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Pulver-Inhalatoren und Dosier-Aerosole

Asthma-Spray: So wendest du es richtig an!

  • Aktualisiert: 12.02.2024
  • 13:35 Uhr
Meistere die Anwendung deines Asthmasprays! Erfahre, wie du Pulver-Inhalatoren und Dosier-Aerosole richtig benutzt.
Meistere die Anwendung deines Asthmasprays! Erfahre, wie du Pulver-Inhalatoren und Dosier-Aerosole richtig benutzt.© McKinsey Jordan/Stocksy - adobe.stock

Für Ungeübte stellt die Benutzung eines Asthma-Sprays eine Herausforderung dar. Wie du diese erfolgreich bewältigst und den Pulver-Inhalator oder das Dosier-Aerosol richtig benutzt, erfährst du hier.

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Im Video: Hast du Allergien oder Unverträglichkeiten? Finde es mit einem Selbsttest heraus

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Asthmaspray Anwendung

Bei Allergien oder bronchialen Erkrankungen wie einer hartnäckigen Bronchitis verschreibt medizinisches Personal dir möglicherweise ein Asthmaspray - entweder einen Pulver-Inhalator oder ein Dosier-Aerosol. Viele Menschen, die das erste Mal solch ein Asthmamittel in der Hand halten, sind sich unsicher, wie es anzuwenden ist. Erst einsaugen, dann Luft anhalten oder doch andersrum? Gewöhnlich erklärt dir das ärztliche Fachpersonal, wie das Asthma-Spray genau funktioniert. Solltest du dir nicht alles gleich merken können, hilft dir auch das Personal in der Apotheke oder die Gebrauchsanweisung weiter. Nur die richtige Anwendung und das richtige Ein- und Ausatmen gewährleisten, dass das Arzneimittel tief genug in die Bronchien gelangt und seine Wirkung entfalten kann.

Asthmaspray: Die richtige Technik

Trotz Packungsbeilage weißt du nicht genau, wie du das Asthma-Spray benutzen musst? Keine Sorge, nach ein paar Trockenübungen wirst du die Technik ganz schnell verinnerlicht haben. Beachte, dass die bereitgestellten Informationen nur unterstützend und kein Ersatz für eine professionelle medizinische Beratung sind.

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Pulverinhalator

Bevor du inhalierst, achte darauf, auszuatmen. Atme nicht direkt in das Gerät, da das Pulver sonst verklumpen kann. Nun umschließest du das Mundstück mit deinen Lippen. Halte das Asthma-Spray dabei immer gerade, nicht in einer Schieflage. Im Gegensatz zu Sprays musst du nicht gleichzeitig drücken und einatmen. Allerdings erfordert das Einatmen mehr Kraft: Atme kräftig und schnell ein, nur so können sich die Pulverpartikel so verändern, dass sie bis in die Lunge gelangen. Nimm das Gerät anschließend aus dem Mund und halte die Luft für fünf bis zehn Sekunden an. Atme danach langsam über fast geschlossene Lippen aus.

Dosieraerosol

Bei einem Dosier-Aerosol wird das Asthma-Medikament fein versprüht und gelangt in winzigen Tröpfchen oder Teilchen in die Lunge. Bevor du inhalierst, schüttel das Asthma-Spray kräftig. Atme dann tief aus, nimm das Mundstück zwischen die Lippen und halte es fest. In der Regel löst du den Sprühstoß ("Hub") mit der Hand aus. Das Einatmen muss genau auf den Sprühstoß abgestimmt sein: Drücke das Spray und atme gleichzeitig tief ein. Achte darauf, langsam zu inhalieren, damit die Wirkstoff-Teilchen nicht im Mund und Rachen haften bleiben, sondern in die Lunge gelangen. Nimm danach das Gerät aus dem Mund und halte die Luft für fünf bis zehn Sekunden an. Dies verhindert, dass die Wirkstoff-Teilchen beim Ausatmen wieder heraus gelangen und sich nicht in der Lunge absetzen. Atme dann langsam über fast geschlossene Lippen aus.

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Im Video: Neue Studie zeigt wie Kortison das Gehirn verändern kann

Welche Asthmasprays gibt es?

Auf dem Markt sind verschiedene Inhalatoren erhältlich, die mit unterschiedlichen Asthmamedikamenten befüllt werden können. Derzeit gibt es vier gebräuchliche Systeme für Asthma-Inhalatoren:

1. Pulverinhalatoren: Der Wirkstoff liegt in Pulverform vor, oft in Verbindung mit Milchzucker. Beim Einatmen wird der Wirkstoff aus dem Pulver freigesetzt und gelangt in die Bronchien.

2. Treibgas-Dosieraerosole (atemzuggesteuert oder nicht-atemzuggesteuert): Hier erfolgt die Freisetzung des Medikaments in Form eines feinen Nebels mithilfe von Treibgas. Der Sprühstoß wird entweder durch Druck auf das Ventil oder durch den Atemzug ausgelöst.

3. Düsen- und Ultraschallvernebler: Bei diesen Inhalatoren wird ebenfalls ein feiner, inhalierbarer Nebel erzeugt. Mittels Druckluft wird der Nebel verwirbelt und kann über ein Mundstück oder eine Maske eingeatmet werden.

4. Überdruckinhalationsgeräte: Diese Geräte kombinieren ein Beatmungsgerät mit einem Vernebler. Durch leichte Druck- und Sauerstoffzufuhr werden die Atemwege offen gehalten, um sicherzustellen, dass der Wirkstoffnebel die Bronchien erreicht.

Am meisten angewendet werden Dosieraerosole und Pulverinhalatoren. Dosieraerosole sind besonders effektiv während eines akuten Asthma-Anfalls, da ihre Wirkstoffe fein verteilt werden und rasch die Atemwege erreichen. Pulverinhalatoren enthalten oft Kortison und werden daher gerne für die Langzeittherapie bei Asthma verwendet. Bei Kleinkindern und älteren Menschen, die möglicherweise nicht tief genug einatmen können, kommt gelegentlich ein Düsen- oder Ultraschallvernebler zum Einsatz.

Auch interessant: Von Heuschnupfen zu Asthma? Das können mögliche Ursachen und Auslöser sein, Eigenbluttherapie gegen Asthma und Co.? und Hausstauballergie: So erkennst du, ob du auch betroffen bist.

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Im Clip: So kannst du richtiges Inhalieren lernen

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Wirkstoffe in Asthmasprays

Es existiert eine schier endlose Anzahl von Wirkstoffen mit unterschiedlichen Wirkungsweisen. Die Fülle an Asthmasprays erscheint jedoch wesentlich klarer, wenn man sie in zwei Hauptgruppen unterteilt: die sogenannten Controller und Reliever.

Controller sind Asthmasprays, die als Langzeitmedikamente dienen. Sie hemmen die chronische Entzündung der Atemwege, was zu einer Reduktion von Schwellung und Schleimproduktion in den Bronchien führt. Auf diese Weise tragen diese Asthmasprays dazu bei, dass Asthmaanfälle seltener auftreten und wenn doch, in abgemilderter Form. Die Wirkung der Controller setzt in der Regel erst nach etwa einer Woche ein, weshalb sie als langfristige tägliche Asthmasprays verwendet werden, um präventiv zu wirken.

Der am häufigsten eingesetzte Wirkstoff in Langzeit-Asthmasprays ist Kortison, aufgrund seiner Wirksamkeit. Trotz bekannter Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme und Osteoporose, sind diese bei der Anwendung als Asthmaspray minimal, da das inhalative Verabreichen das Kortison direkt in die Lunge leitet und es nicht im gesamten Körper verteilt wird. 

Reliever sind auch als Beta-2-Mimetika oder Beta-2-Agonisten bekannt. Diese Notfall- oder Bedarfs-Asthmasprays enthalten Substanzen, die Adrenalin ähneln und die verkrampfte Muskulatur der Bronchien entspannen. Dadurch werden die Atemwege erweitert, was das Atmen erleichtert. Aufgrund dieses Effekts werden Reliever auch als Bronchodilatatoren bezeichnet. Darüber hinaus tragen sie minimal dazu bei, den Schleim abzutransportieren. Aufgrund ihrer schnellen Wirkung innerhalb weniger Minuten eignen sich diese Asthmasprays als Notfallmedikamente bei akuter Atemnot. Allerdings sind sie für eine Langzeitanwendung ungeeignet, da sie lediglich die Symptome und nicht die zugrundeliegende Entzündung bekämpfen. Sie beeinflussen also nicht das Asthma selbst.

Bei übermäßigem Gebrauch können die Bronchien empfindlicher auf äußere Reize reagieren und sich an das Spray gewöhnen, was zu einer nachlassenden Wirkung führen kann. Dies tritt jedoch nicht auf, wenn Reliever gemäß den Anweisungen nur bei Bedarf verwendet werden. Aufgrund der adrenalinähnlichen Substanzen können Nebenwirkungen wie Herzrasen, Zittern, Unruhe und vorübergehende Schlaflosigkeit auftreten. 

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