vollkaskoversichert hast, bist du gegen den finanziellen Schaden durch Marderbisse geschützt. Einige Tarife decken jedoch nur direkte Marderschäden ab und die Versicherung zahlt also nur für die unmittelbar beschädigten Teile. Andere Tarife umfassen auch die Folgeschäden - die Versicherung zahlt also sogar dann, wenn zerbissene Zündkabel den Katalysator lahmlegen, undichte Kühlschläuche zu Motorüberhitzung oder kaputte Gummimanschetten zu Schäden an den Antriebs- oder Achsgelenken führen.

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